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Projekt FLAGSHIPS setzt zwei mit Wasserstoff betriebene Schiffe ein

Das europäische Innovationsprojekt FLAGSHIPS wird von der EU mit 5 Mio. € gefördert, wodurch der Einsatz von zwei kommerziell betriebenen emissionsfreien Wasserstoff-Brennstoffzellenschiffen in Frankreich und Norwegen unterstützt wird. Das Projekt begann am 1. Januar 2019, und die Schiffe werden 2021 in Betrieb genommen.



Das Projekt FLAGSHIPS trägt zum Bau zwei neuer Schiffe bei, eines in Lyon (Frankreich) und eines in Stavanger (Norwegen). In Lyon wird ein von der Compagnie Fluvial de Transport (CFT) betriebenes Wasserstoff-Schubboot als Versorgungsfahrzeug auf der Rhône dienen. In Stavanger soll Wasserstoff als Treibstoff für eine Personen- und Autofähre genutzt werden, die von Norled als Teil des öffentlichen Nahverkehrsnetzes betrieben wird.



Die Mittel für das Projekt FLAGSHIPS stammen aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm der EU Horizont 2020 im Rahmen des Gemeinsamen Unternehmens „Brennstoffzellen und Wasserstoff“ (FCH JU). Bedeutende zusätzliche Investitionen in den Bau der Schiffe werden von CFT und Norled sowie den Konsortialpartnern, zu denen ABB, LMG Marin, Ballard Europe, PersEE, VTT und NCE Maritime CleanTech gehören, getätigt.



„Sowohl die EU als auch die Schifffahrtsindustrie sehen Wasserstoff als einen Schlüsselfaktor bei den Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels. FLAGSHIPS zielt darauf ab, die Einsatzbereitschaft des wasserstoffbetriebenen Transports auf Wasserwegen weltweit auf ein neues Niveau anzuheben“, sagte der leitende Wissenschaftler und Projektleiter Antti Pohjoranta vom VTT Technical Research Centre of Finland, der das Projekt koordinieren wird.



Hauptziel des Projekts ist es, dass beide Schiffe mit Wasserstoff betrieben werden, der mit erneuerbaren Energien gewonnen wird. Das ermöglicht nicht nur den emissionsfreien Betrieb der Schiffe, sondern schafft auch die Grundlage für den weiteren lokalen emissionsfreien Transporteinsatz auf See und an Land.



Im Rahmen des Projekts wird außerdem die Möglichkeit geprüft, auf einer der Fähren, die für die Finnøy-Route nordöstlich von Stavanger gebaut werden sollen, Biodiesel durch Wasserstoff zu ersetzen. Die Route bedient mehrere Inseln mit kurzen Zwischenstopps und mehreren Haltestellen, was es schwierig macht, die für akkubetriebene Schiffe erforderliche Aufladung an Land zu realisieren. Norled beabsichtigt, die vom Unternehmen entwickelte Wasserstofftechnologie in mehreren weiteren laufenden Wasserstoff-Projekten einzusetzen, wie dem Bau des weltweit ersten mit Flüssigwasserstoff betriebenen Schiffs für die Anbindung von Hjelmeland in Westnorwegen.



Darüber hinaus werden im Zuge des Projekts europäische Unterstützungsnetze aufgebaut, die Wasserstoff-Kraftstofflieferketten, Schiffskonstruktions- und Produktionskompetenznetze sowie ein breites regulatorisches Fachwissen umfassen.



„FLAGSHIPS ist ein Schlüsselprojekt, mit dem die überlegenen Eigenschaften von Wasserstoff-Brennstoffzellen im maritimen Sektor demonstriert werden, vor allem die Senkung von CO2- und Schadstoffemissionen sowie des Geräuschpegels“, sagte Bart Biebuyck, Geschäftsführer der FCH JU. „Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit relevanten Organisationen wie CESNI, IMO und Zertifizierungsstellen, um die Einführung von Wasserstoff in der Schifffahrt, sowohl für den Binnen- und Küstenbetrieb als auch für den Güter- und Personenverkehr, zu beschleunigen.“

- May 2019

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