Electric & Hybrid Marine World Expo 2016
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Branchen-News


April 2017


Ende der Nominierungsfrist: Electric & Hybrid Marine Awards 2017

Image Coming Soon - 1Das Ende der Nominierungsfrist für die diesjährigen Electric & Hybrid Marine Awards, die im Rahmen der vom 6. bis 8. Juni in Amsterdam (Niederlande) stattfindenden Electric & Hybrid Marine World Expo vergeben werden, steht vor der Tür.

Da der 10. April, das Ende der Nominierungsfrist, immer näher rückt, ist dies Ihre letzte Chance, Ihre Technologien, Produkte und Dienstleistungen in den folgenden Kategorien zu nominieren:

  • Lieferant des Jahres
  • Innovation des Jahres
  • Chefingenieur des Jahres
  • Antriebssystem-Hersteller des Jahres
  • Elektro- und Hybridantriebssystem des Jahres

Bitte beachten Sie, dass alle nominierten Elektro- und Hybrid-Antriebssysteme und Innovationen zwischen dem 1. Juni 2016 und dem 30. Mai 2017 bekannt gemacht, fertiggestellt oder in Betrieb genommen worden sein müssen. Ebenso müssen alle Nominierten in der Kategorie Chefingenieur des Jahres an einem Projekt beteiligt gewesen sein, das in diesem Zeitraum abgeschlossen wurde.

Um Ihre Nominierungen einzureichen, klicken Sie bitte hier und füllen Sie das Formular spätestens bis zum 10. April 2017 um 12:00 Uhr GMT aus. Alle Nominierungen, welche die oben genannten Kriterien erfüllen, werden für die Nominierung in Betracht gezogen, wobei wir jedoch keine Nominierung garantieren können.



CSSC und Wärtsilä gehen neues Joint Venture im Bereich Elektrik und Automatisierung ein

Image Coming Soon - 1Der Technologiekonzern Wärtsilä und die China State Shipbuilding Corporation (CSSC) haben eine neue Joint-Venture-Vereinbarung unterzeichnet. Das neue Joint Venture wird unter dem Namen CSSC Wärtsilä Electrical & Automation (CWE&A) firmieren und sein Hauptaugenmerk auf den wachsenden chinesischen E&A-Markt (Elektrik und Automatisierung) richten, insbesondere im Bereich von Hightech-Schiffsanwendungen. Es soll vor Mitte 2017 voll betriebsfähig sein.

CWE&A wird Kunden in China mit Wärtsilä-Anlagen und -Geräten im Bereich Schiffselektrik und -automatisierung beliefern. Der Betriebszweck umfasst Projektentwicklung, Projektmanagement, Inbetriebnahme und Versorgungsmanagement von Automatisierungs-, Navigations- und Kommunikationssystemen, dynamische Positionierungssysteme, elektrische Antriebssysteme, Energieverteilungssysteme, Entertainment-Systeme, architektonische Beleuchtung, Sicherheits- und Schutzsysteme und die vollumfängliche Systemintegration.

„Schiffe werden zunehmend komplexer, so dass E&A-Systeme immer wichtiger werden. Da die Digitalisierung in der Schiffsindustrie Fuß fasst, wird CWE&A gut positioniert sein, die Bedürfnisse der Kunden auf diesem Gebiet zu erfüllen“, erklärte Jaakko Eskola, CEO von Wärtsilä.



ESS von Corvus Energy wird Emissionen neuer Polar-Kreuzfahrtschiffe senken

Image Coming Soon - 1Corvus Energy wurde als Lieferant des Energiespeichersystems (ESS) auf Lithium-Ionen-Basis für zwei neue Polar-Kreuzfahrtschiffe ausgewählt, die für einen europäischen Expeditionskreuzfahrtbetreiber gebaut werden.

Corvus wird sein Orca Energy ESS liefern, das die Schiffe mit zusätzlicher Energie versorgt und dadurch die Leistung steigert und die Betriebskosten sowie die Emissionen senkt. Die beiden neuen hochmodernen Schiffe werden speziell für Polarexpeditionsreisen in der Arktis, der Antarktis und entlang der norwegischen Küste konzipiert und ausgestattet.

Jedes Polarexpeditionsschiff verfügt über eine Kapazität für ein Orca Energy ESS mit 6MWh, das zusätzliche Leistung bereitstellt. Dadurch sinken laut Corvus nicht nur die Kosten für Kraftstoff und Betrieb, sondern das Schiff arbeitet auch weit umweltverträglicher. Darüber hinaus werden die Schiffe allein im ESS-Akkubetrieb lautlos unberührte Gegenden befahren können.

„Die Auswahl des Orca ESS für diese beiden großen, technisch fortschrittlichen Expeditionskreuzfahrtschiffe ist ein weiterer Beweis unserer branchenführenden Innovationen in den Bereichen Sicherheit, Leistung und Zuverlässigkeit“, erläuterte Halvard Hauso, Senior Vice President Geschäftsentwicklung von Corvus Energy. „Corvus ist stolz darauf, dass das Orca ESS bei der Konstruktion dieser Schiffe ein integraler Bestandteil der Kundenziele war, diese Schiffe mit der weltweit innovativsten Technologie auszustatten. Orcas Fortschritte in Sachen Sicherheit und Leistung überzeugen nicht nur diesen Kunden, sondern auch Schiffsbauer und Integratoren rund um den Globus.“



Transfluid präsentiert auf der World Expo neues Z-Antriebssystem

Image Coming Soon - 1Nachhaltigkeit und Lautlosigkeit sind zwei der wesentlichen Triebkräfte hinter der aktuellen Flut an elektrischen und hybriden Antriebstechniken. Das italienische Unternehmen Transfluid hat es sich zum Ziel gesetzt, mit seinem neuen Z-Antriebssystem eine Spitzenposition bei umweltfreundlichen Schiffsantriebssystemen einzunehmen. Das System ist optimal für Schiffe bis zu 10 m Länge geeignet. Die Montage ist einfach und umweltfreundlich, ein lautloser Antrieb ist garantiert.

Darüber hinaus stellt das Unternehmen auf der World Expo sein Hybridsystem aus, mit dem bereits 13 einmotorige und fünf zweimotorige Schiffe in zahlreichen europäischen Ländern ausgestattet wurden. Die Anwendungen umfassen dieselelektrische Jachten, Fähren, Schlepper, Fischereifahrzeuge und Wassertaxis.



China entwickelt erstes vollelektrisches Kriegsschiff

Die China Shipbuilding Trading Company hat ein Modell seines ersten elektrisch angetriebenen Trimaran-Kriegsschiffs enthüllt. Das Schiff, dessen Bau für 2017 oder 2018 geplant ist, wird für die Marine der Volksbefreiungsarmee entwickelt. Das chinesische Kriegsschiff wird ein integriertes elektrisches Antriebssystem (IEPS) nutzen, das drei Wasserstrahlantriebe mit Energie versorgt. Die Fregatte wird eine Höchstgeschwindigkeit von 30 bis 35 Knoten erreichen und im Süd- und Ostchinesischen Meer eingesetzt werden.



Zweites Dual-Fuel/Hybridschiff an Seaspan Ferries ausgeliefert

Image Coming Soon - 1Seaspan Ferries hat die Ankunft der Seaspan Reliant bekannt gegeben, die zweite von zwei neuen Dual-Fuel/Hybrid-Fähren (Diesel, LNG und Akku) der Flotte. Das neue Schiff, das derzeit im Tilbury Terminal des Unternehmens im kanadischen Delta (British Columbia) liegt, traf nach Verlassen der Sedef-Werft in Istanbul (Türkei) und einer anschließenden achtwöchigen Reise von insgesamt 10.661 nautischen Meilen ein.

„Die Ankunft der Seaspan Reliant stellt einen stolzen Meilenstein in der Geschichte von Seaspan Ferries dar“, bemerkte Steve Roth, President von Seaspan Ferries. „Mit der Erweiterung unserer Flotte um ein zweites, technisch fortschrittliches LNG-angetriebenes Schiff erfüllen wir die von uns eingegangene Verpflichtung gegenüber unseren Kunden mit Tiefladern sowie gegenüber den Gewässern, in denen wir tätig sind. Genau wie die Seaspan Swift wird die Seaspan Reliant unsere Treibhausgasemissionen im Vergleich zu anderen aktuellen Alternativen drastisch senken und gleichzeitig ein Höchstmaß an Effizienz, Leistung und Zuverlässigkeit bieten.“

Die 148,9 Meter lange Fähre, die bis zu 59 53-Fuß-Anhänger aufnehmen kann, durchläuft im März eine Reihe von behördlichen Inspektionen und Crew-Schulungen, bevor sie im April den Betrieb aufnimmt. Die Seaspan Reliant ist neben ihrem Schwesterschiff Seaspan Swift – die im Dezember 2016 eintraf und im Januar 2017 den Betrieb aufnahm – das erste Schiff, das seit 2002 zur Flotte von Seaspan Ferries hinzugefügt wurde.



Norwegische Schifffahrtsbehörde befürwortet Entwicklung von Wasserstoff als Schiffskraftstoff

Die staatliche Norwegische Schifffahrtsbehörde (NMA) hat ihr Interesse an der Verwendung von Wasserstoff als alternative Kraftstoffquelle für den Schifffahrtsbetrieb bekundet. Die NMA möchte außerdem Partnerschaften mit Unternehmen innerhalb der Branche eingehen, um diese neue Technologie zu entwickeln.

Kolbjørn Berge, leitender Sachverständiger der NMA, erklärte: „Unserer Ansicht nach ist die Verwendung von Wasserstoff als Schiffskraftstoff absolut erreichbar, sofern der Prozess angemessen organisiert wird. Die Rechtsvorschriften verhindern die Entwicklung nicht, sondern erlauben vielmehr neue und innovative Denkweisen über die Konzeption und Entwicklung von Technologien.

Wichtig ist dabei, dass das Gesamtsicherheitsniveau ebenso hoch wie das herkömmlicher, mit Mineralöl angetriebener Maschinen ist. Daher werden Risiko- und Explosionsgefahranalysen vorausgesetzt, um den sicheren Einsatz zu gewährleisten.“

Auch die norwegische Straßenverwaltungsbehörde will Unternehmen, Schiffswerften und Technologieumgebungen auffordern, eine mit Wasserstoff betriebene Fähre zu bauen. Das vorgeschlagene Projekt soll eine emissionsfreie Technologie für Routen ermöglichen, die für den elektrischen Betrieb ungeeignet sind.

Im Januar hatte die Behörde ihre Beteiligung am Innovationsprojekt HYBRIDShips bekannt gegeben, das von Fiskerstrand Holding angestoßen worden war. Das Projekt will die weltweit erste mit Wasserstoff betriebene Fähre entwickeln und den Genehmigungsprozess des NMA zur Nutzung von Wasserstoff als Schiffskraftstoff voranbringen.



NG3 stellt automatisches Festmachersystem vor

Image Coming Soon - 1NG3, ein Startup-Unternehmen, das sich die Verbesserung der Energieeffizienz und der Ökobilanz der Schifffahrts- und Hafenindustrie zum Ziel gesetzt hat, hat das System SMART (Self Mooring and Release Technology), ein automatisches Festmachersystem, auf den Markt gebracht.

Diese Lösung erlaubt es, eine Festmacherleine in nur wenigen Sekunden an einem Schiff zu fixieren bzw. zu lösen. Technisches Hauptmerkmal ist ein selbstsichernder Haken, der bei Annäherung eines Schiffes an den Anleger in eine dafür vorgesehene, schiffseitige Vorrichtung einhakt, während ein Videotrackingsystem automatisch die Position des Schiffs überwacht.

SMART wurde spezifisch für kurze Fährschiffe ausgelegt, auf denen eine einzelne SMART-Einheit mittschiffs vorgesehen wird. Für größere Schiffe kann die notwendige Festmachkapazität durch den Einsatz mehrerer SMART-Systeme erreicht werden. Laut NG3 kann diese Lösung ein Schiff sogar während kurzer Stopps am Kai halten, so dass das Hauptantriebssystem des Schiffs nicht genutzt werden muss, wodurch Emissionen und Kraftstoffverbrauch gesenkt werden.

Bestehende Schiffe und Terminals können mit dem System nachgerüstet werden, das zudem eine Senkung des Energieverbrauchs ermöglicht und die zur Aufladung der Akkus über die Landstromversorgung verfügbare Zeit verlängert.



Cavotec gibt neuen CEO bekannt

Mikael Norin wurde zum CEO von Cavotec berufen. Er wird am 1. Mai 2017 in das Unternehmen eintreten und am 1. Juli 2017 die volle Verantwortung am Schweizer Hauptsitz in Lugano übernehmen. Der 53-jährige Norin, der bisher als Vorstandsmitglied und Unternehmensberater tätig war, wird Ottonel Popesco ersetzen, der dem Unternehmen weiterhin als nicht-geschäftsführender Direktor zur Verfügung stehen wird.

„Der Vorstand ist sehr erfreut, dass Hr. Norin diese Herausforderung und spannende Aufgabe an der Spitze von Cavotec angenommen hat. Seinen Schwerpunkt wird er darauf legen, unseren neuen Strategieplan umzusetzen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Stefan Widegren.

Norin diente zuletzt als President von Rolls-Royce Marine Services. Zuvor war er President von Recall Americas, ein Geschäftsbereich des weltweit tätigen Industriedienstleistungskonzerns Brambles mit Sitz in Sydney (Australien). Vor seiner Tätigkeit bei Recall war Norin 14 Jahre für den globalen Technikkonzern ABB in leitenden Führungsrollen in Asien und Europa tätig, bevor er von ABB zum Senior Vice President und Leiter des in Schweden ansässigen Geschäftsbereichs Antriebssysteme ernannt wurde.






Torqeedo-Antriebssystem Deep Blue Hybrid treibt erste europäische Wassertaxis elektrisch an

Image Coming Soon - 1Torqeedo hat sein Antriebssystem Deep Blue Hybrid für ein Rotterdamer Wassertaxi ausgeliefert und damit dessen erste kommerzielle Anwendung erreicht.

Die Kombination aus einem Deep-Blue-Motor mit 80 PS und zwei Generatoren, die jeweils 20 kW bereitstellen, wurde von Torqeedo an die Bedürfnisse von Watertaxi Rotterdam angepasst. Die Boote können jeweils 12 Personen aufnehmen. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h, und sie werden in der Innenstadt von Rotterdam, Europas größtem Seehafen, auf der Maas eingesetzt.

Christian Pho Duc, Senior Vice President of Sales für Torqeedo erklärte: „Wir freuen uns, dass Watertaxi Rotterdam sich für die Nutzung unseres Systems Deep Blue Hybrid zum Antrieb seiner bekannten gelben Wassertaxis entschieden hat. Unsere Zusammenarbeit war von Anfang an außergewöhnlich gut, und das neu gestaltete Boot reizt die hohe Effizienz des Hybrid-Antriebssystem komplett aus.“



ABS veröffentlicht Gutachten über Hybrid-Elektroantriebe

Im Bestreben, „Eignern und Betreibern von Marine- und Offshore-Anlagen die für eine fundierte Entscheidungsfindung im Bereich Energieerzeugung und -lagerung dringend benötigten Informationen bereitzustellen“, hat die Klassifikationsgesellschaft ABS ein Gutachten (Advisory) über Hybrid-Elektroantriebe veröffentlicht.

Angesichts der verstärkten Ausrichtung auf die Erfüllung von Umweltschutzbestimmungen und der operativen Leistung, verlagern viele Eigner und Betreiber von Marine- und Offshore-Anlagen allmählich ihre Aufmerksamkeit in Richtung elektrischer Antriebssysteme und alternativer Energiequellen.

ABS erläutert, dass bei der Entwicklung des Gutachtens ein umsichtiges Vorgehen gewählt wurde, bei dem die potenziellen Vor- und Nachteile, Herausforderungen und die Bereitschaft für primäre Hybrid-Elektroantriebe und Komponenten bewertet wurden, die am besten für Marine- und Offshore-Anwendungen geeignet sind.

Die resultierende Liste der im Gutachten behandelten Technologien umfasst Lithium-Ionen-Akkus, Superkondensatoren, Energiespeichersysteme mit Schwungrädern, Brennstoffzellen sowie Wind- und Solarenergie.

„Bei der Entwicklung des Gutachtens haben wir uns nicht nur auf die Marine- und Offshore-Branche konzentriert, sondern auch untersucht, wie andere Branchen, beispielsweise Stromversorgungsunternehmen und die Luft- und Raumfahrt, nicht-konventionelle Energie auf Produkte angewandt haben“, erklärte Howard Fireman, Chief Technology Officer von ABS. „Das Gutachten beweist unseren breitgefassten Ansatz zur Analyse von Informationen, wobei identifiziert und bewertet wurde, wie der Technologietransfer der Marine- und Offshore-Branche umfassende und praktische Werkzeuge bereitstellen kann.“

Neben anderen Projektpartnern arbeitete ABS mit Sandia National Laboratories bei der Prüfung der technischen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Durchführbarkeit des Baus der SF-BREEZE zusammen, ein emissionsfreies Hochgeschwindigkeitspassagierschiff mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb, für dessen Konzept ABS eine bedingte grundlegende Genehmigung erteilt hat.

„Unsere Arbeit mit Sandia Labs und dem Projektteam hat zu praktischen Kenntnissen geführt, die direkt in die Entwicklung des ABS-Gutachtens über Hybrid-Elektroantriebe eingeflossen sind“, so ABS.



März 2017


Nominierungen jetzt möglich: Electric & Hybrid Marine Awards 2017

Image Coming Soon - 1Im Rahmen der Electric & Hybrid Marine World Expo, die vom 6. bis 8. Juni in Amsterdam (Niederlande) stattfindet, werden erneut die Electric & Hybrid Marine Awards vergeben. Sie haben jetzt die Chance, Ihre Technologien, Produkte und Dienstleistungen zu nominieren.

Reichen Sie Ihre Nominierungen für folgende Kategorien ein:

  • Lieferant des Jahres
  • Innovation des Jahres
  • Chefingenieur des Jahres
  • Antriebssystem-Hersteller des Jahres
  • Elektro- und Hybridantriebssystem des Jahres

Bitte beachten Sie, dass alle nominierten Elektro- und Hybridantriebssysteme und -innovationen zwischen dem 1. Juni 2016 und dem 30. Mai 2017 veröffentlicht, fertiggestellt oder in Betrieb genommen worden sein müssen. Ebenso müssen alle Nominierten in der Kategorie Chefingenieur des Jahres an einem Projekt beteiligt gewesen sein, das in diesem Zeitraum abgeschlossen wurde.

Um Ihre Nominierungen einzureichen, klicken Sie bitte here und füllen Sie das Formular aus – spätestens bis zum 10. April 2017, um 24:00 Uhr GMT. Alle Nominierungen, die die oben genannten Kriterien erfüllen, werden für die Preise in Betracht gezogen. Allerdings können wir die Einreichung nicht garantieren.



Weltweit erstes elektrisch betriebenes Schiff für Fischfarmen geht in Norwegen in Betrieb

Image Coming Soon - 1Das weltweit erste akkubetriebene Arbeitsschiff für Fischfarmen wurde nun in Norwegen in Betrieb genommen. Das Elektroschiff Elfrida wird von SalMar, einem norwegischen Lachsfarmbetrieb, vor der Küste in Zentralnorwegen eingesetzt.

Siemens entwickelte den kompletten Elektroantrieb und die Steuerung und belieferte damit das norwegische Schiffbauunternehmen Ørnli Slipp. Das Schiff ist mit dem Antriebssystem BlueDrive PlusC von Siemens ausgestattet, das über ein Energiemanagementsystem, Strahlruder- und Propellersteuerungen sowie die Fernüberwachung EcoMain verfügt. Die Antriebstechnologie wurde im norwegischen Trondheim entwickelt und basiert auf Lösungen, die für Offshore-Schiffe konzipiert wurden.

Das Doppelrumpfschiff, das für den Transport von Futter und Ausrüstung, für die Reparatur oder Versetzung von Fischreusen, für die Überprüfung von Verankerungen und für die Durchführung von Inspektionen eingesetzt wird, ist etwa 14 m lang und 8 m breit. Es benötigt etwa 50 Minuten für seine tägliche Tour auf der Strecke von seinem Heimathafen auf der Insel Frøya bis zur Fischfarm, die sich in 12 km vor der Küste befindet. Das Antriebssystem BlueDrive PlusC ermöglicht einen 100%igen Akkubetrieb während eines normalen Arbeitstages von etwa acht Stunden.

Siemens zufolge könnte die Fischereiflotte von SalMar, die derzeit pro Jahr 400 Millionen Liter Diesel verbraucht, durch die Umstellung auf Elektroantrieb ihren Treibstoffverbrauch um 80 % senken. Damit würde das Unternehmen zum Ziel der norwegischen Regierung beitragen, den CO2-Ausstoß um 40 % zu senken.



All American Marine plant Bau einer hybridelektrischen Fähre für „Red and White Fleet“

Image Coming Soon - 1All American Marine (AAM) hat einen Vertrag über den Bau eines neuen mit Akkus ausgestatteten hybridelektrischen Passagierschiffs unterzeichnet, das an das Schifffahrtsunternehmen „Red and White Fleet“ in San Francisco (Kalifornien/USA), ausgeliefert werden soll. Der Auftrag für den neuen Einrümpfer aus Aluminium, der 600 Passagiere fasst, wurde anlässlich der Maritrends Conference der Passenger Vessel Association unterzeichnet. Auf der Veranstaltung wurde auch bekanntgegeben, dass das Schiff gegen Ende Frühjahr 2018 an „Red and White Fleet“ ausgeliefert werden soll.

Das neue Schiff, das auf den Namen Enhydra getauft werden wird, ist das erste Fahrzeug mit Aluminiumrumpf, das mit einem hybridelektrischen Antrieb mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet ist und vom Kiel aufwärts gemäß den Vorschriften der US-amerikanischen Küstenwache für Passagierschiffe (US Coast Guard Subchapter-K) und den neuesten Richtlinien zum baulichen Brandschutz gefertigt werden soll.

AAM kooperiert bei der Konstruktion und der Integration des kompletten akkubasierten hybridelektrischen Systems mit dem Unternehmen BAE Systems. BAE Systems wird das Antriebssystem HybriDrive zum Projekt beitragen, das aus einem Generator, einer Steuerung und einem mit Wechselstrom betriebenen Fahrmotor besteht. Der Generator wird an einem Dieselaggregat vom Typ Cummins QSL9 410 mit variabler Drehzahl gekuppelt. Wie AAM mitteilt, ermöglicht der Motorgenerator den dieselelektrischen Betrieb des wechselstrombetriebenen Fahrmotors, der direkt mit der Antriebswelle verbunden ist. AAM zufolge liegt bei dieser Konfiguration das Drehmoment sofort am Propeller an, und die Drehzahl kann ohne Einsatz eines Untersetzungsgetriebes genau gesteuert werden.

