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ABB und SINTEF prüfen Brennstoffzellen auf ihr Potenzial für den Hauptantrieb

ABB und SINTEF Ocean führen Untersuchungen zur Prüfung der Machbarkeit von Brennstoffzellen als Energiequelle für den Hauptantrieb von Schiffen durch. Mit dem Projekt soll beantwortet werden, ob die Bereitstellung von Brennstoffzellentechnologie in der für den Antrieb von Handels- und Passagierschiffen benötigten Größenordnung möglich ist.

Die Prüfmethode, die im Labor von SINTEF Ocean in Trondheim entwickelt werden soll, wird mit zwei 30-kW-Brennstoffzellen den Betrieb und die Steuerung eines kompletten Bordstromnetzes in einem Megawatt-Antrieb nachstellen. Die eigene Software von ABB wird – gemeinsam mit den Schiffssimulatoren von SINTEF Oceans – verschiedene Lastprofile und Kombinationen von Diesel/Batterie/Brennstoffzellen nachahmen und wiedergeben. Die Tests werden in einer verkleinerten Laborumgebung erfolgen.

Bei den Versuchen werden mehr als nur die technischen Einzelheiten der Vergrößerung und Optimierung von Brennstoffzellen-/Batteriekombinationen untersucht. „SINTEF kümmert sich um die Wasserstoffversorgung und Infrastruktur, während ein Prüflabor ABB und SINTEF Ocean die Chance gibt, seine innerbetrieblichen Kompetenzen für die Integration, Steuerung und Sicherheit von Brennstoffzellentechnologien in Schifffahrtsanwendungen auszubauen“, meinte Anders Valland, Forschungsleiter für maritime Energiesysteme bei SINTEF Ocean.

Jostein Bogen, Produktleiter für Energiespeicherung und Brennstoffzellen bei ABB Marine & Ports, fügte hinzu: „Die Brennstoffzellentechnologien entwickeln sich rasch weiter. Diese Versuche sollen eine Grundlage bilden, auf der Brennstoffzellentechnologien aufbauen und im maritimen Sektor eine Position einnehmen können, die mit fossilen Brennstoffen in den Wettbewerb treten kann. Unbekannte Größen zu finden und in einer kontrollierten Umgebung mit ihnen umzugehen anstatt Überraschungen an Bord zu riskieren, wird im Mittelpunkt dieser Versuche stehen.“

Ein weiteres wichtiges Ziel wird es sein herauszufinden, wie die Steuerung von Brennstoffzellenanlagen in Verbindung mit Energiespeicherung verbessert werden kann und wie die Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Brennstoffzellen-Stacks optimiert werden können. „Wir werden abschließende und praktische Lösungen suchen, mit denen Brennstoffzellentechnologien für Hauptantriebe entwickelt werden können“, erklärte Kristoffer Dønnestad, FuE-Ingenieur bei ABB Marine & Ports. „Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden nicht nur Brennstofffluss und Brennstoffhandhabung stehen, sondern auch die Frage, wie die Bunker-Infrastruktur eines Wasserstoffschiffs aussehen könnte.

- November 2018

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