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Einhundert Jahre alter Großsegler soll mit hybrid-elektrischem Antriebssystem nachgerüstet werden

Rolls-Royce hat die Installation eines Hybridantriebssystems an Bord des 104 Jahre alten norwegischen Segelschulschiffs Statsraad Lehmkuhl bekanntgegeben, während das norwegische Staatsunternehmen Enova mehr als 520.000 US$ an finanzieller Unterstützung zur Ausrüstung des historischen Rahseglers mit Bord-Batteriekapazitäten bereitstellen wird.

Das Schiff wird außerdem darauf vorbereitet, an Land Strom zum Aufladen der Batterien zu erhalten, damit die Häfen, die das Schiff besucht, nicht mit Emissionen belastet werden. Dazu gehört auch der Heimathafen Bergen in Norwegen. Das Schiff befindet sich derzeit in Bergen im Trockendock, in dem ein spezieller Batterieraum gebaut wird. Aufgrund des Fahrplans des Schiffs kann das Projekt frühestens im November 2018 abgeschlossen werden.

Haakon Vatle, Exekutivdirektor der Statsraad Lehmkuhl Foundation, meint dazu: „Die Statsraad Lehmkuhl ist bereits seit über einem Jahrhundert relativ umweltfreundlich. Schließlich wird sie fast das ganze Jahr über ausschließlich von Windenergie angetrieben. Wir werden nun dafür sorgen, dass sie in den nächsten 100 Jahren noch umweltfreundlicher ist. Wir hoffen, dass das Schiff anderen Segelschiffen und Schiffen jeder Art als Vorbild dienen wird.“

Das Schiff nutzt derzeit Dieselgeneratoren zur Stromversorgung aller Bordsysteme und bei Bedarf für den Antrieb. Nach seiner Installation wird das Batteriesystem in beiden Bereichen assistieren und somit die Anzahl der Generatoren, die in Betrieb bleiben müssen, reduzieren. Das Batteriesystem wird zudem dafür sorgen, dass der Wind in den Segeln des Schiffs genutzt werden kann.

Laut Andreas Seth, Senior Vice President Elektro, Automatisierung und Steuerung bei Rolls-Royce, kann der Schiffspropeller des Schiffs auch zur Stromerzeugung genutzt werden, vergleichbar mit einer Windturbine. Er erklärt: „Die Menge des erzeugten Stroms wird von der Schiffsgeschwindigkeit abhängen, aber mit unseren Systemen kann die Energie in Batterien zur Verwendung als umweltfreundliche Antriebskraft oder für tagtägliche Abläufe an Bord wie Heizen oder Kochen gespeichert werden.“

Enova, das die Umwandlung Norwegens in eine Gesellschaft mit niedrigen Emissionen unterstützt, sieht die Statsraad Lehmkuhl als wichtiges Vorzeigeprojekt für diese neue Technologie an. „Die Statsraad Lehmkuhl spielt eine wichtige Rolle bei der Ausbildung von Kadetten der norwegischen Marineakademie und der Weiterbildung von Auszubildenden und Lehrlingen, die eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Matrosen und Schiffsbauingenieur absolvieren“, erklärte Nils Kristian Nakstad, Geschäftsführer von Enova. „Bald wird das Schiff der nächsten Generation von Seefahrern frühe Erfahrungen mit dieser neuen Technologie ermöglichen. Es wird den Aufbau von Wissen über und eine positive Einstellung gegenüber Batterielösungen unterstützen, die ihnen später in ihrer Karriere zugute kommen werden.“

- March 2018

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