Das Hybridsystem wird auch auf die Stromversorgung von zwei Lithium-Ionen-Akkumodulen mit jeweils 80 kWh zurückgreifen. Die Akkumodule werden von Corvus Energy geliefert und sind Teil seiner Produktreihe Orca Energy. Das System BAE HybriDrive kann bei niedrigen Drehzahlen automatisch im vollelektrischen Akkubetrieb arbeiten, aber auch wenn das Schiff in den und aus dem Hafen manövriert wird. Bei höheren Drehzahlen wird der Generator automatisch zugeschaltet und liefert den zusätzlichen Strombedarf für den Fahrmotor.

Joe Burgard, Vice President Operations von Red and White Fleet, sagte: „Für uns ist die Antriebskonfiguration der Enhydra die erste Phase unserer Entwicklung hin zu einer vollständigen Elektrifizierung unserer Flotte. Bald gibt es Neues zur zweiten Phase.“



Rolls-Royce erhält Zuschlag für Antriebsprojekt für neues OPC-Schiff der US-Küstenwache

Image Coming Soon - 1Rolls-Royce wird für eine neue Flotte an Offshore-Patrouillenschiffen der US-Küstenwache – US Coast Guard Offshore Patrol Cutters (USCG OPC) – eine umfassende Auswahl an Systemen liefern, darunter auch MTU-Schiffsaggregate. Die Eastern Shipbuilding Group (ESG) wählte die Systeme von Rolls-Royce für die ersten neun Schiffe der OPC-Flotte der USCG. Für zwei weitere besteht eine Option.

Rolls-Royce wird die OPC-Flotte der USCG auch mit Verstellpropellern (CPP), Propellerwellen und Promas-Ruder ausstatten, die nach Angaben des Unternehmens einen effizienteren Antrieb und eine bessere Manövrierbarkeit bieten. Das Unternehmen gibt zudem an, dass die Promas-Ruder in Verbindung mit wasserlöslichem PAG-Schmierstoff auf Basis von Polyalkenglykolen, das beim CPP-System eingesetzt wird, eine effiziente und umweltfreundliche Antriebslösung bietet. Rolls-Royce wird auch die Bugstrahlruder, die Ruderanlage, die Flossenstabilisatoren und die MTU-Schiffsaggregate liefern.

Vier MTU-Aggregate mit 12 Zylindern der Baureihe 4000 (1000 kW), die den Tier-3-Auflagen der US-amerikanischen Umweltbehörde (EPA) entsprechen, werden den elektrischen Strom und zusätzliche Antriebsleistung für die Schiffe liefern. Die Aggregate wurden vom American Bureau of Shipping (ABS) gemäß den NVR-Vorschriften (Naval Vessel Rules) zertifiziert.

Mike Rizzo, Programmleiter für staatliche Marineschiffe bei MTU America, sagte: „Die Wahl der MTU-Aggregate für die OPC-Flotte der USCG ist ein weiterer Meilenstein in unserer langjährigen Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Militär. Militärschiffe befinden sich über lange Zeit auf hoher See und haben oftmals mit extremen Bedingungen zu kämpfen. Unsere moderne Technologie, außergewöhnliche Zuverlässigkeit und ein nachgewiesen niedriger Verbrauch sind entscheidende Faktoren für die USCG. Wir werden uns nach Kräften für die erfolgreiche Umsetzung des OPC-Programms einsetzen.“

Diese neuen Schiffe ersetzen die MEC-Flotte (Medium Endurance Cutters) der USCG und schließen die Kapazitätslücke zwischen der NSC-Flotte (National Security Cutter), die mit Verstellpropellern und Strahlrudern von Rolls-Royce ausgestattet sind, sowie der schnell einsatzbereiten FRC-Flotte (Fast Response Cutter), deren Schiffe in größerer Nähe zur Küste eingesetzt werden.

Die neuen Offshore-Patrouillenschiffe werden in der ESG-Werft in Panama City (Florida/USA) gefertigt. Der Bau der Schiffe beginnt 2018 und die Auslieferung des ersten Schiffes wird voraussichtlich 2021 erfolgen. Die USCG plant den Bau von insgesamt 25 OPC-Schiffen.



Norwegian Electric Systems und Havyard Ship Technology unterzeichnen Vertrag über Antriebssystem

Image Coming Soon - 1Norwegian Electric Systems (NES) gab einen neuen Vertrag mit Havyard Ship Technology über die Lieferung elektrischer Antriebssysteme für drei neue dieselelektrische Fähren bekannt. Diese wurden von Multi Maritime konstruiert und befinden sich in Besitz des norwegischen Fährunternehmens Fjord1.

Zwei der Fähren werden auf der Strecke zwischen Brekstad und Valset eingesetzt, während eine Fähre zwischen Sandvikvåg und Husavik verkehren wird. Die elektrisch betriebene Komponente der Antriebssysteme jeden Schiffs umfasst Lithium-Ionen-Akkus, deren Sicherheit durch Odin's Eye gewährleistet ist, eine neue, von NES entwickelte Lösung für das Gleichstromnetz. Odin's Eye eignet sich für alle Schiffe, die einen dieselelektrischen Antrieb benötigen, und ermöglicht die Aufrüstung von Schiffen, beispielsweise durch größere Akkukapazität und höhere Ladeleistung vom Netz am Land.

„Wir haben während des gesamten Prozesses sehr guten und engen Kontakt mit Fjord1, Havyard und Multi Maritime gehabt“, so Stein Ruben Larsen, VP Vertrieb bei NES. „Teamwork war ein entscheidender Faktor, um diesen Zuschlag zu bekommen. Dies zeigt wieder einmal, dass NES über das technische Wissen verfügt, um das Vertrauen unserer Kunden in unsere Kompetenzen zu gewinnen und zu stärken.“

Das komplette integrierte elektronische Antriebssystem umfasst das Energiespeichersystem Quest von NES, Gleichstromschalttafeln, Generatoren, Transformatoren, Schalttafeln für 230-V-Wechselstrom, verlustarme DC-/AC- und AC-/DC-Wandler vom Typ Quadro Drive sowie Odin's Eye. Das Unternehmen übernimmt das Projektmanagement sowie die Berechnungen und die Konstruktion, die Inbetriebnahme und die Testfahrten zu Wasser.



Hurtigruten beginnt mit Bau des ersten hybriden Expeditionsschiffs

Image Coming Soon - 1Hurtigruten hat in der Kleven Verft an der norwegischen Westküste offiziell mit dem Bau der MS Roald Amundsen begonnen – dem weltweit ersten Kreuzfahrtschiff für Expeditionen, das mit Hybridakkutechnologie betrieben wird.

Die Stahlabschnitte, die den offiziellen Start des Baus markieren, bilden einen der Hauptmaschinenräume – in denen die Hybridantriebe des Schiffs untergebracht werden. Hurtigruten zufolge wird die Technologie – in Verbindung mit der Konstruktion des Rumpfs und dem effektiven Einsatz von Elektrizität an Bord – den Treibstoffverbrauch und den Ausstoß der CO2-Emissionen voraussichtlich um 20 % reduzieren. Das entspricht mehr als 3000 Tonnen CO2 jährlich, etwa dieselbe Menge, die 5540 neue Pkw pro Jahr ausstoßen.

Die Hybridlösung wurde von Rolls-Royce entwickelt. Darüber hinaus spielte Bellona, eine gemeinnützige Organisation, die sich für den Klimaschutz und Maßnahmen gegen den Klimawandel einsetzt, bei diesem Projekt eine zentrale Rolle. Die MS Roald Amundsen wird voraussichtlich 2018 in Betrieb gehen. Für ihre erste Saison ist eine Expeditionsreise in die Antarktis und in die chilenischen Fjorde geplant.



Scandlines setzt auf der Route Rostock-Gedser zwei Hybridfähren ein

Image Coming Soon - 1Die M/V Berlin und die M/V Copenhagen, zwei neue von Scandlines betriebene hybride Passagier- und Fahrzeugfähren, wurden auf der Route Rostock-Gedser zwischen Deutschland und Dänemark in Betrieb genommen. Sie ersetzen zwei Fähren über den Großen Belt, die den Kapazitätsanforderungen nicht mehr gewachsen waren.

Beide Schiffe, die in der dänischen Werft Fayard gebaut wurden, sind mit einer Kombination aus dieselmechanischen und elektrischen Antriebsystemen ausgestattet und umfassen auch Lithium-Ionen-Akkumodule. Scandlines zufolge ermöglicht diese Kombination den Fähren, die entsprechende Motorleistung anzupassen und den Treibstoffverbrauch um fast ein Drittel pro befördertem Fahrzeug gegenüber den bisherigen Fähren auf der Strecke zu reduzieren. Für den Fall, dass eine der Dieselmaschinen ungewollt stehen bleibt, kann jedes der Schiffe auf eine redundante Stromversorgung zurückgreifen.

Ein Abgasreinigungssystem, ein Gaswäscher mit geschlossenem Kreislauf, wurde ebenfalls auf beiden Schiffen installiert. Die Wäscher sorgen für die Abscheidung von mindestens 90 % des Schwefels und des Feinstaubs aus den Abgasen, wobei die Schornsteine der Fähre Wasserdampf abgeben.

Mit einer Leistung von 18.000 kW bringen es die Schiffe auf eine Geschwindigkeit von bis zu 22 Knoten (41 km/h), so dass die 48,9 km lange Strecke zwischen Rostock und Gedser in 1 Stunde und 45 Minuten zurückgelegt werden kann. Mit Raum für 460 Pkw oder 96 Lkw hat sich die Kapazität auf der Route mehr als verdoppelt. Zudem erweiterte Scandlines seinen Fahrplan und bietet täglich bis zu 21 Überfahrten an.



Ulstein und Color Line unterzeichnen Vertrag über den Bau der weltweit größten Hybridfähre

Image Coming Soon - 1Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung im vergangenen Monat haben Ulstein und Color Line nun einen festen Vertrag über den Bau der weltweit größten Hybridfähre unterzeichnet.

Das 160 m lange Schiff mit dem Arbeitstitel Color Hybrid wird 2000 Passagiere und 500 Pkw fassen. Damit wird es die Kapazität auf der Route von Sandefjord nach Strömstad zwischen Norwegen und Schweden erheblich vergrößern.

„Wir freuen uns sehr, dass Color Line nach der Absichtserklärung nun einen festen Vertrag über den Bau des Schiffs mit uns abgeschlossen hat. Das ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Color Line“, sagte Gunvor Ulstein, CEO der Ulstein Group.

Das Schiff wird gemäß den Anforderungen an Schiffe unter norwegischer Flagge gebaut und im norwegischen Schiffsregister NOR registriert. Von allen Unternehmen, die am internationalen Passagier- und Frachtverkehr nach und von Norwegen beteiligt sind, ist Color Line derzeitig das einzige, dessen Schiffe im NOR registriert sind und das über den Hauptsitz in Norwegen verfügt.



Corvus Energy gibt Verfügbarkeit des Flüssigkühlsystems für das Orca ESS bekannt

Image Coming Soon - 1Corvus Energy hat die Verfügbarkeit von Orca LQ bekannt gegeben, einer flüssigkeitsgekühlten Variante des Orca ESS (Energiespeichersystems). Die neueste Option im Portfolio von Orca ESS wurde speziell für die Anforderungen extremer Einsatzbedingungen konzipiert sowie für Anwendungsfälle mit extrem hohem Leistungsbedarf.

„Aufbauend auf der unglaublichen Leistungsfähigkeit und Erschwinglichkeit von Orca Energy bieten wir jetzt auch eine flüssiggekühlte Option für Anwendungen an, bei denen die Regelung der Akkutemperatur entscheidend ist“, sagte David Lokhorst, VP of Engineering bei Corvus Energy. „Aufgrund unseres Fachwissens und unserer Erfahrung als führender Anbieter von ESS-Lösungen können wir die ESS-Lösung genau auf die Anwendung des Kunden abstimmen.“

Die Orca-ESS-Lösungen mit Flüssigkühlung basieren auf der gleichen Orca-Plattform wie die luftgekühlten Systeme. Dies umfasst auch innovative Lösungen für Sicherheit und Betrieb. Sowohl Orca Energy als auch Orca Power zeichnen sich durch patentierte Technologie aus, die auf Zellenebene eine Isolierung gegen thermische Instabilität bietet. Zudem verfügen die Systeme über ein Rack, in dem sich die Anschlüsse befinden, wodurch Kabel und manuelle Anschlüsse überflüssig werden.






Foreship ernennt Leiter für neue Technologien zum Energiesparen

Image Coming Soon - 1Das Unternehmen für Schiffskonstruktion und -technik Foreship hat Jan-Erik Räsänen, einen Energieexperten für den Bereich Schifffahrt, ab 1. März 2017 zum Leiter des Bereichs „Neue Technologie“ berufen. Räsänen wird sich von Helsinki aus darauf konzentrieren, Schiffseignern bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen zu helfen, die Foreship bereits entwickelt hat. Darüber hinaus verfügt er über Fachwissen im Bereich angewandter Digitalisierung, Hybridtechnik sowie Akku- und Brennstoffzellentechnologien für die Schifffahrt.

In seiner 20-jährigen Tätigkeit bei ABB spielte Räsänen eine führende Rolle bei der Weiterentwicklung des Energiemanagements und von softwarebasierten Entscheidungshilfen sowie bei der Einführung von Akkutechnologien bei Arbeitsschiffen. Zu seinen herausragenden Projekten zählt beispielsweise die Nachrüstung der kompletten Energie- und Antriebssysteme von zwei der weltweit größten emissionsfreien elektrischen Fähren.

„Das ist ein entscheidender Zeitpunkt für die Schifffahrt, angesichts der Auswahl an Technologien und der vielen verfügbaren Kombinationen, aber auch in Anbetracht der unterschiedlichen Meinungen, ob die Akkutechnologie am besten bei neuen Schiffen oder im Rahmen einer Nachrüstung installiert werden sollte“, sagte Räsänen. „Die Einbindung von Foreship bei Konstruktionsprojekten von Anfang an, wenn das Potenzial für echte Innovation am größten ist, bietet die beste Plattform für meine Erfahrung. Ich bin davon überzeugt, dass sich einer der großen Akteure im Bereich Kreuzfahrtschiffe noch vor Ende des Jahres für den Akkubetrieb entscheiden wird. Es ist das Ziel von Foreship, das Gesamtbild zu berücksichtigen und das Schiff mit der bestmöglichen Leistungsfähigkeit zu konstruieren. Technische Objektivität erreicht man am besten in dieser frühen Phase, bevor die Zulieferer eingebunden werden.

Eigner von Kreuzfahrtschiffen sind sich bewusst, dass sich die Akkutechnologie derzeit am Markt für Fähren bewährt, insbesondere im Pendlerverkehr“, ergänzte Räsänen. „Die Grundtechnologien, die uns heute zur Verfügung stehen, werden für die nächsten 5 bis 10 Jahre aktuell bleiben. Doch die Kosten werden wahrscheinlich über die nächsten zwei Jahre sinken. Gleichzeitig erwarte ich, dass es für Energie- und Stromanwendungen unterschiedliche chemische Zusammensetzungen bei Akkus geben wird. Das ist ein entscheidender Zeitpunkt für alternative Energiequellen in der Schifffahrt.“



February 2017


Jetzt Nominierungen einreichen: Electric & Hybrid Marine Awards 2017

Image Coming Soon - 1Im Rahmen der Electric & Hybrid Marine World Expo, die vom 6. bis 8. Juni in Amsterdam stattfindet, werden erneut die Electric & Hybrid Marine Awards vergeben. Sie haben jetzt die Chance, Ihre Technologien, Produkte und Dienstleistungen nominieren zu lassen.

Reichen Sie Ihre Nominierungen für folgende Kategorien ein:

  • Lieferant des Jahres
  • Innovation des Jahres
  • Chefingenieur des Jahres
  • Antriebssystem-Hersteller des Jahres
  • Elektro- und Hybridantriebssystem des Jahres

Bitte beachten Sie, dass alle nominierten Elektro- und Hybridantriebssysteme und -innovationen zwischen dem 1. Juni 2016 und dem 30. Mai 2017 veröffentlicht, fertiggestellt oder in Betrieb genommen worden sein müssen. Ebenso müssen alle Nominierten in der Kategorie Chefingenieur des Jahres an einem Projekt beteiligt gewesen sein, das in diesem Zeitraum abgeschlossen wurde.

Um Ihre Nominierungen einzureichen, klicken Sie bitte hier und füllen Sie das Formular aus – spätestens bis zum 10. April 2017 um 24 Uhr GMT. Alle Meldungen, die die oben genannten Kriterien erfüllen, werden für die Nominierung in Betracht gezogen, obwohl wir keine Nominierung garantieren können.



Color Line unterzeichnet Vorvertrag für das größte Hybridschiff der Welt

Image Coming Soon - 1Das norwegische Fähr- und Frachtschiffunternehmen Color Line und der Schiffsbauer Ulstein Verft haben einen Vorvertrag für den Bau des größten Plug-in-Hybridschiffs der Welt unterzeichnet.

Das derzeit Color Hybrid genannte Schiff soll von Fosen konstruiert werden. Es wird 160 m lang sein und 2000 Passagiere sowie etwa 500 Autos fassen können. Ab Sommer 2019 soll es die Route Sandefjord–Strömstad bedienen.

Das Schiff wird mit Batteriekraft in den Fjord nach Sandefjord hinein- und wieder hinausfahren, es wird also in diesem Bereich keine Treibhausgase oder Stickstoff- und Schwefelverbindungen ausstoßen.

„Die Unterzeichnung des Vorvertrags ist ein wichtiger Schritt für die Realisierung des weltgrößten Plug-in-Hybridschiffs“, sagte Trond Kleivdal, der Gruppen-Präsident von Color Line. „Es ist sehr erfreulich, dass die norwegische Schiffsbaubranche ihre Wettbewerbsfähigkeit international unter Beweis gestellt hat.“

Nach der Einrichtung von Landstromversorgungen in den Häfen von Oslo, Larvik und Kristiansand bedeutet die Installation in Sandefjord, dass alle norwegischen Häfen der Color Line über Landstromversorgungen verfügen.



Die erste Hybridfähre Asiens ist Vorbote einer saubereren Seefahrt

Image Coming Soon - 1Die taiwanesische Hafenstadt Kaohsiung setzt nun eine neue Hybridfähre ein, die die Emissionen von Treibhaus- und Dieselabgasen für den Personenschiffsverkehr in der Region drosseln soll.

Kaohsiung hat vor Kurzem die Passagierfähre zur Insel Qijin wieder in Betrieb genommen. Sie wurde mit einem elektrischen Schiffsantriebssystem von Visedo nachgerüstet, das den ursprünglichen Dieselmotor ersetzt. Sie ist der Vorbote der ersten hybrid-elektrischen Fähre Asiens. Bei Erfolg plant die Stadtregierung von Kaohsiung, auch den Rest ihrer Dieselflotte umzurüsten, um die Umweltverschmutzung im Bereich des größten taiwanesischen Hafens zu verringern.

Visedo ist ein finnischer Hersteller elektrischer Antriebsstränge für Schiffe und hat zusammen mit dem taiwanesischen Ship and Ocean Industries R&D Center (SOIC) diese Nachrüstung durchgeführt.

Die neue E-Fähre Ferry Happiness von Kaohsiung halbiert den täglichen Kraftstoffverbrauch. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von neun Knoten transportiert sie täglich 15.000 Passagiere zur Insel Qijin, einem beliebten Touristenziel in Taiwan.

Die Fähre legt alle 15 Minuten ab und hilft bei der Beförderung von acht Millionen Passagieren, die pro Jahr die 650 m lange Route zurücklegen. Schätzungen zufolge spart dieser Elektroantrieb jedes Jahr mehr als 25.000 Liter Kraftstoff ein.

Visedo hat das 23 m lange 100-Tonnen-Schiff mit einem Elektrosystem nachgerüstet, das den ursprünglichen 300-PS-Dieselmotor ersetzt. Der Antriebsstrang ist darauf ausgelegt, in der Hälfte der Betriebszeit der Fähre einen rein elektrischen Antrieb zu gewährleisten. Bei einer schnellen Aufladung an Land kann dieser Prozentsatz noch höher ausfallen.

Kimmo Rauma, Visedo-Geschäftsführer, sagte dazu: „Angesichts der Geographie sind Fähren in Ost- und Südostasien ein sehr wichtiges öffentliches Verkehrsmittel, aber sie sind pro zurückgelegtem Kilometer auch das energieintensivste. Bisher waren Dieselfähren ein schmutziger, aber notwendiger Teil des Lebens um Häfen wie Kaohsiung herum.

„Visedo hat eine kostengünstige und effiziente Alternative entwickelt. Statt auf das Ende der Nutzungsdauer eines Schiffs zu warten, können Hafenstädte den lauten, schmutzigen und teuren Dieselantrieb gegen geräuschlose elektrische Antriebsstränge tauschen, die effizienter sind, die Kraftstoffkosten halbieren können und weder Abgase noch Ölverschmutzung verursachen.“



Vard soll zwei elektrisch betriebene LNG-Fähren bauen

Image Coming Soon - 1Der Schiffsbauer Vard hat Aufträge im Wert von 73 Millionen US-Dollar für den Bau von zwei elektrisch betriebenen Auto- und Passagierfähren mit LNG-Batterie für Torghatten Nord gewonnen, ein Unternehmen für öffentliche Schiffsverkehrsmittel mit 47 Expressbooten und Fähren in den norwegischen Provinzen Nordland und Troms.

Die RoPax-Schiffe werden entsprechend dem Design Multi Maritime MM 125FD von Vard gebaut und bieten Platz für bis zu 180 Autos sowie 550 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Vard soll die Fähren im dritten bzw. vierten Quartal 2018 liefern. Sie werden zwischen Halhjem und Sandvikvåg verkehren, wo Torghatten Nord einen Fünf-Jahres-Vertrag mit der norwegischen Regierung abgeschlossen hat.

Der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von Vard Roy Reite sagte: „Ich möchte Torghatten Nord als neuen Kunden willkommen heißen. Wir freuen uns darauf, mit seinem Team an diesem spannenden Projekt zu arbeiten, das LNG-Antrieb und Batteriesysteme vereint.“



Null-Emissionen-Boot segelt um die Welt

Image Coming Soon - 1Energy Observer ist das erste autarke Schiff, das mit emissionsfreier Energie angetrieben wird. In diesem Frühling bricht es zu einer sechsjährigen Mission auf, die für nachhaltige Energiequellen werben soll.

Das 5,25 Millionen US-Dollar teure und 30 Meter lange Schiff, ein früheres Mehrrumpfrennboot, nutzt eine Kombination aus Solarpaneelen und Windturbinen, um die Batterien für den Antrieb der Elektromotoren zu versorgen. Diese werden von einem Brennstoffzellensystem unterstützt, das Wasser in Wasserstoff umwandelt, wenn weder Sonne noch Wind für den Antrieb des Schiffs zur Verfügung stehen.

Die Energy Observer liegt derzeit in einer Werft in Saint-Malo. Sie wird von diesem Hafen in der Bretagne in See stechen und der erste ihrer 101 Haltepunkte in 50 Ländern wird Paris sein. Das Projekt wurde 2015 von den Skippern Frédéric Dahirel und Victorien Erussard konzipiert. Auch der Gerätetaucher und Filmemacher Jerome Delafosse steht hinter dem Projekt.

„Manche hielten den Bau eines autarken Schiffs für eine Utopie, aber es wird ein unglaubliches Schiff sein“, sagte Erussard. „Es ist sehr vielversprechend und zukunftsträchtig.“



Projekt für grünen Antrieb erlebt die Entwicklung einer wasserstoffbetriebenen Fähre

Die norwegische Fiskerstrand Holding hat den Bau einer energieeffizienten Fähre angekündigt, die durch eine Technologie mit Wasserstoffbrennstoffzellen angetrieben wird und ergänzend Batterieleistung nutzt.

Das Unternehmen erklärt, das die Entwicklung dieses Schiffs Teil des Projekts HybridShips ist. Mit diesem soll eine Wissensdatenbank für den Weg hin zu emissionsfreien Antriebssystemen aufgebaut werden, die längere Betriebszeiten bieten und unterschiedliche Konfigurationen von emissionsfreien Antrieben für größere Schiffstypen unterstützen.

Die Nachricht war Teil der Ankündigung des Unternehmens, dass es einer von fünf Empfängern der Subvention PILOT E in Höhe von 8,25 Millionen US-Dollar für Forschung und Entwicklung ist. Diese wurde vom norwegischen Forschungsrat Research Council, Enova und Innovation Norway bereitgestellt, um neue Technologien und Dienstleistungen für die Verringerung von Emissionen zu fördern.

Fiskerstrand hofft, dass die Fähre vor 2020 in Betrieb geht.



PowerCell erhält EU-Förderung für die Entwicklung eines Brennstoffzellensystems für die Schifffahrt

Image Coming Soon - 1Das nordische Brennstoffzellenunternehmen PowerCell Sweden hat mitgeteilt, dass es Teil eines Konsortiums ist, das EU-Fördergelder in Höhe von 3,2 Millionen US-Dollar für die Entwicklung eines Brennstoffzellensystems für die Schifffahrt erhalten hat. Dieses System soll auf seinem Brennstoffzellenstapel PowerCell S3 basieren.

Als Teil des Programms für das Gemeinschaftsunternehmen Fuel Cells and Hydrogen 2 wird PowerCell Sweden zusammen mit anderen Partnern des MARANDA-Konsortiums, zu dem ABB, OMB Saleri, PersEE, das Finnische Umweltinstitut SYKE, Swiss Hydrogen und das Technische Forschungszentrum Finnland VTT gehören, ein vollständiges und wettbewerbsfähiges Brennstoffzellensystem mit zwei Einheiten der Brennstoffzellenstapel PowerCell S3 entwickeln.

Dieses System versorgt die elektrischen Geräte des Schiffs und die dynamische Positionierung bei Messungen mit Strom Energie – und das frei von Schwingungen, Lärm und Luftverschmutzung. Es wird auf dem arktischen Forschungsschiff Aranda installiert, das vom SYKE Marine Research Centre betrieben wird, und über einen Zeitraum von 18 Monaten validiert. Das Projekt läuft über 48 Monate und beginnt am 1. März 2017.

„Wir freuen uns darauf, dieses Projekt mit den anderen Partnern im Konsortium zu starten. Eine Schiffsantriebslösung ohne Lärm und Schmutz ist wichtig für die Umwelt und diese Lösung eröffnet viele Anwendungsmöglichkeiten“, sagte Per Ekdunge, der Technik-Vorstand von PowerCell Sweden.



Immer mehr umweltfreundliche Schiffe erhalten Rabatt im Hafen von Göteborg

Image Coming Soon - 1 Der Hafen von Göteborg hat bekannt gegeben, dass im Jahr 2016 jedes dritte Schiff einen Umweltrabatt auf die Hafengebühren bekommen hat, was einen Anstieg von 83 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Insgesamt haben 75 Schiffe einen Rabatt von 10 % auf die Hafengebühren erhalten. 2015 waren es noch 41.

Der Hafen von Göteborg belohnt Schiffe, die in Sachen Umweltschutz große Leistungen erbringen. Jedes dritte Schiff, das im vergangenen Jahr den größten Hafen Skandinaviens angelaufen hat, wurde gemäß den Umweltschutzindizes der Branche als „grün“ klassifiziert.

Edvard Molitor, der Umweltmanager der Hafenbehörde von Göteborg, sagte: „Die steigende Anzahl der als grün klassifizierten Schiffe ist sehr ermutigend. Das sind auch Schiffe, die den Hafen regelmäßig anlaufen. Schwedische Schifffahrtsunternehmen stehen in allererster Reihe, wenn es um LNG-, Methanol- und hybrid-elektrische Schiffe sowie andere umweltintelligente Lösungen geht.“

Der Rabatt basiert auf zwei getrennten Umweltschutzindizes: dem Environmental Ship Index und dem Clean Shipping Index. Schiffe, die nach dem ESI mindestens 30 Punkte erreichen oder nach dem CSI als grün klassifiziert werden, erhalten einen Rabatt von 10 % auf die Hafengebühren.



Norsepower-Rotorsegel-Antrieb soll auf Hybridfähre von Viking Line installiert werden

Image Coming Soon - 1Der Hersteller von Windantriebssystemen Norsepower hat einen Vertrag mit dem finnischen Schifffahrtsunternehmen Viking Line unterzeichnet, um seine Rotorsegel-Antriebslösung auf der MS Viking Grace zu installieren, einem LNG-betriebenen Fährschiff.

Die Viking Grace verkehrt derzeit in der Inselgruppe zwischen Turku (Finnland) und Stockholm (Schweden) und ist laut Norsepower schon heute eines der umweltfreundlichsten Fährschiffe weltweit. Mit dem Rotorsegel-Antrieb wird das Schiff seine Emissionen, Kraftstoffverbrennung und Kraftstoffkosten weiter reduzieren und den CO2-Ausstoß um etwa 900 Tonnen im Jahr verringern – das entspricht 300 Tonnen LNG-Kraftstoff weniger im Jahr.

Die Vorbereitungen für die Nachrüstung laufen und der Einbau soll im zweiten Quartal 2018 stattfinden. Die Viking Grace soll mit einer mittelgroßen Norsepower-Rotorsegel-Einheit nachgerüstet werden, die 24 m hoch ist und einen Durchmesser von 4 m hat. Damit wird sie das erste Hybridschiff mit LNG-/Windenergieantrieb der Welt.

Ulf Hagström, der Leitende Vizepräsident für Schifffahrtsbetrieb und Neukonstruktionen bei Viking Line, sagte zur Technologie: „Unser Kreuzfahrtschiff ist das erste, das eine Kombination aus alternativen sauberen Kraftstoffen, modernen Rotorsegeln, einem Elektroantrieb und einem hydrodynamisch optimierten Rumpf verwendet. Wir glauben, dass die Technologie der Rotorsegel die Leistung unseres Schiffs verbessern kann, indem sie deutliche Verringerungen von Kraftstoffverbrennung und -kosten sowie Kohlendioxidemissionen ermöglicht.“



Corvus Energy gewinnt Auftrag für die Lieferung eines Energiespeichers des ersten Hybrid-Chemietankers

Image Coming Soon - 1Corvus Energy wurde als Lieferant eines Energiespeichersystems (ESS) auf Lithium-Ionen-Basis für einen neuen Hybrid-Chemietanker ausgewählt, der für Rederiet Stenersen aus Norwegen gebaut wird.

Der Chemietanker wird als erstes Schiff seiner Art ein ESS für den Antrieb nutzen. Corvus Energy wird ihre Lösung Orca Energy ESS der nächsten Generation zusammen mit der Direktantriebslösung eines Dauermagnetwellengenerators von WE Tech Solutions in den Chemietanker der IMO-Klasse II mit einem Eigengewicht von 17.500 Tonnen integrieren.

Dieses Schiff ist das erste von zweien, die Stenersen bestellt hat. Die Lieferung von WE Tech an das erste Schiff ist für das zweite Quartal 2017 geplant.

Die Nutzung der Lösung Orca ESS von Corvus Energy für die hybriden Strom- und Antriebssysteme ermöglicht den Betrieb weniger Dieselgeneratoren für bestimmte Aufgaben – das verbessert die Effizienz, verringert die Abgasemissionen und senkt den Geräuschpegel, wodurch dieses Schiff der umweltfreundlichste Chemietanker in der Flotte von Rederiet Stenersen wird.

„Diese neueste Bestellung von WE Tech Solutions zeigt die Viabilität der Energiespeicherung für die Hybridisierung von Schiffen mit längerem Rumpf“ sagte Halvard Hauso von der SVP-Geschäftsentwicklung bei Corvus Energy. „Bei einer weiteren Verbesserung der Kosten für Lithium-Ionen-Batterien werden wir immer mehr Anwendungsgebiete sehen, die über die traditionelle Basis aus Fähren und Schleppern hinausgehen.“



January 2017


Erste Hybrid-Frachtfähre mit LNG-Akku in Nordamerika ausgeliefert

Image Coming Soon - 1Der im kanadischen Vancouver ansässige Fährbetreiber Seaspan Ferries hat die erste von zwei innerhalb von 12 Monaten auszuliefernden Hybrid-Frachtfähren (6750 DWT) mit LNG-Akkus in Empfang genommen.

Die Seaspan Swift, die von Sedef Shipbuilding, in Tuzia und Istanbul in der Türkei gebaut und von Bureau Veritas klassifiziert wurde, ist die erste Hybrid-Frachtfähre mit LNG-Akku in Nordamerika. Sie verfügt über zwei Zweistoffmaschinen von Wärtsilä und ein Lithium-Ionen-Energiespeichersystem (ESS) von Corvus, das als Leistungsreserve fungiert und Antriebskraft für Manöver mit niedriger Geschwindigkeit bereitstellt.

Die zwei LNG-Diesel-Zweistoffmaschinen vom Typ 9L34DF sind an zwei Generatoren mit konstanter Drehzahl und Wärtsilä-LNGPac-Treibstoffsystemen angeschlossen. Durch die Kombination wird von den Zweistoffmaschinen, die Diesel als primäre Zündquelle und Gas als eine zweite Treibstoffquelle für die Verbrennung nutzen, eine Leistung von 9000 kW bei 750 U/min erreicht. Die Motoren können entweder ausschließlich mit Diesel oder mit einer Kombination aus Diesel und Erdgas betrieben werden.

Die Frachtfähre wird Anfang 2017 durch ein Schwesterschiff, die Seaspan Reliant, ergänzt. Laut Seaspan-CEO Jonathan Whitworth wird der Betreiber anschließend weitere drei Fähren in Auftrag geben. Die von Vard Marine entwickelten Schiffe können 59 Lkw-Anhänger transportieren – im Vergleich zu 30 bis 40 Anhängern bei den vorhandenen sieben Schiffen von Seaspan, die durchschnittlich bereits 36 Jahre im Einsatz sind.

Seaspan Ferries betreibt einen Frachtdienst zwischen Vancouver Island und dem Festland von British Columbia und befördert täglich 800 Anhänger. Das Unternehmen liefert über 50 % aller auf der Insel verbrauchten Produkte.

„Die Integration der bewährten Corvus ESS-Technologie in unsere neuen Schiffe mit LNG-Akku wird uns dabei helfen, unser Ziel einer Minimierung der Umweltauswirkungen unseres Betriebs zu erreichen und gleichzeitig den Treibstoffverbrauch und die Betriebskosten zu senken“, erklärte Whitworth. „Die Erfahrung, die führende Stellung in der Branche und die Sicherheitsbilanz von Corvus haben uns die Entscheidung leicht gemacht, die Akkusysteme des Unternehmens zu nutzen.“



MV Werften entscheidet sich bei fünf neuen Genting-Schiffen für ABB-Elektroantrieb

Image Coming Soon - 1ABB wird Elektroantriebe für eine Reihe neuer Kreuzfahrtschiffe liefern, die von MV Werften für die Marken Crystal Cruises und Star Cruises von Genting Hong Kong gebaut werden.

Die drei Mega-Luxusyachten der Endeavor-Klasse von Crystal Cruises werden der Polarklasse 6 entsprechen und Kreuzfahrten in der Arktis ermöglichen. Sie werden im Winter der Route der Wale entlang der nord- und südamerikanischen und der europäischen Küste in die Antarktis folgen. Die beiden Star-Cruise-Schiffe der Global-Klasse sind speziell für den asiatischen Kreuzfahrtmarkt ausgelegt und werden mit einer registrierten Tonnage von jeweils 204.000 Tonnen zu den größten auf dem Markt gehören.

Die fünf Schiffe, die ab 2019 ausgeliefert werden, werden alle über ein komplettes Antriebssystem, ein Stromerzeugungssystem sowie ein Automatisierungs- und Schifffahrts-Softwaresystem jeweils von ABB verfügen. Die drei Crystal-Schiffe werden jeweils von zwei Azipod-D-Einheiten angetrieben werden, damit die Navigation unter Polarbedingungen möglich wird. Die beiden neuen Star-Cruise-Schiffe der Global-Klasse werden mit je drei Azipod-XO-Strahlrudern ausgerüstet.

„Wir freuen uns sehr über die Arbeit mit MV Werften und Genting Hong Kong bei diesem Projekt“, sagte Juha Koskela, Managing Director des Geschäftsbereichs Schifffahrt und Häfen bei ABB. „Seit zwei Jahrzehnten ermöglichen es Azipod-Antriebe Kreuzfahrtbetreibern, sowohl an die technischen als auch an die geographischen Grenzen zu gehen. Diese spannende neue Generation von Genting-Schiffen wurde in diesem Sinne gebaut, und unsere Azipod-Antriebssysteme werden die herausragende Leistung der Schiffe unterstützten.“



Torqeedo integriert Li-Ionen-Akkus des BMW i3 in das Antriebssystem Deep Blue

Image Coming Soon - 1Torqeedo, Hersteller von elektrischen Freizeitbooten, hat den Lithium-Ionen-Hochspannungsakku, den BMW in seinem E-Stadtauto i3 einsetzt, erfolgreich für die Verwendung in seinem eigenen Schiffsantriebssystem Deep Blue angepasst und integriert.

Der Akku ist für Boote verfügbar, die mit dem 40- bzw. 80-PS-Elektromotorsystem des Unternehmens ausgestattet sind. Laut Torqeedo gehören zu den Vorteilen eine sehr hohe Energiedichte, geringere Kosten und branchenführende Sicherheitsstandards.

In einer Erklärung äußerte das Unternehmen: „Die prismatische Zellenkonstruktion ermöglicht eine effiziente Kühlung, eine kompakte Größe und eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Akku – und das in einer äußerst robusten, zum Schutz der Zelle konstruierten Struktur aus automatisierter Produktion.“

„Die vollkommen automatisierte Modul- und Akkuproduktion bei BMW in Dingolfing hat für äußerst präzise und extrem robuste Akkumodule Maßstäbe gesetzt. Die Konstruktion ist ideal für Bootsanwendungen, die eine überlegene Stoßbeständigkeit erfordern.“

„Eine integrierte Kompressorkühlung des Akkus sorgt dafür, dass hohe Leistung und eine lange Lebensdauer selbst bei hohen Umgebungs- und Wassertemperaturen gewährleistet sind. Der BMW-i-Hochspannungsakku bietet die höchsten derzeit verfügbaren Energiedichten, und besonders eine lange Lebensdauer, von Hochspannungsakkus aus industrieller Fertigung – bei wesentlich niedrigeren Kosten pro Wattstunde.“



Veka plant den Bau der weltweit ersten Hybrid-Trimarane

Image Coming Soon - 1Der niederländische Schiffsbauer Veka hat den Bau von zwei Hybrid-Trimaranen angekündigt – laut Unternehmensangaben eine Weltneuheit. Die Boote werden für das dänische Schifffahrtsunternehmen World Marine Offshore gebaut, und die Auslieferung ist für das dritte Quartal 2017 geplant.

Bei den 33 m langen Schiffen, die für den Transport von Personal und Material zu Offshore-Windparks vorgesehen sind, werden fünf Wasserstrahltriebwerke als Teil ihrer Antriebsanlage eingebaut sein. Drei der Strahltriebwerke werden direkt von Dieselmotoren angetrieben, die beiden äußeren Wasserstrahltriebwerke von Dauermagnetgeneratoren. Akkus werden als Reserveenergiequelle an Bord der Schiffe eingebaut. Die vom Generator aufgeladenen Akkus können den Antrieb der äußeren Strahltriebwerke übernehmen und ermöglichen eine Stunde Fahrt.

Die beiden Schiffe werden in der Lage sein, 20 Tonnen Fracht auf dem Vordeck zu transportieren. Im Inneren besteht Raum für 24 Passagiere in Business-Class-Sitzen. Es gibt sechs Kabinen an Bord für die Schiffsbesatzung sowie eine Messe, Umziehkabinen und -spinde für die Besatzung. Dadurch können die Schiffe rund um die Uhr eingesetzt werden.



Neuer Hybrid-Eisbrecher wird an FSUE Rosmorport ausgeliefert

Image Coming Soon - 1Ein Auslieferungs- und Annahmezertifikat für einen von Vyborg Shipyard gebauten Diesel-Elektro-Eisbrecher, Novorossiysk, wurde in St. Petersburg (Russland) unterzeichnet.

Das Schiff soll mit hochmodernen Technologien gebaut worden sein, die ihm das Durchbrechen von bis zu 1,5 m dickem Eis ermöglichen. Seine Treibstofffassungsvermögen erlaubt mindestens 40 Tage Betrieb zwischen Tankvorgängen.

„Durch Abschluss der Serie hat Vyborg Shipyard ein einzigartiges Maß an Kompetenz erworben, so dass das Unternehmen in diesem Feld des inländischen Schiffbaus eine führende Position einnehmen konnte. Weitere bei der Werft in Auftrag gegebene Eisbrecher sind eine klare Bestätigung“, sagte Yevgeny Zagorodny, Vizepräsident für Zivilschiffbau bei United Shipbuilding.

Der Eisbrecher, der von der für das Nordwest-Becken zuständigen Niederlassung von FSUE Rosmorport betrieben wird, wird im Winter in der Ostseeregion und im Sommer und Herbst im arktischen Meer eingesetzt werden.

„Das wird der 40. Eisbrecher unseres Unternehmens sein. Es gibt einen weitreichenden Plan für den Einsatz dieser Schiffe – die Nachfrage ist enorm“, erklärte Andrei Tarasenko, Generaldirektor von FSUE Rosmorport.



Havyard Ship Technology wird drei Elektrofähren für Fjord1 bauen

Fjord1 hat drei Elektrofähren bestellt, die von Multi Maritime in Førde (Norwegen) entwickelt und von Havyard Ship Technology in Leirvik in der Gemeinde Hyllestad gebaut werden sollen.

Die Arbeit an den Schiffen wird umgehend beginnen. Die erste Fähre soll Mitte Mai 2018 ausgeliefert werden, die anderen beiden gegen Ende desselben Jahres. Der Rumpf wird andernorts gebaut, und der erste Rumpf wird Ende 2017 für die Ausrüstung in Leirvik bereit stehen. Der Auftrag umfasst einen Wert von ungefähr 58 Mio. US$.

Insgesamt wird Fjord1 neun verschiedene Fährdienste betreiben, bei denen umweltfreundliche Technologien zum Einsatz kommen. Zwei der bei Havyard Ship Technology gebauten Fähren werden zwischen Brestad und Valset eingesetzt werden, wobei Fjord1 die Schiffe 2019 in Betrieb nehmen wird. Gleichzeitig wird eine weitere Fähre zwischen Husavik und Sandvikvåg im norwegischen Bezirk Hordaland in Betrieb gehen.

„Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Fjord1 unsere kürzlich entwickelten und führenden technischen Lösungen für die drei umweltfreundlichen Fähren gewählt hat“, sagte Gjermund Johannessen, CEO von Multi Maritime. „Mehrere Jahre der entschiedenen Fokussierung auf Umwelttechnologien haben zu der aktuellen Situation geführt, wo wir mehr als 10 vollelektrische und wiederaufladbare Hybridfähren in einer Reihe von Werften bauen lassen. Wir sind in diesem Zusammenhang besonders stolz auf unseren Heimatbezirk, da wir jetzt sowohl mit einem Schiffseigentümer als auch mit einer Werft aus Sogn und Fjordane zusammenarbeiten.“



Neue Hybridfähre von Scandlines in Betrieb

Image Coming Soon - 1Die zweite neue Hybridfähre von Scandlines für die Rostock-Gedser-Route nach Dänemark, die M/V Copenhagen, hat jetzt offiziell den Betrieb aufgenommen.

Die M/V Copenhagen ersetzt die M/V Kronprins Frederik, die als Ersatzfähre auf den Strecken Rostock-Gedser und Puttgarden-Rødby zum Einsatz kommen wird. Mit einer zusätzlichen Fähre, die auf beiden Strecken eingesetzt werden kann, wird laut Scandlines die Gesamtkapazität und die Stabilität der Fahrpläne gewährleistet.

„Ich freue mich, dass wir unseren Kunden jetzt dieses fantastische Schiff anbieten können, das gemeinsam mit dem Schwesterschiff M/V Berlin die weltweit größte Hybridfähre darstellt“, erklärte Søren Poulsgaard Jensen, CEO von Scandlines. „Die neuen Fähren stellen eine Investition von mehr als 148 Mio. US$ pro Schiff dar. Sie sind eine beträchtliche Stärkung des zentralen und östlichen Transportkorridors zwischen dem europäischen Festland und Skandinavien.“

Zusammen mit MaK/Caterpiller, dem Hersteller der Diesel-Elektro-Motoren der Schiffe, hat Scandlines es als notwendig angesehen, die Common-Rail-Einspritzanlagen der Maschinen auf der M/V Berlin und der M/V Copenhagen zu überarbeiten. Die neuen Einspritzmodule wurden Anfang Januar 2017 geliefert, und beide Schiffe werden jetzt umgebaut.



PBES und Høglund Marine arbeiten zusammen an Hybrid- und Elektroschiffen

Høglund Marine Automation hat eine Partnerschaftsvereinbarung mit Plan B Energy Storage (PBES) über die Entwicklung von hybriden und vollelektrischen Seefahrzeugen abgeschlossen.

„Das Hybrid-Energiesystem von heute ist intelligent, hat sich bewährt und ist auf eine einfache Integration und ununterbrochene Leistungsabgabe ausgelegt“, so Brent Perry, CEO von PBES. „Mit robusten und sicheren Managementsystemen eignet sich der PBES-Energiespeicher ideal für die Unterstützung und Optimierung der automatisierten Systeme, mit denen Høglund Marine derzeit die Branche beliefert.“

„Wir freuen uns, die Partnerschaft mit PBES bekannt geben zu können“, erklärte der CEO von Høglund, Børge Nogva. „Wir erleben hier die Zukunft der Schifffahrt und glauben, dass sie zunehmend automatisiert wird. Die Technologie von PBES und die Verpflichtung des Unternehmens zu Sicherheit und Qualität passen gut zu uns und tragen dazu bei, uns als führendes Unternehmen bei den automatisierten Systemen von morgen zu etablieren.“



Rolls-Royce Power Systems und ZF arbeiten gemeinsam an Schiffsantriebssystemen

Image Coming Soon - 1Getriebelieferant ZF und MTU-Motorhersteller Rolls-Royce Power Systems haben einen Kooperationsvertrag über den Austausch von Informationen und Kenntnissen bei der Entwicklung neuer Antriebstechnologien und -produkte für die Schifffahrt bekannt gegeben.

Die genauen Einzelheiten der Zusammenarbeit werden in noch folgenden Gesprächen festgelegt. Beide Unternehmen beabsichtigen jedoch, ihre jeweiligen Produktangebote mit gemeinsam entwickelten, vollintegrierten Systemen zu ergänzen und bei FuE und Anwendungsentwicklung eng zusammenzuarbeiten. Das Ziel dabei ist die Bereitstellung optimal abgestimmter Systeme und neuer Lösungen für zukünftige Schiffsantriebssysteme, wie Hybridantriebe.

„Durch die noch engere Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner ZF werden wir unsere Systemkenntnisse weiter ausbauen. Mit unseren MTU-Motoren werden wir daher in der Lage sein, unsere Kunden mit optimal abgestimmten und innovativen Antriebslösungen zu beliefern“, sagte Dr. Ulrich Dohle, CEO von Rolls-Royce Power Systems.



December 2016


ABB macht Fortschritte bei der Elektrifizierung der weltweit größten elektrischen Fähren

Image Coming Soon - 1Das Projekt zum Umbau von zwei Schiffen von HH Ferries zu den größten emissionsfreien Fähren der Welt geht voran. ABB hat jetzt bekannt gegeben, dass Öresund DryDocks für die Durchführung der Arbeiten ausgewählt wurde.

Das Investitionsvolumen von 32,7 Mio. US$ – von denen 13 Mio. US$ von der INEA, der Exekutivagentur für Innovation und Netze der EU, mitfinanziert werden – dient zur Ausrüstung der M/F Tycho Brahe sowie der M/F Aurora mit jeweils 4,16 MW Akkukapazität. Die Behälter mit den Akkugestellen werden im Februar 2017 an Bord gehievt. Die Trockendockphase der Tycho Brahe beginnt im April. Das Schiff wird unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten seinen Betrieb als vollelektrische Fähre aufnehmen. Im Oktober 2017 wird die Aurora das gleiche Verfahren durchlaufen.

Dieses Projekt umfasst außerdem die Montage von vier vollautomatischen landseitigen Ladearmen, die derzeit in den ABB-Werken angefertigt werden. Die Bauarbeiten am Kai von Helsingør und Helsingborg werden Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Henrik Rørbæk, CEO von HH Ferries, erklärt: „Der Umbau der Fähren Tycho Brahe und Aurora auf Akkubetrieb ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Umweltstrategie zur Verringerung der Emissionen und der Umweltbelastung unseres Betriebs auf dem Öresund. Wir sind stolz auf diese Initiative, die größte Projekt-Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens.“

Für die Modernisierung der Fähren liefert ABB u. a. Akkus, eine Energiespeicherregelung und die Technologie für ein DC-Bordnetz. An beiden Enden der Strecke wird ABB die ersten automatisierten landseitigen Ladestationen mit einem ABB-Industrieroboter bereitstellen, wodurch die Verbindungszeit optimiert und damit die Ladezeit maximiert wird.

Die beiden Fähren werden zwischen Helsingør (Dänemark) und Helsingborg (Schweden) komplett im Akkubetrieb fahren und auf einer Entfernung von etwa 4 km mehr als 7,4 Millionen Passagiere und 1,9 Millionen Fahrzeuge pro Jahr befördern. Die neue Akkulösung wird laut ABB dazu beitragen, die Gesamtemissionen der Flotte um mehr als 50 % gegenüber den aktuellen Dieselschiffen zu senken. Die Gesamt-Akkuspeicherleistung von 8320 kWh für beide Fähren entspricht der von 10.700 Autobatterien.



Derecktor baut zweites Schiff der Hybridreihe

Image Coming Soon - 1Derecktor Shipyards hat angekündigt, dass das nächste Unternehmensprojekt eine alternative Transportplattform für Biolebensmittel vor der Nordostküste der USA sein wird.

Das Schiff für die Belieferung des Biomarkts wird angetrieben von einem BAE HybriDrive, in dem Dieselmaschinen vom Typ Cummins QSB6.7 zum Einsatz kommen. Basis ist eine 19-m-Katamaran-Plattform aus Aluminium, die für einen effizienten Betrieb in Küstengewässern konzipiert wurde. Konfiguriert für den Transport von 4080 kg geschützter Kühlfracht und 1360 kg Decksladung kann das Schiff drei Stunden lang emissionsfrei verkehren, bevor seine Lithium-Akkus aufgeladen werden müssen.

Gemeinsam mit Harbor Harvest baut Derecktor ein umweltfreundliches Küstennetzwerk auf, das eine Einzelhandelsfläche sowie die Unterstützung eines Bio-Agrarmarkts an der Gold Coast in Connecticut/Long Island sowie in der Region Long Island Sound integriert. Laut Aussagen des US-Schiffsbauers wurden die Handelswege zur Bestätigung des Kraftstoffverbrauchs und der Akkulaufzeit bereits getestet. Das Schiff soll an landseitigen Einrichtungen entlang der Route aufgeladen werden können.



Neue Hybridfähre von Scandlines mit Corvus Energy ESS

In der neuesten Hybridfähre von Scandlines, der M/V Copenhagen, wird ein emissionsarmes und kraftstoffsparendes Diesel-Elektro-Hybridantriebssystem zum Einsatz kommen, das von einem Corvus Energy ESS (Energiespeichersystem) mit Strom versorgt wird. Die M/V Copenhagen ist die sechste Hybridfähre der Scandlines, in der ein Corvus ESS genutzt wird.

Die neue Hybridfähre wird sich in Kürze zu ihrem Schwesterschiff M/V Berlin gesellen, die ebenfalls von einem Corvus ESS mit Strom versorgt wird, und die Verbindung zwischen Rostock in Deutschland und Gedser in Dänemark bedienen. Die M/V Copenhagen ist 169,5 m lang und 25,4 m breit und bietet Platz für 460 Autos oder 96 Lkw sowie 1300 Passagiere. Die Hauptmaschinen liefern eine Leistung von 18.000 kW. Weitere 4500 kW werden vom Corvus ESS bereitgestellt. Auf der 105 Minuten langen Überfahrt kann so eine Geschwindigkeit von 21 Knoten erreicht werden.

Die M/V Copenhagen besitzt ein optimiertes Antriebssystem, das aus Propellern und zwei Strahlrudern besteht, die um 360° gedreht werden können und in engen Wasserstraßen oder bei Manövern im Hafen eingesetzt werden. Was die Emissionen betrifft, gibt es vier Wäscher, die Schadstoffe aus den Abgasen entfernen, z. B. Schwefeloxide und Feinstaub.

Energiesparende Lösungen werden wo immer möglich genutzt, um die Energiemenge zu reduzieren, die für den Schiffsbetrieb erforderlich ist, beispielsweise LED-Beleuchtung überall sowie der Einsatz von Steuerungen mit variabler Frequenz für eine Optimierung der Energienutzung. Bei niedrigem Verbrauch wird überschüssige Energie im Corvus ESS gespeichert. Diese Energie wird dann freigegeben, wenn der Verbrauch höher liegt als die Generatorleistung.



Norwegian Electric Systems erhält Auftrag für TFL-Hybridfähre

Image Coming Soon - 1Norwegian Electric Systems (NES) hat einen Vertrag mit Remontowa Shipbuilding in Danzig (Polen) im Wert von 3,5 Mio. US$ über die Lieferung von zwei LMG-Design-Hybridantriebssystemen für zwei neue Fähren unterzeichnet, die von Transport for London betrieben werden.

Die Fähren werden auf der Strecke zwischen Woolwich und North Woolwich auf der Themse in London eingesetzt. Die derzeitige Woolwich-Fähre ist seit 1889 in Betrieb und transportiert pro Jahr rund 20.000 Fahrzeuge und 2,6 Millionen Passagiere über die Themse.

Das Paket von NES besteht aus Wandlern, die ein DC-Netzsystem mit vier Akkusystemen bilden, aus Redundanzgründen je zwei zu jeder Seite des DC-Busses. Darüber hinaus bilden wassergekühlte Permanentmagnetmotoren und vier direkt angetriebene Propeller den Hauptantrieb.

„Wir haben während des Verkaufsprozesses einen guten und engen Kontakt zu Remontowa und LMG Design gehalten“, erzählt Fridtjof Erichsen, Regional Sales Manager bei NES. „Wir sind stolz darauf, diesen Auftrag erhalten zu haben. Es beweist einmal mehr, dass NES im Bereich des Hybridantriebs an der Spitze steht.“



PBES und Høglund Marine Automation gehen Partnerschaft ein

PBES und Høglund Marine Automation haben eine Partnerschaftsvereinbarung über die Produktion industrietauglicher Energiespeicherlösungen für kommerzielle hybride und vollelektrische Seefahrzeuge bekannt gegeben.

„Das Hybrid-Energiesystem von heute ist intelligent, hat sich bewährt und ist auf eine einfache Integration und ununterbrochene Leistungsabgabe ausgelegt“, so Brent Perry, Chief Executive von PBES. „Mit robusten und sicheren Managementsystemen eignet sich der PBES Energiespeicher ideal für die Unterstützung und Optimierung der automatisierten Systeme, mit denen Høglund Marine derzeit die Branche beliefert.“

„Wir freuen uns, die Partnerschaft mit PBES bekannt geben zu können“, erklärt der CEO von Høglund Marine, Børge Nogva. „Wir erleben hier die Zukunft der Schifffahrt und glauben, dass sie zunehmend automatisiert wird. Die Technologie von PBES und das dort herrschende Engagement für Sicherheit und Qualität passen gut zu unseren eigenen Vorstellungen und unterstützen uns dabei, uns als führendes Unternehmen für die automatisierten Systeme von morgen zu etablieren.“



WE Tech und Switch liefern Generatorlösung für zwei neue Schiffe von Toll Shipping

WE Tech Solutions und der Technologiespezialist Switch wurden für die Lieferung einer Permanentmagnetwellengenerator-Lösung an Toll Shipping ausgewählt, die in zwei neuen australischen RoRo-Schiffen zum Einsatz kommen soll.

Der Auslieferungsstart der Anlagen, die Antriebstechnik mit variabler Frequenz von WE Tech und die Permanentmagnetwellengenerator-Lösung von Switch umfassen, ist für August nächsten Jahres geplant. Die Lösung, die in die zwei RoRo-Schiffe mit einer Bruttotragfähigkeit von 12.000 Tonnen eingebaut werden soll, wird die Hauptmaschine des Schiffs beim Betrieb mit variabler Drehzahl unterstützen.

Zusätzlich werden beide Online-Direktantriebswellengeneratoren bis zu 3400 kW für das Elektriknetz des Schiffs erzeugen. Nach ihrer Fertigstellung bei Jinling Shipyard in China werden die neuen Schiffe die vorhandenen RoRo-Schiffe von Toll ersetzen.

Martin Andtfolk, Vertriebsleiter bei WE Tech Solutions, erklärt: „Dank WE Drive kann die Antriebsmaschinerie bei allen Schiffsgeschwindigkeiten am optimalen Betriebspunkt betrieben werden. Das spart eine enorme Menge an Kraftstoff und verringert den Ausstoß umweltschädlicher Emissionen erheblich. Die Lösung verteilt zudem Energie effizient an die Bugstrahlruder.“

Das Unternehmen merkte außerdem an, dass seine Lösung zu Einsparungen beim Kraftstoff beitragen wird, wenn die Schiffe im Hafen liegen. Die Anlage liefert nämlich bis zu 3000 kW sauberen und billigeren Landstrom für das Elektriknetz der Schiffe, so dass der Bedarf für den Einsatz von Hilfsgeneratoren abnimmt.

Derzeit bietet Toll Shipping Transportdienste zwischen Tasmanien und dem australischen Festland an.



Toshiba integriert Brennstoffzellensystem in experimentelles Hybridschiff

Die Toshiba Corporation Energy System and Solutions Company (ESS) hat ein Wasserstoff-Brennstoffzellensystem in ein Experimentalschiff namens Raicho N integriert. Das 14 m lange Schiff erreicht eine Reisegeschwindigkeit von 8 Knoten und wurde im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts von NREG Toshiba Building, einer Konzerngesellschaft der Nomura Real Estate Group, und der Ozeanographischen Hochschule Tokio entwickelt.

„Wir haben zwei stationäre Brennstoffzellen für reinen Wasserstoff auf dem Schiff montiert, die jeweils eine Leistung von 3,5 kW liefern“, erläutert Hiroyuki Ota, Geschäftsführer New Energy Solution Projects Team von ESS. „Jetzt haben wir ein Schiff, das mit sauberen Energieträgern und ohne CO2-Ausstoß arbeitet und hohe Leistung in kurzer Zeit erzeugt.“

Die Raicho N nahm im Oktober 2016 den Versuchsbetrieb auf. NREG Toshiba Building und die Ozeanographische Hochschule Tokio wollen Probleme beim Betrieb von Brennstoffzellensystemen mit reinem Wasserstoff auf See erkennen. Ziel ist die kommerzielle Nutzung des mit Wasserstoff betriebenen Schiffs ab 2020.

Die Ergebnisse werden außerdem in Sicherheitsrichtlinien für Brennstoffzellenschiffe einfließen, die vom japanischen Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus entwickelt werden sollen.



November 2016


Technologie der Li-Ionen-Batterie im Gespräch

Angesichts von Leserreaktionen zur Titelgeschichte in der aktuellen Ausgabe der Electric & Hybrid Marine Technology International (zum Lesen hier klicken) fragten wir Experten im maritimen Bereich, ob Lithium-Ionen-Batterien in Akkusystemen für die Stromversorgung von Elektro- und Hybridsystemen in der Schifffahrt genutzt werden sollten. Hier sind ihre Antworten...



Stephen Tartaglia, technischer Leiter, Lithionics Battery

Die Lithium-Ionen-Chemie teilt sich in zwei Kategorien auf: organisch (Eisenphosphat) und anorganisch (NMC, NCM, NCA genannte Nickelate oder Kobalt enthaltende Zusammensetzungen). Eisenphosphat gibt es in der Natur, alle anderen Lithium-Zusammensetzungen werden mit kovalenten Verbindungen synthetisiert. Der Fehlermodus, der zum thermischen Durchgehen („thermal runaway“) führt, ist der Zusammenbruch der kovalenten Sauerstoffbindungen. Wir befürworten die Nutzung von Eisenphosphat. Darüber hinaus lehnen wir die Nutzung aller anderen Zusammensetzungen im Meeresumfeld ab. Aber nicht alle Eisenphosphat-Zellen sind gleich – es gibt gute und schlechte. Die traurige Wahrheit ist, dass die Welt nicht richtig über die Unterschiede zwischen den Lithium-Ionen-Zusammensetzungen informiert ist. Einige gut finanzierte Unternehmen drängen auf die Verwendung der günstigeren, aber umweltgefährdenden und weniger sicheren anorganischen Zusammensetzungen. Eisenphosphat gehört nicht in diese Gruppe. Es ist teurer, RoHS-konform und umweltfreundlich, zudem von Natur aus (inhärent) sicherer.



Graeme Hawksley, Gründer und Geschäftsführer, Hybrid Marine

Wir verfolgen die Entwicklung der Lithium-Ionen- Batterien seit geraumer Zeit. Diese Technologie kann zwar im maritimen Umfeld sicher eingesetzt werden, doch ich glaube nicht, dass wir bereits voll und ganz verstehen, was für einen sicheren Betrieb erforderlich ist. Als Systemintegrator ist es sehr schwierig, Sicherheitsentscheidungen auf der Grundlage der Behauptungen von Batterieherstellern zu treffen. Jeder Anbieter sagt, dass seine Lithium-Ionen-Technologie komplett sicher ist, aber wir haben keine Möglichkeit, darüber hier ein Urteil zu treffen. Die gebotene Leistung verspricht bei Hybridsystemen viele Vorteile gegenüber Blei-Säure-Batterien, doch wegen der hohen Kosten und wegen Sicherheitsbedenken nutzen wir diese Technologie noch nicht.



Tania Berry, Senior Technology Specialist, elektrotechnische Anlagen, Lloyd's Register

Die Lithium-Ionen-Technologie sollte weiter genutzt werden, doch das Genehmigungsverfahren muss überarbeitet werden. Lloyd's Register verfolgt einen integrierten Ansatz. Als Klassifikationsgesellschaft sind wir schon bei der Konzeptphase einbezogen, damit die Sicherheit des Batteriesystems gewährleistet ist, nicht nur als Teil des elektrischen Systems des Schiffs, sondern als Teil des Gesamtsystems Schiff. So werden potenzielle Sicherheitsprobleme von Anfang an erkannt. Doch wegen des umfangreichen Angebots an Zell-Zusammensetzungen sind normierte Regeln nicht angemessen. Wir verlassen den Weg der üblichen Zulassungsverfahren, um es den Herstellern zu ermöglichen, neu entwickelte Zell-Zusammensetzungen zu nutzen. Dabei führen wir eine prinzipielle Genehmigung für geplante Batterie-Managementsysteme durch und verfolgen einen risikobasierten Ansatz bei der Annahme spezifischer Konzepte.



Greg Atkinson, Direktor und Leitender Technologie-Ingenieur, Eco Marine Power

Lithium-Ionen-Systeme besitzen eine höhere Energiedichte als Blei-Säure-Batterien, doch neuere Blei-Säure-Batterien erreichen jetzt die Zyklenfestigkeit von Lithium-Ionen-Batterien und sind erheblich günstiger. Wenn das Platzangebot auf einem Schiff begrenzt ist oder wenn das Gewicht von großer Bedeutung ist, dann ist die Lithium-Ionen-Technologie vielleicht die bessere Lösung. Allerdings erfordern Lithium-Ionen-Batterien im Allgemeinen eine kompliziertere Ladeschaltung als Blei-Säure-Akkus, zusätzlich sind Schutzschaltungen zur Verhinderung des thermischen Durchgehens erforderlich. Einige Lithium-Ionen-Batterien benötigen auch ein spezielles Kühlsystem, einen kräftigen Montagerahmen oder ein robustes Gehäuse, und bei einer Nachrüstung muss das Brandschutzsystem eines Schiffs auf den neuesten Stand gebracht werden. Es kann auch kompliziert (oder sogar unmöglich) sein, Lithium-Ionen-Batterien mit dem Flugzeug zu transportieren, während Blei-Säure-Batterien als Luftfracht verschickt werden können. Das macht es einfacher, an Projekten weltweit mitzuarbeiten und Ersatzteile bei Bedarf schnell zu liefern.



Tim Tiek, CEO, Super B

In den vergangenen Jahren wuchs die Nachfrage nach Energiespeichern schnell. Mehrere Batterielösungen sind im Einsatz, und wir sehen einen Markttrend hin zur Lithium-Ionen-Technologie wegen der hohen Lade-/Entladeleistung, einer langen Lebensdauer ohne Wartung und wegen des geringen Gewichts. Allerdings gibt es viele unterschiedliche Lithium-Ionen-Zusammensetzungen und Batteriekonzepte, die große Unterschiede in Sachen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Lebensdauer, Effizienz und Gesamtleistung aufweisen. Für den maritimen Einsatz bevorzugt Super B modulare Lithium-Eisenphosphat-Batterien mit integriertem Managementsystem. Diese Konstruktion gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit und erfüllt anspruchsvolle Anforderungen an die Lebensdauer. Das ist seit vielen Jahren unsere Philosophie, und wir freuen uns, dass dies von Industrieexperten, Kunden und Typgenehmigungsunternehmen bestätigt wird.



Pieter Dijkstra, Geschäftsführer, Visedo Marine

Die Auswahl des Lieferanten ist für die Batteriesicherheit von entscheidender Bedeutung und sollte im maritimen Bereich viel mehr beachtet werden. Es wäre am besten, wenn alle Batterielieferanten die gleichen allgemeinen Prüfregeln befolgen würden. Andernfalls sollten sie für den Markt nicht zugelassen werden. Eine vierstufige Sicherheitssystem-Prüfrichtlinie sollte eingehalten werden. Sie sollte Zellensicherheit, Modulsicherheit, Batteriesystemsicherheit bis hin zur Sicherheit des Gesamtantriebsstrangs umfassen. Dann werden nur die besten und sichersten Zellen und Zusammensetzungen als Grundlage für ein Komplettsystem genutzt. Leider werden einige Batteriesysteme heute aus gebrauchten Zellen aufgebaut, und ihre mangelhafte Sicherheit wird durch die Batteriemodulstruktur, das Kühlsystem und das Managementsystem verschleiert. Doch die Verschleierung der Mängel eines Zelldesign durch Produktionsverfahren und die Wahl der Zusammensetzung löst die zugrunde liegenden Probleme der Zellen an sich nicht. Einige Anbieter arbeiten auf dem Markt anhand der Devise „Man lebt nur einmal“ und versuchen, Sie zu einem Lotteriespiel zu überreden. Das übt gewaltigen Druck auf Systemdesign und -preis aus und hebelt die Sicherheit aus.



Andreas Kristoffersen, Abteilungsleiter, elektrische Systeme, DNV GL Maritime

Im maritimen Einsatz besteht die Schwierigkeit mit Lithium-Ionen-Systemen im Management der Risiken eines thermischen Durchgehens, einer möglichen Gasentwicklung und der Brand-/Explosionsgefahr. Das Gegenmittel können einerseits die sichere Konstruktion des Batteriesystems an sich und die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen an dem Ort, an dem die Batterien montiert werden, sein. Ersteres kann mit einer allgemeinen Typenzulassung des Batteriesystems überprüft werden, die eine umfassende Beurteilung und Prüfung des Batteriedesigns und der Regelung darstellt. Der zweite Faktor muss von Fall zu Fall anhand des gewählten Batteriesystems und der Schiffskonstruktion bewertet werden. Alternative Zusammensetzungen wie Lithium-Luft und Lithium-Schwefel, die eine überlegene Energiedichte aufweisen, oder Magnesium-Ionen oder Aluminium-Ionen, die kostengünstiger sein könnten, oder sogar Graphen, das sowohl im Kosten- wie auch im Effizienzbereich für Verbesserungen sorgen kann, finden eventuell in der Zukunft den Weg in die maritime und Offshore-Industrie. Doch heute sind das noch keine produktionsreifen Technologien, zudem besteht noch die Herausforderung der Fertigung im industriellen Umfang.



Fini Hansen, technischer Inspektor des Flottenmanagements, Scandlines

Wir werden die Lithium-Ionen-Batterietechnologie weiter verfolgen – wir glauben daran. Unsere obersten Prioritäten sind Sicherheit, Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer. Der maritime Einsatz ist vollkommen anders als in Telefonen und in der Elektronik: In der Schifffahrt gibt es viel mehr Sicherheitsvorkehrungen. So ist ein für die Seefahrt typgeprüftes Batteriemodul mit Lithium-Polymer-NMC-Technologie lieferbar, das für die Stromversorgung eines leistungsfähigen und leichten Diesel-Elektro-Schiffs sehr gut geeignet ist. Wir haben eines beschafft, das überaus robust ist, in einem Aluminiumgehäuse versiegelt untergebracht ist und einem Stoß von 50 g sowie einer fünfachsigen kontinuierlichen Schwingung von 8 g widersteht.



Tatsuya Ohno, Forschung und Entwicklung, Marinemaschinen, Kawasaki Heavy Industries

Wir werden diese Systeme im Auge behalten. Es gibt viele Arten von Lithium-Ionen Batterien – alle mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Zwar liegt der Schwerpunkt bei einigen Lithium-Ionen Batterien auf hoher Leistung oder hoher Energie, doch für einen Schiffsantrieb ist die Sicherheit das A und O. Wenn man die richtige Zelle wählt und sie anhand strenger und angemessener Prüfanforderungen testet, besteht meines Erachtens ein geringeres Brandrisiko als bei den Samsung-Batterien. Ein Schiff sollte eine viel strenger kontrollierte Umgebung darstellen. Die Klassifikationsanforderungen sind umsichtig: Man muss den Batterieraum mit Kühlung, Brandbekämpfungs- und Lüftungssystemen ausstatten.



Anbieter für Automatisierungs- und Steuerungstechnik von E-Ferry bekannt gegeben

Image Coming Soon - 1Valmet wird im zweiten Quartal 2017 die Automatisierungs- und Fernsteuerungstechnik für die elektrische Konzeptfähre E-Ferry liefern.

Gegenüber einer ähnlich großen Dieselfähre soll das vollständig elektrisch betriebene Schiff jährliche Einsparungen bei den CO2-Emissionen von rund 2000 Tonnen und eine Senkung der NOx-Emissionen in Höhe von 41,5 Tonnen erbringen. Zudem soll sie mit einem 4,2-MWh-Batteriesystem die bis dato höchste Kapazität aller elektrischen Fähren aufweisen.

Der Auftrag für die Automatisierungs- und Fernsteuerungstechnik von Valmet erging von Visedo Marine, dem Unternehmen, das das elektrische Antriebssystem der E-Ferry liefert. „Die Valmet-Lösung ist technisch ausgezeichnet, und das Unternehmen konnte beeindruckende Referenzen präsentieren“, so Hanna Huppunen, Serviceleiterin bei Visedo Marine. „Die Technologie ist eine gute Ergänzung des Antriebsstrangsystems von Visedo in der E-Ferry.“

Die E-Ferry, die über das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 finanziert wird, soll in der Ostsee zwischen der Insel Ærø und dem dänischen Festland verkehren.



Neuer elektrischer Ruderantrieb von HanseYachts vorgestellt

Image Coming Soon - 1HanseYachts hat den Hanse 315 e-motion Ruderantrieb vorgestellt, der eine verbesserte Manövrierfähigkeit sowie die emissionsfreie und geräuscharme Fortbewegung für den Freizeitbereich bietet.

Der neue Antrieb wurde in Zusammenarbeit mit Jefa und Torqeedo entwickelt und umfasst einen 4-kW-Elektromotor, der nicht nur den Dieselmotor und dessen Komponenten, sondern sogar den kompletten Saildrive ersetzt.

Mit dem Motor wurde ein Faltpropeller fest in das Ruderblatt integriert. Der Motor lenkt den Schub in die jeweilige Richtung der Ruderstellung. Laut Hanse ermöglicht der erweiterte Ruderausschlag von 100° des Hanse 315 e-motion Ruderantriebs, sich aus dem Stand um die eigene Achse zu drehen – vorwärts und rückwärts.

Das System besteht aus zwei bis vier Lithium-Ionen- Batterien, die die Jacht bei 4,5 Knoten bis zu 30 Seemeilen weit antreiben. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten erhöht sich die Reichweite deutlich. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 6,1 Knoten.



Scandlines gibt neuer Hybridfähre einen Namen

Image Coming Soon - 1Die zweite der beiden neuen Hybridfähren von Scandlines für die Strecke Rostock-Gedser heißt „Copenhagen“. Gemeinsam mit dem Schwesterschiff Berlin wird die neue Hybridfähre die Hauptstädte von Deutschland und Dänemark symbolisch verbinden.

„Es war interessant, herausfordernd und manchmal frustrierend, an diesem Projekt mitzuarbeiten“, erinnerte sich Scandlines-Chef Søren Poulsgaard Jensen. „Andererseits mussten wir alle unser Bestes geben, um Erfolg zu haben. Ich bin sehr stolz darauf, jeden an Bord unserer neuen Fähre begrüßen zu können, obwohl ich weiß, dass noch einige abschließende Arbeiten erledigt werden müssen. Es wird also noch ein paar Wochen dauern, bis die Fähre in Betrieb genommen wird.“

Die Copenhagen wird derzeit Tests unterzogen und wird Ende November die Seeerprobung absolvieren, bei der ihre Manövrierfähigkeit unter gewöhnlichen und ungewöhnlichen Umständen überprüft wird. Scandlines geht davon aus, dass die Copenhagen noch vor Jahresende in Betrieb genommen wird.



Cavotec erhält Großauftrag über MoorMaster-Ausrüstung und Services

Image Coming Soon - 1Marine-Systemanbieter Cavotec hat Aufträge in Höhe von 10,7 Mio. US-Dollar über automatisierte MoorMaster-Liegeplätze von einem MoorMaster-Bestandskunden, dem Hafen Salala in Oman erhalten, die in zwei Container-Terminals eingesetzt werden sollen.

Das Unternehmen soll 16 MoorMaster-Einheiten vom Typ MM400E15 für die Container-Terminals 3 und 4 in Salala liefern. Darüber hinaus wurde ein dreijähriger Wartungsvertrag unterzeichnet – die Verlängerung einer bestehenden Vereinbarung –, in dessen Rahmen Serviceteams von Cavotec vor Ort mit dem Hafenbetrieb an allen fünf MoorMaster-Terminals zusammenarbeiten.

„Wir freuen uns, die Arbeit mit Cavotec fortzusetzen und die Sicherheit mit MoorMaster zu verbessern und den Betrieb zu optimieren“, meinte Joe Schofield, Betriebsleiter des Hafens Salala. MoorMaster-Einheiten wurden in Salala erstmals 2006 getestet. Die Technologie wurde anschließend an den Terminals 1 und 5 eingeführt. Die Technologie konnte die übermäßige Schiffsbewegung verringern, die im Hafen zum Teil wegen langer Wellen, die während der Charif-Monsunzeit auftreten, häufig vorkommt.

Für die neuen Einheiten – jeweils acht für die Terminals 3 und 4 – ist die Montage vor der Charif-Saison 2017 geplant. Zu Beginn dieses Jahres und vor der Charif-Saison 2016 wurden acht MM400E15-Einheiten am Terminal 6 montiert.



ESS Orca von Corvus Energy für Hybrid-Frachttransportschiff ausgewählt

Image Coming Soon - 1Halvorsen Power System wählte Corvus Energy als Lieferanten des lithiumbasierten Energiespeichersystems (ESS) für die Nachrüstung eines Hybrid-Frachttransportschiffs namens MS Hannah Kristina. Corvus wird mit ihrer Orca-Energy-Lösung die gesamte erforderliche Energie des Schiffs während des Hafenbetriebs bereitstellen, sodass es dann emissionsfrei arbeitet.

Das Hybrid-Frachttransportschiff wird ein Orca Energy ESS mit 1000 kWh einsetzen, das den Energiebedarf des Schiffs während des Hafenbetriebs zu 100 % deckt. Dadurch sinken nicht nur die Kosten für Kraftstoff und Betrieb, sondern das Schiff arbeitet auch weit umweltverträglicher.

„Das Orca Energy ESS von Corvus war eine äußerst überzeugende Lösung für dieses Anwendungsgebiet“, so Hans Petter Heggebø, CEO von Halvorsen Power Systems. „Durch die Kombination aus branchenführender Sicherheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit besitzt Corvus mit dem Orca das ultimative maritime ESS. Wir genießen es wirklich, eng mit dem erfahrenen und begeisterten Covus-Team in Bergen zusammenzuarbeiten.“



October 2016


Weltweit erste Expeditionsschiffe mit Hybridantrieb

Image Coming Soon - 1Das norwegischen Reiseunternehmen Hurtigruten, das sich auf die Erkundung von Küsten spezialisiert, wird für zwei neue Expeditionsschiffe mit 530 Passagieren in eine Hybridantriebslösung investieren, um den Kraftstoffverbrauch in der Arktis und Antarktis zu senken.

Laut Hurtigruten werden die 20.000-Tonnen-Schiffe, die in der Kleven-Werft in Norwegen gebaut werden, die ersten Expeditionsschiffe der Welt mit Hybridantrieb sein. Mit 15 Mio. US$ stellen sie die größte Einzelinvestitionen in der 123-jährigen Geschichte des Unternehmens dar. Enova, ein norwegische Unternehmen in Staatsbesitz, das eine umweltfreundliche Energieerzeugung und umweltverträglichen Verbrauch fördert, trägt 5,5 Mio. US$ zum Projekt bei.

Die Hybridschiffe werden in zwei Phasen gebaut. Das erste Schiff, das im Juli 2018 ausgeliefert wird, wird mit einer elektrischen Hilfsmaschine ausgestattet sein, die die CO2-Emissionen um 20 % senkt bzw. um 6400 Tonnen pro Jahr im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen. Das zweite Schiff, dessen Auslieferung im Juli 2019 ansteht, wird dagegen über einen Hybridantrieb verfügen, der das gesamte Schiff allein für längere Zeiträume und Distanzen in Fjorden und in gefährdeten Gebieten antreiben kann. Die Technologie, entwickelt von Rolls-Royce und Bellona, einer Non-Profit-Organisation, die sich dem Klimawandel widmet, ermöglicht das Fahren im Akku-Modus für bis zu 30 Minuten.

„Die Zukunft der Schifffahrt ist ohne Zweifel leise und emissionsfrei“, sagte Daniel Skjeldam, CEO von Hurtigruten. „Wir werden unsere neuen Expeditionsschiffe als Wegbereiter für diese neue Technologie nutzen und der Welt zeigen, dass auch auf großen Schiffen heute ein Hybridantrieb möglich ist.“



Color Line baut die weltweit größte Hybridfähre

Image Coming Soon - 1Die norwegische Fährgesellschaft Color Line meldet, dass sie die weltweit größte Hybridfähre bauen und auf der Strecke zwischen Sandefjord und Strömstad ab 2020 in Betrieb nehmen wird.

Zum Einsatz soll ein Plug-in-Hybridantriebssystem kommen. Die Akkus des Schiffs können über eine landseitige Ladestation oder über die bordeigenen Generatoren aufgeladen werden. Die Fähre wird in der Lage sein, den Fjord nach Sandefjord komplett im Akkubetrieb zu befahren und zu verlassen.

Die Fähre, die derzeit unter dem Namen Color Hybrid firmiert, wird eine Länge von 160 m, ein Fassungsvermögen von 2000 Passagieren und 430 bis 500 Autos haben.



The Switch erwirbt Schiffsantriebsgeschäft von Wärtsilä

The Switch, ein Technologiespezialist für fortschrittliche Antriebssysteme, hat das Schiffsantriebsgeschäft von Wärtsilä erworben, das Spezialantriebe der Megawatt-Klasse für Marineanwendungen umfasst.

Im Rahmen der von Yaskawa unterstützten Transaktion wird The Switch einen Teil des Elektrik- und Automatisierungsprüfzentrums von Wärtsilä und Produktionsstätten in Stord (Norwegen) übernehmen. The Switch wird dann ein Lieferkettenpartner von Wärtsilä im Bereich Schiffsantriebe werden, kann das Produktangebot aber auch für andere Kunden öffnen. Der geschäftliche Übergang von Wärtsilä auf The Switch wird dann fällig, wenn der Betrieb an The Switch übertragen wurde.

„Die Wärtsilä-Antriebsprodukte werden speziell und kompromisslos für die Schifffahrt hergestellt“, sagte Jukka-Pekka Mäkinen, Präsident und CEO von The Switch. „Diese Produkte sind für die Integration mit verschiedenen anderen Systemen bereit. Grund dafür sind ihre überlegenen Kommunikationsfunktionen, wie z. B. die Schnittstellen, die de facto einen Industriestandard darstellen, und die Remote-Management-Möglichkeiten. Es ist auch möglich, durch eine spätere Auslieferung die Logistik für Schränke und Leistungsmodule zu trennen, was Schäden während der langen Montagezeiten auf Werften vermeidet.“



Corvus Energy treibt neue britische Hybridfähre an

Image Coming Soon - 1Wärtsilä wählte Corvus Energy als Lieferanten der Energiespeichersystem (ESS) auf Lithium-Ionen-Basis für eine neue Hybridfähre aus, die für Wightlink Ferries aus Großbritannien gebaut wird. Das Unternehmen wird Orca Energy, seine ESS-Lösung der nächsten Generation, liefern.

Die neue Fähre, die 2018 den Betrieb aufnehmen wird, wird die Überfahrt zwischen der Isle of Wight und dem englischen Festland 20-mal pro Tag bedienen und 178 Fahrzeuge sowie über 1000 Passagiere befördern.

„Diese neue umweltfreundliche Fähre ist unser drittes großes Schiffsprojekt mit Wärtsilä. Wir freuen uns, dass die branchenführende Innovation des Orca-ESS bei Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistung anerkannt wird“, meinte Halvard Hauso, Executive Vice President, Vertrieb und Marketing, von Corvus Energy.



Xalt Energy liefert Akkuzellen für weltweit größte Elektrofähren

Xalt Energy verkündete, dass es mit Plan B Energy Storage (PBES) einen Auftrag zur Belieferung der beiden größten akkubetriebenen Fähren der Welt erhalten hat.

Jede der beiden Scandlines-Fähren zwischen Helsingborg und Helsingör wird Akkus mit einer Kapazität von 4,16 MWh für den Hauptantrieb erhalten. Die Elektrofähren werden jährlich emissionsfrei mehr als 7,4 Millionen Passagiere und 1,9 Millionen Fahrzeuge befördern.

Das Energiespeichersystem wurde von PBES mit einem proprietären Flüssigkeitskühlsystem konstruiert. Das Wärmemanagementsystem bewahrt eine optimale Innentemperatur, mit der die Lebensdauer der Hochleistungs-Lithium-Zellen von Xalt maximiert wird.

„Die Qualitätsprozesse von Xalt sind die besten der Welt“, erklärte Grant Brown, Vice President Marketing bei PBES. „Die resultierenden Produkte besitzen höhere Entladungsraten, bessere Leistung und letztlich eine weitaus größere Lebensdauer als ihre Konkurrenten. Dank der Aufrechterhaltung einer optimaler Kerntemperatur für die Zellen maximieren die PBES-Module die Lebensdauer der Zellen.“

Die Exekutivagentur für Innovation und Netze, das Exekutivorgan der Europäischen Union für Innovation und Netzwerke, unterstützt das Projekt mit einer Investition in Höhe von 14,1 Mio. US$.



Saft erhält Auftrag über Lieferung von Lithium-Ionen-Akkus für die Luxus-Megajacht Zoza

Image Coming Soon - 1Saft hat vom zukünftigen Besitzer der Luxus-Megajacht Zoza den Auftrag über ein Lithium-Ionen-Akkusystem erhalten. Das ist der erste derartige Auftrag des Unternehmens auf dem Markt der Luxusjachten.

Project Zoza ist der Arbeitsname für eine Megajacht, die derzeit bei Benetti in Livorno (Italien) gebaut wird. Sie soll eine der größten und modernsten privaten Hybrid-Luxusjachten der Welt werden und wird über ein Antriebssystem mit sechs Hauptmaschinen und einem elektrischen Triebwerk mit zwei Akkusystemen mit einer Gesamtkapazität von 3 MWh verfügen.

Die Akkus ermöglichen einen lautlosen Antrieb sowie Spitzenlasten-Ausgleich und emissionsfreie Fahrt im Hafen. Die beiden Akkus werden Strom mit 600 V Spannung bereitstellen. Dabei kommt die energiereiche, luftgekühlte SLFP-Elektrochemie (Lithium-Ionen-Super-Eisenphosphat) von Saft zum Einsatz.

Saft stellt auch eine maßgeschneiderte mechanische Struktur für die Integration in den Rumpf und neben weiteren Anlagen her. Das Unternehmen liefert die Akkusysteme sowie das Akkumanagement, die Steuerung, die Sicherheits- sowie die Kommunikationssysteme.

Vincenzo Poerio, CEO von Benetti, sagte: „Wir haben Saft-Akkus aufgrund ihrer hohen Leistungsfähigkeit und wegen der Flexibilität von Saft bei der Anpassung der mechanischen Konstruktion des Akkusystems ausgewählt. Die Schifffahrt-Akkutechnologie von Saft wurde bei einigen der weltweit innovativsten und angesehensten Schiffe für Einsätze vorgesehen, bei denen die Umweltleistung, Sicherheit und Kosteneffizienz von zentraler Bedeutung sind.“



Siemens erhält Auftrag von Fjord1 über Elektrofähre

Image Coming Soon - 1Siemens wird die Antriebssysteme für zwei neue Akku-Fähren liefern. Die von Fjord1 betriebenen vollelektrischen Fähren werden die Strecke E39 Anda-Lote an der Westküste Norwegens bedienen. Beide werden jeweils über eine Frachtkapazität von 120 Autos, 12 Anhängern und 349 Passagieren verfügen. Der Betrieb auf der 2,4 km langen Strecke wird im Januar 2018 beginnen.

An Bord der beiden Fähren wird Siemens seine elektrische Antriebslösung Bluedrive PlusC installieren, die Lithium-Ionen-Akkus als Energiespeicher und Strahlruder sowie Fernbedienung für die Propeller, ein Energiemanagementsystem sowie ein integriertes Alarm- und Überwachungssystem umfasst. Das Energiespeichersystem des Schiffs wird bei jedem Halt auf der Überfahrt geladen. Dazu gibt es einen landseitigen Anschluss an das lokale Stromnetz und der Ladevorgang wird von den Fähren aus mittels WLAN-Kommunikation überwacht.

Derzeit werden die Fähren mit Dieselmaschinen betrieben. Sie verkehren zwischen 6.40 Uhr und 22.00 Uhr alle 20 Minuten sowie nachts im verringerten Takt. Die Anda-Lote-Route ist die erste Fährverbindung, auf der die norwegische Straßenverwaltung den Einsatz einer emissionsfreien Technologie erfordert. In der Ausschreibung wurde festgelegt, dass eine der Fähren emissionsfrei sein muss, während die zweite emissionsarm sein könnte. Fjord1 entschied sich für zwei akkubetriebene Elektrofähren, die sowohl finanziell als auch umwelttechnisch einen besseren Ertrag liefern.

„Sobald die Infrastruktur am Land vorhanden ist, ist es sinnvoll, die Investitionen der beiden Fähren so weit wie möglich zu nutzen“, erläuterte Arild Austrheim, technischer Schifffahrtsleiter bei Fjord1. Daher haben wir uns für die umweltfreundlichste Option entschieden.“



Neue Schiffe von Royal Caribbean Cruises werden mit LNG angetrieben und mit Wasserstoff-Brennstoffzellen ausgestattet

Image Coming Soon - 1Die neueste Klasse von Schiffen von Royal Caribbean Cruises (RCL) wird mit LNG betrieben und erstmals Brennstoffzellen nutzen.

Das Unternehmen hat mit dem Schiffsbauer Meyer Turku eine Absichtserklärung für die neue Schiffsklasse unter dem Projektnamen Icon unterzeichnet. Die Schiffe werden im zweiten Quartal 2022 bzw. 2024 ausgeliefert. In der Zwischenzeit nimmt RCL 2017 die Prüfung der Brennstoffzellentechnologie auf einem vorhandenen Schiff der Oasis-Klasse auf und wird auch zunehmend größere Brennstoffzellenprojekte auf neuen Schiffen der Quantum-Klasse betreiben, die in den nächsten Jahren gebaut werden.

„Wir glauben, dass Brennstoffzellen sehr interessante Konstruktionsmöglichkeiten bieten“, erläuterte Harri Kulovaara, Leiter der Schiffskonstruktion bei RCL. „Da die Technologie kleiner und effizienter wird, werden Brennstoffzellen erheblich praktikabler für die Energieversorgung der Hotelfunktionen des Schiffs. Sobald wie möglich werden wir damit beginnen, diese Möglichkeiten zu testen und ihre Nutzung bei der Inbetriebnahme der Icon-Klasse zu maximieren.“

Kulovaara fügte hinzu, dass RCL seit fast einem Jahrzehnt die Brennstoffzellentechnologie beobachtet und glaubt, dass sie jetzt ein Entwicklungsstadium erreicht hat, das eine Investition rechtfertigt. „Es gibt eine lange Vorlaufzeit für die Icon-Klasse und wir werden diese Zeit nutzen, um mit Meyer Turku die Brennstoffzellentechnologie für den maritimen Einsatz anzupassen.“ Er fügte hinzu, dass zusätzliche regulatorische Standards für die Technologie entwickelt werden müssten.



Mit Wasserstoff betriebene Passagierfähre als Projekt in der Bucht von San Francisco

Image Coming Soon - 1Sandia National Laboratories, das vor Kurzem eine kooperative Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung (CRADA) mit dem in San Francisco (USA) ansässigen Unternehmen Red and White Fleet unterzeichnete, kündigt SF-BREEZE (San Francisco Bay Renewable Energy Electric vessel with Zero Emissions) an, eine Hochgeschwindigkeits-Passagierfähre mit Wasserstoff-Brennstoffzellen und eine Wasserstofftankstelle.

Die Maritime Administration (MARAD) des US-amerikanischen Verkehrsministeriums fördert eine detaillierte Machbarkeitsstudie, bei der unter Leitung von Sandia die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte des Projekts untersucht werden. Die Machbarkeitsstudie wird ermitteln, ob es möglich ist, ein von Wasserstoff-Brennstoffzellen angetriebenes Schiff zu bauen, das sowohl groß als auch schnell genug ist.

Die Hochgeschwindigkeits-Passagierfähre soll etwa 1000 kg Wasserstoff pro Tag verbrauchen (ein durchschnittliches Auto mit Wasserstoff-Brennstoffzellen verbraucht in der Regel weniger als 5 kg Wasserstoff pro Woche). Zur Unterstützung der Fähre und weiterer potenzieller Benutzer müsste die Tankstelle eine Kapazität von 1500 kg pro Tag besitzen – etwa doppelt so viel wie die bisher größte Wasserstofftankstelle der Welt. Es wäre auch die erste Wasserstofftankstelle, die gleichzeitig für die Land- wie für die Seenutzung ausgelegt ist. Die Machbarkeitsstudie wird zudem die Gestaltung, den Standort, regulatorische Einschränkungen und die Wirtschaftlichkeit der Tankstelle untersuchen.

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wird eine „Ja/Nein“-Empfehlung sein, ob die vorgesehene Konstruktion genutzt und die Fähre sowie die Wasserstofftankstelle gebaut werden sollten. Gibt die Studie grünes Licht, wird sie die beste weitere Vorgehensweise für ein erfolgreiches Projekt skizzieren. Sandia beabsichtigt, dass die Machbarkeitsstudie unabhängig vom Ergebnis für andere Interessierte in den USA und weltweit von Nutzen sein soll, die Schiffe mit Wasserstoff-Brennstoffzellen als saubere Alternative in Erwägung ziehen.



September 2016


ABB lanciert neuen Azipod-Antrieb

Image Coming Soon - 1ABB lanciert einen neuen Azipod-Pod-Elektroantrieb, der laut Unternehmen bis zu 10 % effizienter ist als frühere Versionen. Der neue Azipod XL mit linearem Durchfluss besitzt eine Düse mit Statorplatten, die den Wasserfluss vom Propeller weg leitet, somit Turbulenzen und Energieverlust reduziert und dem Schiff die optimale Schubkraft verleiht.

Nach Angaben des Unternehmens stellt Azipod XL den größten Sprung für die Treibstoffeffizienz des Systems in den letzten Jahren dar. ABB äußerte sich in einer Erklärung wie folgt: „Würde das neueste Modell alle vorhandenen Azipod-Antriebe ersetzen, würde das der Schifffahrtsindustrie in den nächsten 25 Jahren 2,2 Millionen Tonnen Treibstoff und 7 Millionen Tonnen Kohlendioxid sparen.“

„Der neue Azipod XL steht vollkommen im Einklang mit den Bedürfnissen der Schifffahrtsbranche“, so Juha Koskela, Geschäftsführer der ABB-Geschäftseinheit Marine und Häfen. „Schiffseigentümer wünschen sich Lösungen, die ihren Gewinn verbessern, während strengere Emissionsvorschriften die Betreiber dazu drängen, das möglichst effizienteste Antriebssystem zu nutzen.“

Azimuth-Antriebe funktionieren, indem sie Wasser in den Propeller saugen und das Schiff ziehen. Daher optimiert eine zusätzliche Düse den Wasserfluss bei Verlassen des Propellers. Alle Verbesserungen wurden ausgiebig mithilfe von maßstabsgerechten Modellen unter Laborbedingungen getestet. Zusätzlich kann der Azipod XL so konzipiert werden, dass er einen hohen Pfahlzug bei niedrigerer Geschwindigkeit erzeugt und dennoch auch bei hohen Geschwindigkeiten gute Eigenschaften aufweist.

Im Antrieb installierte intelligente Sensoren senden Daten an die Integrated Operations Center von ABB, was ABB und dem Kunden Einblick in für Wartungsarbeiten unverzichtbare Aspekte des Azipod ermöglicht.



General Electric nutzt Orca ESS von Corvus Energy

Image Coming Soon - 1Die GE-Geschäftseinheit Power Conversion wird das neue Orca Energy Storage System (ESS) in der firmeneigenen Prüfanlage für Schiffsantriebe mit Kundenvorführzentrum installieren.

Die Anlage wird die Schnittstellen zwischen dem Orca ESS und den Konvertern der Strom- und Energiemanagementsysteme von GE entwickeln, testen und vorführen, um die Entwicklung und den Einsatz von Hybridsystemen für Handels-, Marine- und Offshore-Marinesysteme zu unterstützen.

„GE hat Corvus nach einem strengen Beurteilungsverfahren ausgewählt, basierend auf überragender Sicherheit, Funktionalität und fortschrittlichem Design“, erklärt Jon Childs, GE Marine Application Engineering. „Wir freuen uns auf die Nutzung des Orca ESS, um unseren Hybridsystemen auf unserem Schiffsmarkt und anderen Märkten einen erheblichen Wert hinzuzufügen, und darauf, es unseren Kunden in unserem neuen Kundenvorführzentrum zu demonstrieren.“

Außerdem erhält Corvus Energy einen rückzahlungsfreien Zuschuss in Höhe von 365.000 US$ von der kanadischen Regierung zur Förderung der stetigen Entwicklung und Erweiterung der nächsten Generation seines Lithium-Ionen-basierten Orca ESS.

Diese Investition erfolgt durch das National Research Council des Canada Industrial Research Assistance Program (NRC-IRAP), das kleine und mittelständische Unternehmen in Kanada bei der Entwicklung und Vermarktung ihrer Technologien unterstützt.

„Die Unterstützung durch das NRC-IRAP ermöglicht es uns, die Entwicklung unserer branchenführenden Energiespeichersysteme zu beschleunigen“, so Andrew Morden, Präsident und CEO von Corvus Energy. „Das Maß an Innovation, das unser Team in Orca gesteckt hat, ist bei unseren Kunden weltweit auf hohe Aufmerksamkeit gestoßen. Wir sind außerordentlich dankbar für die anhaltende Unterstützung der kanadischen Regierung und des NRC.“



Peace Boat und DNV GL unterzeichnen Ecoship-Kooperationsvertrag

Image Coming Soon - 1Die in Japan ansässige Non-Profit-NGO Peace Boat und die Klassifikationsgesellschaft DNV GL haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam das Kreuzfahrtschiff Ecoship zu entwickeln.

Die Partner sollen im Rahmen der Absichtserklärung, die auf der diesjährigen Handelsmesse SMM unterzeichnet wurde, gemeinsam an den Phasen Entwurf, Konstruktion und Betrieb des Ecopships von Peace Boat sowie seiner Vermarktung als Flaggschiff für Klimaschutzmaßnahmen und Nachhaltigkeit in der Schifffahrt arbeiten.

Oliver Design, ein Unternehmen für architektonische Marinekonstruktionen, hat das Design des Ecopships auf biophilen Prinzipien basiert und modernste Technologie zur Verbesserung der Effizienz, Reduzierung von Abfall und Minimierung von Umweltauswirkungen eingebunden. Zu den besonderen Merkmalen gehören: zehn Masten zur Nutzung von Windenergie als Antriebskraft, mit Solarmodulen bedeckte Segel und eine 6.000 m² große Solaranlage auf dem oberen Deck, ein Wassersystem mit geschlossenem Kreislauf für die Reinigung und Wiederverwendung von Wasser sowie Wärmerückgewinnungsanlagen, mit denen 80 % der normalerweise in der Luft und im Wasser verlorengehenden Energie wiederverwendet werden sollen.

„Die Kreuzfahrtindustrie wächst so schnell – besonders in Ostasien – und die Notwendigkeit, die Umweltfolgen dieses Wachstums zu mildern, ist äußerst wichtig“, erklärt Yoshioka Tatsuya, Gründer und Direktor von Peace Boat. „Wir hoffen, dass es aufgrund seiner technischen Eigenschaften und der Programme, die es umsetzt, ein Modell für einen umweltfreundlichen Fahrbetrieb sowie weitere Innovationen in der Kreuzfahrtindustrie fördert.“



Neues dieselelektrisches Antriebssystem für Ausflugsschiff entwickelt

Image Coming Soon - 1Emerson Electric hat bekannt gegeben, dass Leroy-Somer, Control Techniques und Mayday Electronics ein hochleistendes dieselelektrisches Antriebssystem für ein neues korsisches Ausflugsschiff entwickelt haben.

Das parallele Hybridsystem, das nach Angaben der Unternehmen an der Spitze der Hybridtechnologie steht, wurde für CNB PRO der Construction Naval Bordeaux (Bénéteau Group) und seinen Kunden Nave VA entwickelt, der vor Kurzem ein neues CNB PRO 20 Hybridschiff erwarb.

Das Schiff ist mit zwei 800 PS starken Motoren und einem Dyneo Permanentmagnet-Synchronmotor mit 750–3.000 U/min der Baureihe LSRPM ausgestattet und schaltet in Häfen und Schutzgebieten auf elektrische Energie um. Beim Betrieb mit geringen Geschwindigkeiten erzielt es eine optimale Effizienz. Im elektrischen Betrieb erreicht es eine Höchstgeschwindigkeit von 8 Knoten und kann sechs bis acht Stunden lang mit 6 Knoten betrieben werden. Das Aufladen dauert nicht länger als sechs Stunden und geschieht über ein Drehstromnetz im Hafen oder den bordeigenen Stromgenerator. Das elektrische Antriebssystem dient zudem der Redundanz.

CNB PRO weist darauf hin, dass durch die Verwendung des elektrischen Antriebs pro Stunde 140 Liter Treibstoff – oder 70 Liter pro Motor – eingespart werden können und die Investition im Wert von 400.000 bis 455.000 US$, die mit einem solchen Batteriesatz verbunden ist, innerhalb von vier bis sechs Betriebssaisons Rentabilität erzielen kann.

„Durch das mögliche Abschalten des Dieselmotors und die Verwendung des elektrischen Antriebssystems kann er geschont werden“, erklärt Pierre Lompech von CNB PRO. „Seine Betriebsdauer kann deswegen – abhängig von den Anwendungen – verdoppelt werden.“



Rotterdamer Hafenbehörde gibt hybrides Inspektionsschiff in Auftrag

Image Coming Soon - 1Die Rotterdamer Hafenbehörde hat ein neues Inspektionsschiff, die mit einem Hybridantrieb ausgestattete RPA 8, in Auftrag gegeben. Die Hauptaugenmerke der Ausschreibung lagen auf den Gesamtkosten während des gesamten Lebenszyklus des Schiffs, der Senkung von Emissionen und der Verminderung der durch das Schiff verursachten Wellen.

Das neue Schiff soll zur Strategie der Hafenbehörde passen, die einen nachhaltigen Hafen anstrebt. Die RPA 8 ersetzt die RPA 3, die das Ende ihrer technischen und ökonomischen Lebensdauer erreicht hat. Die RPA 8 soll 2017 in Betrieb genommen werden und wird derzeit in der Werft der Kooiman Group in Zwijndrecht in den Niederlanden gebaut.



We Tech Solutions erhält Auftrag für Direktantrieb-PM-Wellengeneratoren

Das finnische Unternehmen We Tech Solutions hat mehrere Aufträge für seine Direktantrieb-Permanentmagnet-Wellengeneratoren erhalten.

Der erste Auftrag ging von der Werft Besiktas in der Türkei ein und umfasst zwei Generatoren. Dieser Auftrag folgt auf einen Erstauftrag der Werft an We Tech im Mai 2016 für die Lieferung derselben Lösungen an zwei Chemikalientanker mit 15.100 DWT des Unternehmens Transport Desgagnés in Kanada.

Gegenstand des zweiten Auftrags ist die Lieferung der Lösung an zwei Chemikalientanker der IMO-Klasse 2 mit 17.500 DWT. Die Tanker sollen von der chinesischen Werft Taizhou Kouan Shipbuilding für den in Bergen ansässigen Schiffseigentümer Rederiet Stenersen gebaut werden. Die Lieferung durch We Tech an das erste Schiff ist für das zweite Quartal 2017 geplant.



Norsepower erhält Finanzierung von 3 Mio. US$ für größten Rotorantrieb der Welt

Image Coming Soon - 1Norsepower wird für die weitere Forschung und Entwicklung seiner Rotor-Sail-Technologie – einschließlich der Entwicklung des größten Flettner-Rotors der Welt – eine Finanzierung in Höhe von 3 Mio. US$ von der Europäischen Kommission und Tekes, der Förderagentur für Innovation der finnischen Regierung, erhalten.

Die Lösung Rotor Sail von Norsepower stellt eine moderne Version des Flettner-Rotors dar: ein drehender Zylinder, der den Magnus-Effekt zur Nutzung von Windenergie für die Erzeugung von Vorwärtsschub verwendet. Die Lösung ist vollautomatisch, erkennt, wann der Wind stark genug ist, um Treibstoffeinsparungen zu ermöglichen, und startet die Rotoren automatisch.

Laut dem Unternehmen eignen sich die neuen Rotor-Sail-Modelle für Tankschiffe, Schüttgutfrachter, große RoPax-Schiffe und normal große Passagierschiffe, für die kleinere Rotorantriebe unzureichend wären. Die neuen Modelle werden zudem für in globalen Gewässern, einschließlich der nördlichen Hemisphäre und arktischen Regionen, fahrende Schiffe ausgelegt, wo trotz günstiger Windbedingungen noch keine zusätzlichen Windantriebssysteme Verwendung gefunden haben. Ein rekordverdächtiges Rotor-Sail-Modell soll 30 m hoch sein, einen Durchmesser von 5 m haben und eine maximale Leistung erzeugen, die einer Leistung von mehr als 4 MW der Hauptantriebsmaschinen entspricht.

Durch die Finanzierung werden zudem Entwicklung und Einbindung multifunktionaler Eigenschaften innerhalb des Systems unterstützt, die ansonsten eventuell nicht möglich gewesen wären, die Markteinführung des neuen Rotorantriebs beschleunigt sowie Herstellung, Montage, Prüfung an Land, Feinabstimmung und Pilotierung des mittelgroßen (24 m Höhe x 4 m Durchmesser) Modells Rotor Sail von Norsepower unterstützt.

Tuomas Riski, CEO von Norsepower, äußert sich wie folgt zur Finanzierung: „Wir sind Tekes und der Europäischen Kommission äußerst dankbar. Ihre Entscheidung ist ein klarer Vertrauensbeweis in die Fähigkeit von Norsepower, das Geschäftspotenzial unserer Rotor-Sail-Lösung ausschöpfen zu können. Wir haben vor, diese Anerkennung und die nun von uns geschaffene Dynamik für die Beschleunigung der Lösungsentwicklung zu nutzen und den weltweit größten Rotorantrieb zu konstruieren, der noch größere Emissionssenkungen und Treibstoffeinsparungen erreichen kann.“

Zwei kleinere Rotorantriebe werden derzeit an Bord der M/S Estraden montiert, einem RoRo-Schiff von Bore mit 9.700 DWT. Mit dem Rotor Sail wurden Treibstoffeinsparungen von 6,1 % gemessen und unabhängig durch NAPA geprüft.



August 2016


Neue britische Hybridfähre mit Lösung von Wärtsilä

Image Coming Soon - 1Eine neue Fähre, die derzeit in der Werft in Cemre in der Türkei für den britischen Betreiber Wightlink gebaut wird, wird mit einer Reihe von Geräten und Systemen von Wärtsilä ausgestattet, die eine hohe Umwelteffizienz sicherstellen sollen. Zusätzlich zu herkömmlichen Kraftstoffen wird das neue Schiff die erste Fähre sein, die zur Verbesserung der Effizienz, zur Reduzierung der Abgasemissionen und zur Verringerung des Geräuschpegels die Hybridbatterietechnologie von Wärtsilä einsetzt.

Zum Leistungsumfang gehören vier Sechszylinder-Aggregate Wärtsilä 20, Elektrik- und Automatisierungssysteme (E&A) sowie ein Abwassersystem. Die gelieferten E&A-Systeme umfassen ein integriertes Automatisierungssystem (IAS), ein Strom- und Energiemanagementsystem (PMS/EMS) und eine Hauptschalttafel mit 690 V. Im September 2015 einigte man sich über die Spezifikationen der Bestellung und im Juni 2016 wurde ein Vertrag mit der Werft in Cemre unterzeichnet.

Die Auslieferung der Anlage von Wärtsilä soll im Frühling 2017 beginnen und das Schiff soll 2018 in Betrieb genommen werden. Die Fähre, die die Überfahrt zwischen der Isle of Wight und dem englischen Festland bedienen soll, wird das erste umweltverträgliche Schiff auf dieser Strecke sein. Es wird über zwei Fahrzeugdecks verfügen, die insgesamt 178 Fahrzeuge aufnehmen können, und Platz für mehr als 1.000 Passagiere bieten.

„Die neue Fähre von Wightlink soll durch Verwendung der neuesten Technologien von Wärtsilä energieeffizient und umweltverträglich sein. Insbesondere die Nutzung des Hybridsystems von Wärtsilä stellt eine hochmoderne Lösung für die Antriebseffizienz dar, die sich wiederum positiv auf die Abgasemissionen auswirkt“, erklärt Stephan Kuhn, Vizepräsident, Elektrik und Automatisierung, Wärtsilä.



Florida State University erhält Zuschuss in Höhe von 35 Mio. US$ zur Förderung der FuE für vollelektrische Schiffe der US Navy

Dem Center for Advanced Power Systems (CAPS) an der Florida State University wurde ein fünfjähriger Zuschuss in Höhe von 35 Mio. US$ vom Office of Naval Research der US Navy gewährt, um die Bemühungen zum Bau eines vollelektrischen Schiffs voranzubringen.

Als Teil dieses Zuschusses wird das CAPS ein multiuniversitäres Team von Forschern und Ingenieuren leiten, das an verschiedenen Energie- und Maschinenanforderungen arbeiten wird, die mit einem vollelektrischen Schiff assoziiert werden. Die anderen Mitglieder des Universitätsteams sind das Massachusetts Institute of Technology, die Mississippi State University, die Purdue University, die University of South Carolina, die University of Texas in Austin und die Virginia Tech.

„Wir sind froh und dankbar für die Unterstützung des Office of Naval Research“, meint Gary Ostrander, Vice President Forschung. „Das CAPS hat Pionierarbeit im Prüfen von Antriebssystemen geleistet und die Anerkennung durch die Navy demonstriert seinen Wert als Forschungspartner und die hohe Qualität seiner Arbeit.“

Im April wurde das CAPS durch die US Navy als erster Universitätsprüfstandort für die Durchführung leistungsstarker Simulationen akkreditiert, da das Zentrum die nächste Generation von Bordstromtechnologie entwickelt. Die Navy vergab die Akkreditierung an das CAPS aufgrund eines durch das Zentrum entwickelten Prozesses namens Power Hardware in the Loop (PHIL), der es Forschern ermöglicht, umwelttechnische und elektrische Bedingungen in Echtzeit und mit minimalem Risiko oder Schäden an der Ausrüstung zu simulieren, während gleichzeitig ein hohes Level an Flexibilität erhalten wird.



Torqeedo versorgt den öffentlichen Verkehr in den Niederlanden und Kanada mit Energie

Image Coming Soon - 1Watertaxi Rotterdam hat seine Flotte nach der Einführung des ersten europäischen Wassertaxis mit Elektroantrieb auf 16 Boote erweitert. Die Boote sind mit dem Antriebssystem Deep Blue Hybrid von Torqeedo ausgestattet und können jeweils 12 Personen aufnehmen. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h und sie werden auf der Maas im Zentrum der niederländischen Stadt zum Einsatz kommen.

Die erste kommerzielle Anwendung des Deep Blue Hybrid kombiniert einen Deep Blue Motor mit 80 PS und zwei Generatoren, jeweils mit 20 kW. Nach Angaben des Unternehmens ist das System bis zu 70 % treibstoffeffizienter als die anderen Boote und minimiert somit die CO2- und NOx-Emissionen.

„Wir freuen uns, dass Watertaxi Rotterdam sich für die Nutzung unseres Systems Deep Blue Hybrid zum Antrieb seiner bekannten gelben Wassertaxis entschieden hat“, kommentiert Christian Pho Duc, Senior Vice President Vertrieb bei Torqeedo. „Die Zusammenarbeit gelang von Anfang an sehr gut, und das neu entwickelte Boot maximiert die hohe Effizienz des Hybridantriebssystems.“

Deep Blue treibt außerdem das größte elektrische Passagierschiff Kanadas an. Die Queen Elizabeth Dr. lief zu Beginn der Kreuzfahrtsaison in diesem Sommer in der frankokanadischen Hauptstadt Ottawa offiziell vom Stapel.

Das beinahe 30 m lange Tourenboot für 100 Passagiere wird an Bug und Heck durch je einen elektrischen Deep-Blue-Außenbordmotor mit 80 PS angetrieben und ist das erste von zwei geplanten Schiffen, mit denen auf dem Rideau Canal in Ottawa Touren und Veranstaltungen angeboten werden. Das zweite Schiff namens Colonel By wird im Frühjahr 2017 in Betrieb genommen.

Robert Taillefer, Eigentümer der Queen Elizabeth Dr. und Betreiber von Ottawa Boat Cruises, meint dazu: „Das leistungsstarke Deep-Blue-System von Torqeedo war aufgrund seiner umfangreichen Sicherheitssysteme unsere erste Wahl für den Antrieb des größten elektrischen Passagierschiffs Kanadas.“

Das Schiff ist mit zwei Deep-Blue-Systemen ausgestattet, die jedoch nicht gleichzeitig verwendet werden. „Der Kanal ist ziemlich eng und das Boot recht lang; statt umzudrehen benutzen wir einfach das zweite System“, erklärt Taillefer.



Caterpillar Marine baut neues Marine-Zentrum in Singapur

Image Coming Soon - 1Caterpillar Marine baut in Singapur ein neues Marine-Zentrum, das neue Fertigungsmöglichkeiten für den Bau der Antriebe von Caterpillar Marine umfassen wird.

Das neue Zentrum wird in einer Anlage untergebracht, die zuvor von Caterpillar Remanufacturing genutzt wurde, und fast 200 Mitarbeiter beschäftigen, die die MTA-Bugstrahlruder und MTT-Tunnelstrahler des Unternehmens bauen werden.

Das Zentrum wird dazu in der Lage sein, das komplette Sortiment an Strahlrudern, einschließlich zusätzlicher Kapazität für die Herstellung des neuen MTA 9 mit einer Nennleistung von mehr als 3,5 MW, sowie die erweiterte Serie von Strahlrudern für Schlepper zu fertigen. Im Zentrum werden zudem Mitglieder des Propulsion Systems Solutions Teams von Caterpillar Marine untergebracht, die an der Entwicklung von fortschrittlichen und innovativen Konzeptdesigns für Schiffsantriebe arbeiten.

Zusätzlich wird das Marine-Zentrum, das voraussichtlich im vierten Quartal 2016 voll einsatzfähig sein wird, ein neues Caterpillar Propulsion Schulungszentrum für Kunden und Händler von Strahlrudern und Steuerungen des Unternehmens einrichten.



Brødrene Aa liefert neues Ausflugsschiff an norwegischen Betreiber

Image Coming Soon - 1Brødrene Aa hat die Auslieferung seines neuen Ausflugsschiffs Vision of The Fjords an den norwegischen Betreiber The Fjords bekanntgegeben. Der neue hybride Karbonkatamaran kann 400 Passagiere aufnehmen und wird an der Westküste von Norwegen im Nærøyfjord unterwegs sein.

Die Vision of The Fjords ist mit einem Hybridantriebssystem ausgestattet, das von ABB entwickelt wurde und mit Mancraft Diesel oder Batterien von ZEM betrieben werden kann. Während der Ausflüge wird das Schiff ausschließlich mit Batterien betrieben; im Transit kann es Dieselmotoren verwenden, um seine Reichweite zu erhöhen. Die Batterien können entweder an Land oder durch die Motoren an Bord aufgeladen werden.

Das Schiff wurde aus leichten Kohlefaserverbundwerkstoffen gebaut, um den Energieverbrauch zu senken und die benötigten Energie- und Batteriekapazitäten zu verringern.



Königlich Niederländische Marine nimmt drei Hybridschlepper von Damen in Empfang

Image Coming Soon - 1Die Königlich Niederländische Marine hat während einer offiziellen Übergabezeremonie auf dem Marinestützpunkt Den Helder drei Hybridschlepper ASD 2810 in Empfang genommen.

Der Erwerb der drei Schlepper von Damen ist Teil des laufenden Programms zur Flottenerneuerung der Königlich Niederländischen Marine. Die Hybridschiffe Noordzee, Waddenzee und Zuiderzee können mit Dieseldirekt-, dieselelektrischer oder vollelektrischer Energie betrieben werden.

Der elektrische Betrieb – bis zu einer Stunde mit einer Geschwindigkeit von 4 Knoten – ist komplett emissionsfrei. Beim Betrieb mit Dieselenergie kann der Hybrid ASD 2810 von Damen jegliche elektrische Energie, die nicht sofort genutzt wird, in seinem Akkupack speichern. Diese kann anschließend zur Aufrechterhaltung der Schiffsbetriebssysteme oder zur Verwendung im elektrischen Betrieb genutzt werden.



Hushcraft unterzeichnet ersten Vertrag über die Nachrüstung mit Hybridantrieben

Hushcraft, ein neuer Anbieter von Elektro- und Hybridantriebslösungen für den Freizeit- und Gewerbebereich, hat die erste Montage seines (zum Patent angemeldeten) Thrust Pilot vereinbart.

Das System wurde speziell für die Nachrüstung von vorhandenen Schiffen entwickelt und wird – in einem Pod – außerhalb des Schiffs zusammengebaut. Der Hushcraft Thrust Pilot kann Servolenkung, Motor, Batterien, Steuerungen, Ladegerät und einen Generator umfassen. Die Lösung basiert auf der typischen Nutzung eines Schiffs und erlaubt den normalen Offshore-Betrieb mit hoher Geschwindigkeit. Erreicht das Schiff Flussmündungen, Flüsse oder Seen mit Geschwindigkeitsbegrenzungen, nutzt das System den Elektroantrieb.

Ben Simpson, Geschäftsführer von Hushcraft, erklärt: „Die Vorteile von Hybrid- und Elektroantriebssystemen sind bekannt, aber durch unsere Lösung bekommt der Endnutzer diese Vorteile in einem runden Paket geliefert, das die Montagekosten reduziert. Unser Fokus liegt auf der Minimierung von intrusiven Arbeiten oder Modifikationen innerhalb des Schiffs, indem die Montage für eine Nachrüstung vereinfacht wurde. Dadurch kann der Schiffsbesitzer Geld sparen.“



July 2016


ABB liefert Antrieb für die größten emissionsfreien Elektrofähren der Welt sowie erste automatisierte landseitige Ladestation

Image Coming Soon - 1ABB wird die kompletten Energie- und Antriebssysteme für zwei Schiffe der HH Ferries Group liefern, die damit die weltweit größten emissionsfreien Elektrofähren werden. Bei der Modernisierung kommen Batterien, eine Energiespeicherregelung und ein DC-Bordnetz zum Einsatz. An beiden Enden der Strecke wird ABB die ersten automatisierten landseitigen Ladestationen mit einem ABB-Industrieroboter bereitstellen, wodurch die Verbindungszeit optimiert und damit die Ladezeit maximiert wird.

Die beiden Fähren, Tycho Brahe und Aurora, werden zwischen Helsingør (Dänemark) und Helsingborg (Schweden) komplett im Batteriebetrieb fahren und auf einer Entfernung von etwa 4 km mehr als 7,4 Mio. Passagiere und 1,9 Mio. Fahrzeuge pro Jahr befördern. Die neue Batterielösung wird dazu beitragen, die Gesamtemissionen der Flotte um mehr als 50 % gegenüber den aktuellen Dieselschiffen zu senken. Die Gesamt-Batteriespeicherleistung von 8.320 kWh für beide Fähren entspricht der von 10.700 Autobatterien.

„Dieser Auftrag betrifft den Kern dessen, was wir bei ABB tun“, meint Juha Koskela, Geschäftsführer der ABB-Geschäftseinheit Marine und Häfen. „Das sind sehr innovative Lösungen im Einklang mit unserer Strategie Next Level, mit der wir die Effizienz verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren wollen.“

Die Investition wird mitfinanziert von der INEA, der Exekutivagentur für Innovation und Netze der EU.



General Motors und US Navy arbeiten gemeinsam an Brennstoffzellen-UUV

Image Coming Soon - 1General Motors (GM), das Office of Naval Research (ONR) und das US Naval Research Laboratory (US NRL) kooperieren bei der Integration von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen in die nächste Generation von unbemannten Unterwasserfahrzeugen (UUV) der US Navy.

Im Rahmen des Programms Innovative Naval Prototype des ONR für UUV mit großer Verdrängung, ist die Energieversorgung eine Kerntechnologie für die US Navy, die sich Fahrzeuge mit mehr als 60 Tagen Dauerleistung zum Ziel gesetzt hat. Das US NRL schloss vor Kurzem eine Evaluation eines UUV-Prototyps ab, dessen Antriebsstrang mit einer GM-Brennstoffzelle ausgerüstet war. Die Tests, ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines seegängigen Prototyps, wurden in den Becken des Naval Surface Warfare Center in Carderock (USA/Maryland) durchgeführt.

„Unsere Experimente mit einem integrierten Prototyp im Wasser zeigen, dass Brennstoffzellen einen Paradigmenwechsel bei autonomen Unterwassersystemen darstellen “, so Frank Herr, Abteilungsleiter für Ocean Battle Sensing am ONR. „Zuverlässigkeit, hohe Energieabgabe und Wirtschaftlichkeit – dank der Partnerschaft mit GM – sind besonders wichtig, wenn die US Navy UUV als Verstärkung einsetzen möchte.“



Fjord1 bestellt zwei batteriebetriebene Fähren bei der Werft Tersan

Image Coming Soon - 1Der norwegische Fährenbesitzer und -betreiber Fjord1 hat einen Vertrag mit der türkischen Werft Tersan über den Neubau von zwei batteriebetriebenen Fähren unterzeichnet. Die beiden Schiffe – mitentwickelt vom norwegischen Schiffskonstrukteur Multi Maritime – sollen ihren Betrieb am 1. Januar 2018 auf der E39, zwischen Anda und Lote an der Westküste Norwegens, bis 2027 aufnehmen.

„Dies wird die erste Fährverbindung in Norwegen sein, bei der die Verkehrsverwaltung den Einsatz einer emissionsfreien Technologie vorschreibt“, gab Fjord1 in einer offiziellen Erklärung bekannt. „Die neuen Fähren sind ein wichtiger Schritt hin zu umweltfreundlicheren öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Das Aufladen der Batterien erfolgt am Kai über vollautomatische Ladestationen. Die Batteriekapazität wird ausreichen, um damit den Betrieb für voraussichtlich mehrere Stunden fortzusetzen, zum Beispiel bei Wartungsarbeiten am Netz oder an den Ladestationen. Darüber hinaus werden die Fähren mit Biodiesel-Generatoren ausgestattet sein, die zukünftig auf anderen Fjord-Überfahrten einen potenziellen Betrieb als Plug-in-Hybrid ermöglichen. Die Beförderungskapazität der Fähren beträgt jeweils 120 Autos, 12 Anhänger und 349 Passagiere. Der Bau der beiden Schiffe wird voraussichtlich im Oktober diesen Jahres beginnen.



Neues vom Hybrid-Forschungsschiff CUNY

Image Coming Soon - 1Der Bau des zweiten Schiffs in einer Reihe von Forschungsschiffen in Form von Hybrid-Aluminium-Katamaranen ist derzeit auf der Werft Derecktor in New York im Gang. Das 65 Meter lange Schiff, das von der City University of New York (CUNY) in Zusammenarbeit mit dem Science and Resilience Institute at Jamaica Bay (SRI @ JB) in Auftrag gegeben wurde, wird seinen Heimathafen in Jamaica Bay (USA/New York) haben und für Forschungs- und Bildungszwecke genutzt werden.

Das Hybrid-Antriebssystem sorgt für einen Batteriebetrieb des Schiffs, ein Dieselgenerator mit variabler Drehzahl dient dabei zum Aufladen der Batterien. Ein BAE-HybriDrive-System nutzt Lithium-Polymer-Akkus von Corvus Energy für einen AC-Antriebsmotor, der die Kraft an die Welle/den Propeller abgibt. Wenn der Ladezustand der Batterien nachlässt, schaltet sich ein drehzahlvariabler Dieselgenerator, je nach Bedarf und Ladungszustand der Batterien, zu oder aus. Das System erzeugt darüber hinaus auch die elektrische Energie für die Nebenlasten an Bord des Schiffs. Damit die Auswirkungen auf die lokalen Gewässer so gering wie möglich ausfallen, werden Kielkühler die Abwasserableitung aus dem Schiff reduzieren.

„Angesichts der vielseitigen Stromquelle für Nebenlasten haben wir die perfekte Plattform für Anwendungen mit hohem elektrischen Bedarf“, so Micah Tucker, Geschäftsführer von Derecktor in New York. „Auch der geräuschlose Betrieb der Elektromotoren hat für vermehrtes Interesse gesorgt. Das ist ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität des Schiffs für Forscher.“

Der Bau wird etwa 16 Monate dauern, die Auslieferung wird für Juni 2017 erwartet.



Hybridantrieb für venezianische Wassertaxis

Ein diesel-elektrischer Antrieb für die Wassertaxis von Venedig wird von Ingenieuren der Universität Southampton (GB) entwickelt, der einen umweltfreundlichen Transport in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt ermöglichen soll.

Die Ingenieure arbeiten mit REAPsystems, einem in Großbritannien ansässigen Entwickler moderner Antriebssysteme, an einem diesel-elektrischen Antrieb, der von jedem Bootsbauer in alle bestehenden Boote eingebaut werden kann. Das System nutzt einen Dieselmotor auf dem neuesten technischen Stand, gekoppelt mit einem Hochleistungselektromotor, einem Wechselrichter, einer Lithium-Ionen-Batterie sowie einer hochentwickelten Systemsteuerung.

In der Stadt kann das Boot rein elektrisch betrieben werden. Bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit übernimmt automatisch der Dieselmotor den Antrieb. Im Dieselbetrieb fungiert der Elektromotor als Generator, lädt die Batterie auf und lässt den Dieselmotor in einem effizienteren Bereich arbeiten. Der Elektromotor kann auch zur Senkung der Abgasemissionen beitragen.

Professor Suleiman Sharkh, Leiter des Bereichs Mechatronik an der Universität Southampton, sagte: „Die Vorteile liegen auf der Hand: kein Lärm, keine Umweltverschmutzung und keine Vibrationen beim Betrieb in der Stadt. Unsere Vorführungen mit dem Wassertaxi dienen der Information der lokalen Behörden, damit sie ihre Vorschriften verschärfen können. Somit werden die reduzierten Wartungskosten und die Halbierung des Kraftstoffverbrauchs Betreiber überzeugen, auf diese umweltfreundlichen Antriebe umzusteigen.“

Das Hybridtaxi wird in diesem Sommer getestet, ein Termin, der mit neuen Umweltregelungen im Schiffsverkehr zusammenfällt. Zur Finanzierung der Entwicklung dieser Technologie wurde ein Crowdfunding-Projekt gestartet.



Auslieferung der Hybridfähre Texelstroom

Image Coming Soon - 1Nachdem vor mehr als zwei Jahren eine Vereinbarung mit der nordspanischen Werft LaNaval über den Bau einer neuen Fähre unterzeichnet wurde, konnte jetzt die Texelstroom, eine der ersten Hybrid-RoPax-Fähren der Welt, an die Koninklijke N.V. Texels Eigen Stoomboot Onderneming (Royal TESO) ausgeliefert werden.

Das Schiff, das bis zu 1.750 Passagiere und 350 Fahrzeuge zwischen dem Hafen von Den Helder und der Insel Texel befördern soll, wird von vier Hauptmaschinen der Anglo Belgian Corporation angetrieben, die zwei bivalente (CNG + Diesel) Aggregate mit jeweils 2 MW bei 1.000 U/min und zwei Dieselaggregate mit jeweils 2 MW Leistung bei 750 U/min umfassen.

Die 135 Meter lange Fähre fährt mit ihren Dual-Fuel-Maschinen stündlich zwischen 6:00 und 22:00 Uhr. Die Maschinen haben eine für diesen Gezeitenbereich ausreichende Leistung für die etwa 20-minütige Überfahrt zwischen dem Festland und der größten niederländischen Wattenmeerinsel Texel. Bei normalen Wetterbedingungen wird die Texelstroom nur ein Dual-Fuel-Aggregat während des größten Teils der Überfahrt nutzen, wobei die Verbrennungsmaschine mit den Bordbatterien zusammenarbeitet.

Bereits in der Konzeptphase der Fähre wurde die Redundanz berücksichtigt. In Fällen äußerster Dringlichkeit kann die Hybridfähre die Überfahrt von Texel zum Festland (und umgekehrt) mit hoher Geschwindigkeit erledigen. Aus diesem Grund wurden auch zwei Dieselaggregate als Reserve vorgesehen.

Darüber hinaus ist auf dem Dach der Fähre ein 700 m² großes Solarpanel montiert. Die dort gewonnene Energie wird in Hochleistungsbatterien gespeichert, die Teil des modernen Energiemanagementsystems sind. Die Energie kann dann in Spitzenzeiten für den Antrieb oder für den Bordstromverbrauch genutzt werden.

Cees de Waal, Leiter von TESO, meinte: „Mit der Texelstroom wollte TESO ihre Ziele: Umweltvorteile, Kostenkontrolle und Qualitätsverbesserung in die Tat umsetzen. Das Schiff verkörpert die neuesten Technologien zur Reduzierung von Emissionen. Diese Fähre der nächsten Generation wird unsere Passagiere komfortabel und effizient über das Marsdiep befördern. Beim Antrieb war uns die Wahl umweltfreundlicher und zuverlässiger Maschinen sehr wichtig.“



US-Patent für Eco Marine Power

Image Coming Soon - 1Der Eco Marine Power (EMP) wurde ein US-Patent auf Technologie für sein Wind- und Solarstromsystem Aquarius MRE für Schiffe erteilt.

Laut EMP können Technologien von Aquarius MRE in bestehende Schiffskonstruktionen wie Kreuzfahrtschiffe, Roll-on/Roll-off-Fähren, große Fähren, Autotransporter oder in zukünftige Konzepte, unbemannte Überwasserfahrzeuge, Kriegsschiffe, Küstenwachtschiffe sowie in Offshore-Projekte für erneuerbare Energien integriert werden.

Bei Aquarius MRE handelt es sich um ein integriertes System aus starren Segeln, seefesten Solarpanels, Energiespeichermodulen und Schiffscomputern, mit denen sich Schiffe erneuerbare Energien erschließen sollen, indem sie die von Wind und Sonne zur Verfügung gestellte Leistung nutzbar machen.

Teilsysteme von Aquarius MRE werden derzeit auf dem Schiff Blue Star Delos in der Ägäis bewertet und in Onomichi (Japan) getestet.



Yamaha Motor entwickelt autonomes elektrisches Vermessungsfahrzeug

Image Coming Soon - 1Yamaha Motor hat die Entwicklung von BREEZE10 bekanntgegeben, einem autonomen unbemannten kompakten Elektro-Forschungsfahrzeug, das Sondierungsarbeiten wie die Messung des Sedimentniveaus an Staudämmen unterstützt.

Nach Unternehmensangaben handelt es sich beim BREEZE10 um ein elektrisches GFK-Fahrzeug von ca. 3 Meter Länge für eine einfache Montage von Messgeräten wie einem Mehrstrahl-Sonar mit geringer Strahlbreite, die bei Messarbeiten immer beliebter werden, z. B. bei der Messung der Schlammhöhe an Staudämmen.

Der Betrieb in flachen Gewässern wird durch einen Spezialrumpf mit einem 0,5 kW leistenden Elektromotor von Yamaha Motor ermöglicht, während eine Lithium-Ionen-Batterie und ein kompakter bordeigener Generator für sechs Stunden Dauerbetrieb sorgen. Drei Betriebsarten können je nach Umgebung der zu untersuchenden Örtlichkeit gewählt werden: programmierte automatische Navigation, Fernsteuerung und Betrieb mit Onboard-Joystick.

Das BREEZE10 nutzt Positions- und Azimutwinkeldaten von GNSS (ein Satellitenortungssystem), die eine unbemannte autonome Navigation ermöglichen, und, so Yamaha Motor, unterstützt effizienzsteigernde sowie arbeitssparende Verbesserungen für die Vermessung von Gewässerböden mit Sonar. Es ist zu erwarten, dass die Nutzung des Fahrzeugs in Zukunft von der Vermessung auf Aufklärung und militärische Unterstützung ausgedehnt wird.



Norwegian Electric Systems stellt neue DC-Netzlösung vor

Image Coming Soon - 1Norwegian Electric Systems (NES) hat Odin’s Eye vorgestellt, eine brandneue Lösung für DC-Netze, die den Einsatz drehzahlvariabler Aggregate ermöglicht. Sie kann auf jedem Schiff verwendet werden, das ein dieselelektrisches Antriebssystem erfordert, es können aber auch Batterien und Landanschlüsse hinzugefügt werden. Sie verfügt über ein hohes Maß an Redundanz und einen extrem schnellen Kurzschlussschutz.

„Wir haben schon immer an DC-Netz-Lösungen geglaubt. Sie funktionieren, sie sparen Treibstoff und verursachen weniger Emissionen“, sagte Paul Winson, Leitender Vizepräsident Vertrieb bei NES. „Allerdings gefiel uns die Technologie nicht, die derzeit angeboten wird, da sie sehr teuer und in ihren Möglichkeiten begrenzt ist. Wir wussten, dass wir das besser machen können, deshalb setzten wir uns die Aufgabe, eine Lösung zu finden, die günstiger ist und mehr Möglichkeiten bietet, z. B. auch mehr Sicherheit. Und es stellte sich heraus, dass wir bereits die Antwort haben.“

Laut Winson erweiterte NES ihren Frequenzwandler Quadro Drive und schloss ihn an eine Ringnetz-Lösung an. „Statt auf nur zwei geteilte Schaltanlagen beschränkt zu sein, die eine drastische Überdimensionierung der Generatoren und Antriebsmotoren erfordern, können wir jetzt alle wesentlichen Geräte in einzelne autonome Inseln aufteilen. Diese Inseln können so konfiguriert werden, dass sie entweder an geschlossenen Sammelschienen zusammenarbeiten oder an offenen Sammelschienen unabhängig voneinander funktionieren. Da wir unsere vorhandene bewährte Hardware nutzen, können wir unsere Kosten sehr niedrig halten und das Risiko einer „Produkt-Neuentwicklung“ umgehen.



EST-Floattech stellt kugelsichere Nanotechnologie-Akkus vor

Der holländische Hersteller von Lithium-Polymer-Energiespeichersystemen EST-Floattech hat Green Dolphin angekündigt, ein neues Produkt, in dem konfektionierte Li-NMC-Batterien mit Nanotechnologie eingesetzt werden.

Die ursprünglich von Kokam für militärische Anwendungen wie Unterseeboote entwickelte Nanotechnologie wird jetzt aufgrund der berichteten chemischen Stabilität von EST-Floattech für die Schifffahrt kommerziell verwertet. Nach Angaben des Unternehmens vereint die Nanotechnologie die Energiedichte von Li-NMC und die extreme Stabilität von Li-LTO. So entsteht eine Zelle, die angeblich fast immun gegen Kurzschluss und Überladung ist.

Anders als bei herkömmlichen Lithium-Zellen, die einen passiven Film an der Oberfläche der Anoden und Kathoden bilden – die sogenannte Solid-Electrolyte Interphase –, die zu einer verminderten Leitfähigkeit führt, sind die Zellen von Green Dolphin mit LFP- und Nlto-Teilchen in Nanogröße beschichtet, die Berichten zufolge die Leitfähigkeit der Lithiumionen-Elektroden verbessern, die Leistung stabilisieren und eine längere Lebensdauer ermöglichen.

Green Dolphin, eine 14x-2000-Ah-Zelle, soll eine Zyklenfestigkeit von über 6.000 Zyklen besitzen, sogar bei 100 % Entladetiefe. Das Produkt hat verschiedene Tests seiner Sicherheit und Funktionsfähigkeit durchlaufen, darunter einen ballistischen Test, bei dem ein Geschoss auf das Akku-Pack gefeuert wurde, sowie mehrere Nadel-Tests, bei denen Kurzschlüsse provoziert werden sollen. EST-Floattech gibt an, dass keiner der Tests die Funktion der Zelle beeinträchtigt oder zu einem thermischen Durchgehen geführt hat.

„Bei unseren Bemühungen, die stabilste und intelligenteste aller möglichen Energiespeicherlösungen zu entwickeln, führen wir die Nanotechnologie in kommerzielle Anwendungen der Schifffahrt ein“, so Marco de Bos, Geschäftsführer von EST-Floattech. „Green Dolphin besitzt alle Merkmale einer sehr sicheren Energiespeicherlösung mit hoher Zyklenfestigkeit.“

Das Unternehmen erwartet, Green Dolphin im 4. Quartal 2016 auf den Markt bringen zu können.



Juni 2016


MAN Rollo stellt neue umweltfreundliche LNG-Maschinen auf der World Expo vor

Image Coming Soon - 1MAN Rollo, Hersteller von Antriebssystemen, nutzt die Electric & Hybrid Marine World Expo 2016 dazu, Lösungen zu besprechen, die Flüssigerdgas als Kraftstoff für Marineanwendungen verwenden, z. B. bei drei Gasgeneratoreinheiten mit 480 ekW für die Fähre MS Helgoland.

Wie Besucher des Amsterdam RAI herausfinden werden, lieferte das Unternehmen die Gasgeneratoreinheiten an die Werft Fassmer in Berne (Deutschland), wo die Fähre für die Reederei Cassen Eils gebaut wurde. Das Schiff bietet eine ganzjährige Fährverbindung zwischen der norddeutschen Stadt Cuxhaven und der Insel Helgoland in der Nordsee. Die 79 m lange Fähre kann bis zu 1000 Passagiere aufnehmen und wurde gemäß dem Umweltstandard Blue Angel gebaut. Die MS Helgoland ist das erste neue Schiff in Deutschland, das LNG als Kraftstoff nutzt.

MAN Rollo wird während der World Expo am Dienstag, 21. Juni, von 16:00 bis 18:00 Uhr, einen Networking-Empfang an seinem Stand (7016) abhalten, auf dem das LNG-Projekt diskutiert werden kann.



ABB-Azipod-Antrieb für ersten in China gebauten Eisbrecher gewählt

Image Coming Soon - 1Das elektrische ABB-Azipod-Antriebssystem wird einen chinesischen Eisbrecher für die Polarforschung antreiben. Es ist das erste in China gebaute Schiff seiner Art. Das Schiff des Polar Research Institute of China wird mit zwei Azipod VI mit einer kombinierten Leistung von 15 MW ausgestattet.

Da sich das Strahlruder um 360 Grad drehen kann, kann der Eisbrecher mit dem Heck oder Bug voran gesteuert werden. Das Schiff wird für Forschungszwecke verwendet und besitzt eine Verdrängung von 14.300 Tonnen. Es kann Eisschichten mit einer horizontalen Dicke von bis zu 1,5 m vorwärts und rückwärts mit einer Geschwindigkeit von 2-3 Knoten durchbrechen.

Juha Koskela, Geschäftsführer von ABB Marine and Ports, erzählte: „ABB stattete 1939 zum ersten Mal einen Eisbrecher mit einem elektrischen Antriebssystem aus, und wir freuen uns darüber, eine solch wichtige Rolle beim Bau des ersten Schiffs dieser Art in China zu spielen. Dieser Auftrag spiegelt die engen Beziehungen wieder, die wir innerhalb Chinas aufgebaut haben.“



Erstes akkubetriebenes Druckluftkissen-Schiff vom Stapel gelaufen

Image Coming Soon - 1Die BB Green, das weltweit erste Druckluftkissen-Schiff (ASV), das mit einem Lithium-Ionen-Energiespeicher funktioniert, ist bei Latitude Yachts in Riga (Lettland) vom Stapel gelaufen.

Das 25-Tonnen-Schiff, das auch das schnellste ASV der Welt ist, läuft mit einer Geschwindigkeit von 30 Knoten (56 km/h) und wird von zwei Elektromotoren mit je 280 kW angetrieben. Mit dem LTO-Energiespeichersystem mit 200 kWh der BB Green kann es länger als 30 Minuten mit hoher Geschwindigkeit und einer Reichweite von 14 nautischen Meilen (26 km) betrieben werden. Zudem fallen die Ladezeiten kurz aus (15-20 Minuten).

Die BB Green wurde für bis zu 70 Personen mit Fahrrädern entwickelt, die auf Binnenwasserstraßen von Vororten ins Stadtzentrum pendeln. Sie wird jedoch zunächst in ganz Europa zu Demonstrationszwecken genutzt werden, z. B. bei einer „Road Show“ von Riga nach Stockholm, durch den Kanal nach Göteborg und anschließend nach Oslo in Norwegen.

Antti Värynen, Vizepräsident des Unternehmens Leclanché, das die Lithium-Ionen-Titanat-Akkubank der BB Green entwickelt hat, erklärte: „Durch die vollständige Elektrifizierung von Passagierfähren werden lokale Emissionen reduziert und der geräuschlose und bequeme Transport auf Wasserstraßen ermöglicht.“



Torqeedo stellt neuen Elektromotor Cruise 10.0 R vor

Image Coming Soon - 1Torqeedo, ein Hersteller nachhaltiger Antriebstechnik für Sportboote, hat den Cruise 10.0 R vom Stapel gelassen, einen neuen Elektromotor für RIB-Boote, Trainingsboote und Bootsfahrer auf grünen Seen sowie kommerzielle Anwender wie Arbeitsschiffe, Wassertaxis und Tourboote.

Mit einer Antriebsleistung, die der eines Verbrennungsmotors mit 20 PS entspricht, einer Spitzenantriebsleistung von 12 kW und Dauerantriebsleistung von 10 kW erreicht der 10.0 R mit 48 V eine Spitzengeschwindigkeit von 34 km/h. Der Niederspannungsaußenborder, der bis zu 30 km mit 30 km/h zurücklegen kann, dient bei niedrigerer Geschwindigkeit als Langstrecken-Läufer mit einer Reichweite von bis zu 75 km.

Der Motor befindet sich in einem Aluminium-Pylon unter Wasser und wird durch das umgebende Wasser auf natürliche Weise gekühlt. Die Motorwelle ist hydrodynamisch optimiert. Ein integriertes GPS-Modul und ein Bordcomputer liefern präzise Informationen über Geschwindigkeit, Energieverbrauch und die verbleibende Reichweite, dargestellt auf einer Anzeige am Ferngashebel. Der Computer funktioniert auch mit der App TorqTrac von Torqeedo, durch die sich alle Motorinformationen auf einem Smartphone mit Bluetooth-Funktion anzeigen lassen.



US Navy nimmt elektrisches Kriegsschiff USS Zumwalt in Empfang

Image Coming Soon - 1Die US Navy hat die zukünftige USS Zumwalt (DDG 1000), das Leitschiff ihrer neuen Generation von multimissionsfähigen Überwasserschiffen, in Empfang genommen.

Die USS Zumwalt ist das erste Überwasserschiff der US Navy mit einem integrierten elektrischen Antriebssystem (IPS), das 1000 V Gleichstrom auf dem gesamten Schiff verteilt. Die architektonischen Möglichkeiten des IPS umfassen die Fähigkeit, die gesamte installierte Leistung von 78 MW je nach betrieblichen Anforderungen auf Antrieb, Schiffsbetrieb und Kampfsystemverbraucher von denselben Gasturbinen-Antriebsmaschinen aus zu verteilen.

„Das ist eine bedeutende Errungenschaft – nicht nur für das DDG-1000 Programm und das Schiffsbauteam, sondern für die gesamte US Navy“, so Rear Admiral (Select) Jim Downey, Programmleiter DDG 1000, Program Executive Office Ships. „Dieses beeindruckende Schiff integriert neben anspruchsvollen neuen Technologien auch eine neue Konstruktion, die für die Navy den Beginn einer neuen Generation von Fähigkeiten darstellt.“

Nach der Auslieferung und Zertifizierung der Besatzung bei General Dynamics – Bath Iron Works wird das Schiff am 15. Oktober in Baltimore (USA/Maryland) in Dienst genommen. Anschließend wird die USS Zumwalt ihren Heimathafen San Diego anlaufen, wo die Aktivierung der Missionssysteme parallel zu ihrer Verfügbarkeit nach der Auslieferung fortgesetzt wird.



Erstes Hybrid-Strahlruder von Caterpillar lieferbereit

Image Coming Soon - 1Das Unternehmen Caterpillar Marine hat bekanntgegeben, dass es die Auslieferung seines ersten Hybrid-Strahlruders an eine ungenannte Schiffswerft in Singapur beaufsichtigt. Das System wird Mitte dieses Jahres in Dienst genommen.

Laut dem Hersteller „übertrifft der neue Antriebsaufbau diesel-mechanische Systeme unter allen Teillastbedingungen, bietet einen niedrigeren Vebrauch und erhebliche Einsparungen während des gesamten Lebenszyklus für eine Vielzahl von Offshore-Versorgungsschiffen. Für Schiffe, die viel Zeit in Bereitschaft oder im DP-Dienst zubringen, können die jährlichen Kraftstoffeinsparungen bis zu 35 % betragen – über das gesamte Betriebsprofil des Schiffs berechnet.“

Das Hybrid-Strahlrudersystem kann auch dazu verwendet werden, die Hauptmaschine des Schiffs zu verkleinern, so dass die Motorlast optimiert wird. Zudem kann das Schiff in Bereitschaft oder bei kleinen DP-Vorgängen auf diesel-elektrischen Modus umschalten. Laut Caterpillar Marine ist das Strahlruder „ein wichtiger neuer Markteintritt, entweder für die Nachrüstung oder den Einbau in neue Schiffe.“

Jonas Granath, Leiter Elektrische Konstruktion, Caterpillar Marine Solution Center, erklärt: „Durch das neue System können Offshore-Versorgungsschiffe mit DP den diesel-elektrischen Modus und die kleineren Aggregate nutzen, während die Propeller sparsam mit niedrigen Drehzahlen betrieben werden. Genau unter diesen Bedingungen bietet unser neues Hybrid-Strahlrudersystem die größten Vorteile.“



Offshore Ship Designers stellt neuen emissionsarmen Elektroschlepper der Azistern-Reihe vor

Image Coming Soon - 1Offshore Ship Designers (OSD) hat einen neuen emissionsarmen und kompakten Elektroschlepper entwickelt, der die Azistern-Reihe von Schiffen erweitern soll.

Michiel Wijsmuller, Geschäftsführer von OSD, äußert sich: „Der Azistern-e hat den typischen widerstandsarmen, stabilen Rumpf und die Rundumsicht aller Azistern-Konstruktionen. Was diesen speziellen Azistern-Schlepper auszeichnet, ist die Tatsache, dass er einen revolutionären Pod-Antrieb und eine flexible, umweltfreundliche elektrische/diesel-elektrische Konfiguration besitzt.“

Die Hybridleistung des Azistern-e (Gesamtlänge von 22 m/50 Tonnen Pfahlzug) wird von zwei Aggregaten mit 970 kW und variabler Drehzahl erzeugt und durch zwei Lithium-Akkus mit 400 kWh unterstützt. Der emissionsarme Schlepper kann als mit IMO Tier III konforme Variante mit einem für ECA-Gebiete geeigneten Abgasnachbehandlungssystem geliefert werden und ist außerdem mit einem Energiemanagementsystem ausgestattet. Die gleichmäßige und optimierte Belastung des Antriebssystems gewährleistet niedrige Wartungs- und Kraftstoffkosten. Vorübergehendes Segeln und Manövrieren können unter Verwendung der Akkus komplett emissionsfrei erfolgen.



Neue Strahlruder von Rolls-Royce aus gewichtssparendem Kohlefaser-Material

Image Coming Soon - 1Eine neue Generation von steuerbaren Strahlrudern, die von Rolls-Royce an den italienischen Yachtbauer Benetti ausgeliefert wird, macht erstmalig ausgiebig von einem Kohlefaser-Material Gebrauch.

Das neue Azipull Carbon 65 (AZP C65), das ursprünglich für schnelle Jachten entwickelt wurde und nun auch in Passagier- und Arbeitsschiffen Anwendung findet, verwendet Kohlefasern für tragende Teile, wodurch das Gewicht des Antriebssystems reduziert und ein besseres Schiffslayout erreicht werden.

Das AZP C65, das erste Strahlruder der Reihe, ist für eine Nennleistung von 2 MW gedacht und mit einem Festpropeller in Fahrtrichtung ausgestattet. Der Antriebsstrang besitzt zwei Spiralkegelradsätze, die in einer Stützstruktur eingebaut sind, um die optimale Belastbarkeit unter allen Betriebsbedingungen sicherzustellen. Das Strahlruder kann mithilfe eines Hydrauliksystems gesteuert werden.

Gary Nutter, EVP Antrieb und Motoren bei Rolls-Royce, meinte: „Die neue Entwicklung hat großen Nutzen aus unserer sehr guten Kooperation mit Azimut Benetti gezogen. Die Fähigkeiten des Unternehmens als Jachtbauer und sein Engagement bei der Entwicklung des perfekten Schiffs sind inspirierend.“



Europäisches Debüt auf der World Expo für die neuen Direktantriebe SUMO MD von TM4

Image Coming Soon - 1Rational Motion, der exklusive Partner von TM4 für Vertrieb und technischen Support auf dem europäischen Markt, präsentiert auf der Electric & Hybrid Marine World Expo 2016 zum ersten Mal in Europa die neuen Direktantriebe vom Typ SUMO MD des kanadischen Herstellers von Elektroantrieben.

Die SUMO-Reihe von niedertourigen Permanentmagnetmotoren mit hohem Drehmoment sind für die Kopplung mit standardmäßigen Heckdifferenzialen ohne Zwischengetriebe gedacht.

Die neue Generation, die mit der SUMO-MD-Reihe beginnt und Anfang 2017 von HD-Versionen fortgesetzt wird, bringt ein neues technisches Niveau in die externe Rotortopologie der Permanentmagnet-Direktantriebe ein. Die Motoren sind direkt auf der Oberfläche des C-Stahlrotors befestigt, wodurch im Vergleich zur vorangegangenen Generation eine Materialeinsparung von 25 % erreicht wurde. Zusätzlich bieten die neuen SUMO-MD-Motoren 45 % mehr Drehmoment (bis zu 2950 Nm) und eine von 200 auf 250 kW gesteigerte Spitzenleistung.



Indisches Start-up-Unternehmen bereitet Weg für solarbetriebene Fähren und Boote

Image Coming Soon - 1Das indische Start-up-Unternehmen NavAlt plant innerhalb der nächsten Wochen die Auslieferung der größten solarbetriebenen Fähre Indiens an das Kerala State Water Transport Department. Die Fähre wird 20 m lang sein und 75 Passagiere in den Nebengewässern um Kochi (Kerala) befördern.

Sandith Thandasherry, CEO von NavAlt Solar & Electric Boats, sagt dazu: „Bis zum solarbetriebenen Auto ist es in kommerzieller Hinsicht noch ein weiter Weg. Realistischer ist die Installation von Solarmodulen und die Reduzierung des Leistungsbedarfs auf einem großen Boot mit großer Oberfläche. In Zusammenarbeit mit anderen globalen Organisationen wollen wir diese gemeinsame Vision Wirklichkeit werden lassen.“

NavAlt ist ein Joint Venture zwischen Navgathi, einem indischen Marine-Engineering-Anbieter, und EVE Systems, den französischen Anbietern von technischem Know-how. Die Fähre wird eine solare photoelektrische Anlage mit 20 kW nutzen, um zwei Elektromotoren über Lithium-Akkus mit 50 kWh anzutreiben. An regnerischen Tagen kann die Solarfähre auf Strom aus dem normalen Netz zugreifen.



Leclanché veröffentlicht neue M2-Batteriemodule

Image Coming Soon - 1Leclanché, Anbieter von Energiespeicherlösungen, hat die Veröffentlichung seiner zweiten Generation von Batteriemodulen bekanntgegeben.

Die M2-Module ersetzen die M1-Reihe, sind leichter und kleiner und als LTO- oder G-NMC-Chemieversionen erhältlich. Insgesamt gibt es 35 Modulkonfigurationen mit verschiedenen Spannungen, Kapazitäten und Größen. Alle M2-Module besitzen Batteriemanagementsysteme und sind mit Wärmemanagement-Zusätzen erhältlich.

Die M2-Module werden in der größten Elektrofähre der Welt (gemessen an der Batteriekapazität) eingesetzt, die zwischen den Inseln Ærø, Fynen und Als im Süden Dänemarks verkehrt. Die E-Fähre besitzt eine Energiespeicherkapazität von 4,3 MWh und wird zwischen den Fahrten schnell im Dock aufgeladen.

Antti Värynen, VP Energiespeichersysteme für den Mobilitätssektor bei Leclanché, erklärte: „Die E-Fähre ist sowohl hinsichtlich ihres Konzepts als auch Ausführung eine bahnbrechende Entwicklung. Sie verwirft die typische Vorstellung von Elektrofähren als „schwimmende Brücken“, begrenzt auf kurze Strecken über einen Fjord oder Fluss, und ist stattdessen genau wie konventionelle Fähren, die sich fossiler Kraftstoffe bedienen, auf größeren Gewässern (>10 sm) in Betrieb. Das integrierte akku-elektrische Antriebssystem nutzt mehrere parallele, redundante „Batteriestränge“, um den Betrieb auch dann zu ermöglichen, wenn ein großer Teil des Systems offline oder inoperabel ist.“



Kann 2016


Rolls-Royce Marine rüstet die RRS Sir David Attenborough mit dieselelektrischem Antriebssystem aus


Image Coming Soon - 1 Rolls-Royce Marine wird im Rahmen eines Auftrags im Wert von 43 Mio. US$ das dieselelektrische Antriebssystem sowie diverse weitere Maschinen und Geräte für das zukünftige britische Polarforschungsschiff RRS Sir David Attenborough liefern, das nach seiner Fertigstellung eines der modernsten Forschungsschiffe sein wird, die jemals gebaut wurden.

Das 128 m lange Schiff, das von Cammell Laird gebaut wird, vom britischen Natural Environment Research Council in Auftrag gegeben wurde und von der British Antarctic Survey betrieben werden wird, wird von den neuen Rolls-Royce-Maschinen vom Typ Bergen B33:45 angetrieben (zwei Neun-Zylinder- und zwei Sechs-Zylinder-Maschinen) und mit zwei Rolls-Royce-Verstellpropellern mit 4,5 m Durchmesser ausgestattet. Gemeinsam werden die Maschinen mit den Propellern das Schiff durch eine ca. 1 m dicke Eisschicht schieben können. Dabei ist das nach unten abgestrahlte Geräusch sehr niedrig, wodurch eine Störung der Messausrüstung bzw. eine Beeinträchtigung von Meeressäugetieren und Fischschwärmen verhindert wird.

Die Anforderungen von Cammell Laird an Rolls-Royce lauteten für die Schiffskonstruktion u. a.: Eisklasse Polar Code 4, hoher Ausdauerfaktor, Autarkie in Bezug auf Treibstoff und Proviant für Reisen von bis zu 19.000 nautischen Meilen Länge, Platz für insgesamt 90 Personen und eine große Ladekapazität.

John Syvret, Geschäftsführer von Cammell Laird, meinte: „Dieses hochmoderne Schiff zeigt, was Cammell Laird als einer von Europas innovativsten, am besten ausgestatteten und am höchsten qualifizierten Marine-Engineering-Dienstleistern leisten kann. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Lieferanten Rolls-Royce und darauf, dessen branchenführendes Know-how mit unseren auf höchstem Niveau arbeitenden Anlagen und unserer Top-Belegschaft zusammenzuführen.“


Peruanisches Marine-Forschungsschiff wird mit dieselelektrischem Antriebssystem von GE ausgerüstet


Image Coming Soon - 1 GE wurde von der Werft Freire für eine Reihe von Marinelösungen für das erste Diesel-Elektro-Schiff der peruanischen Marine ausgewählt. Im Rahmen der Vereinbarung wird das Unternehmen das Stromversorgungs- und Antriebssystem mit SeaStream Dynamic Positioning (DP) sowie das Automatisierungssystem für das Forschungsschiff liefern. Das Forschungsschiff der peruanischen Marine wird in Vigo in der Werft Freire gebaut, um Aufgaben der Polarforschung zu übernehmen.

Das elektrische Antriebssystem von GE, das mit einem vibrationsgedämpften Elektromotor ausgestattet ist, wird dazu beitragen, die Anforderungen der Marine an die geringe Abstrahlung von Geräusch unter Wasser zu erfüllen und die Einstufung der Klasse Silent-A von DNV GL zu erreichen, die zu einer effektiven Durchführung der Forschungsaufgaben erforderlich ist. Das von GE Marine Solutions entwickelte Niederspannungsantriebssystem, das Generatoren, eine Schaltanlage, Frequenzumrichter vom Typ MV3000 und Elektromotoren umfasst, soll eine hohe Redundanzrate ermöglichen und den Verbrauch senken. Das Niederspannungsantriebssystem wird in Verbindung mit dem GE Seastream DP den Weg für eine weitere Reduzierung des Verbrauchs ebnen.

Tim Schweikert, Präsident und Geschäftsführer von GE Marine Solutions, sagte: „Dank der riesigen Erfahrung von GE mit ähnlichen Lösungen konnten wir der peruanischen Marine beim Bau eines modernen Forschungsschiffs helfen, das selbst in den widrigsten Umgebungen effizient, zuverlässig und mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt arbeiten wird.“


ABB erhält großen Auftrag über die Elektrifizierung einer neuen norwegischen Hybrid-Autofähre


Image Coming Soon - 1 ABB wird das Stromversorgungssystem für eine Hybrid-Autofähre liefern, die eine Passagierroute in Norwegen bedient. Die von Multi Maritime konstruierte und von der Fiskarstrand Verft in West-Norwegen gebaute Fähre mit dem Namen MM63 wird als Hybridschiff arbeiten, kann aber so verändert werden, dass sie als rein elektrische Fähre mit Landladestation betrieben werden kann. Die Fähre wird 60 Autos und 250 Passagiere transportieren können.

Die Stromversorgung von ABB ist Teil des elektrischen Gesamtsystems, das von Acel stammt. Herzstück der ABB-Lieferung ist das bordeigene Gleichstromnetzsystem, eine modulare elektrische Systemplattform, die zum Anschluss von Verbrauchern an den Stromquellen Gleichstrom nutzt. In diesem Fall ermöglichen zwei Akkupacks von 270 kWh Kapazität den Verbrennungsmaschinen einen effizienteren Betrieb mit variabler Drehzahl. Die Batterien werden für das sogenannte Peak Shaving verwendet, d. h. dass die Akkus zur Deckung des Strombedarfs beitragen, womit die Generatoren in einem optimaleren Bereich arbeiten können. Der Besitzer Torghatten Trafikkselskap besitzt die Möglichkeit, weitere 16 Akkupacks und eine Landladestation hinzuzufügen, um das Schiff rein elektrisch zu betreiben.

„Die Speicherung von Energie ist bereits länger einer der wichtigsten Schwerpunkte für unser Forschungs- und Entwicklungsteam“, so Juha Koskela, Geschäftsführer von ABB Marine and Ports. „Wir sind uns bewusst, dass Batterien auf einer Vielfalt von Schiffen eine wichtige Rolle spielen und eine Technologie für die Gegenwart wie auch für die Zukunft darstellen.“

Diese Nachricht kommt Monate, nachdem sich ABB den Auftrag über die Lieferung des Stromversorgungssystems für die akkubetriebene Sightseeing-Fähre Seasight sicherte, die den von der UNESCO geschützten Nærøyfjord anlaufen wird.


Neues Offshore-Schiff nutzt Lithium-Ionen-Energiespeichersystem von Corvus


Image Coming Soon - 1 Die Østensjø Rederi hat ihr neues Offshore-Bauschiff Edda Freya getauft. Das für den erweiterten Nordseeraum konstruierte und gebaute Schiff nutzt einen umweltfreundlichen und sparsamen Diesel-Elektro-Hybridantrieb, dem ein Corvus Energy-ESS (Energiespeichersystem) zugrunde liegt.

Das Antriebssystem (Siemens Bluedrive PlusC) wurde von Siemens in Zusammenarbeit mit der Østensjø Rederi realisiert. Durch die Nutzung einer variablen Drehzahl mit optimalem Betrieb der Dieselgeneratoren in Kombination mit dem Corvus-ESS wird das System den Treibstoffverbrauch und die Emissionen von Stickoxiden (NOx) sowie Treibhausgasen (CO2/Methan) deutlich senken.

Das Hauptaugenmerk bei der Konzeption des Unterwasser-Bauschiffs lag auf Kabelverlegung, Offshore-Bau und IMR-Arbeiten. Der erste Auftrag des Schiffs erfolgt mit DeepOcean und dreht sich um Montagearbeiten für Statoil bei der Erschließung von Maria im Europäischen Nordmeer und insbesondere um den Umbau der Statoil-Plattformen Kristin und Heidrun. Solche Arbeiten werden durch die Antriebs- und DP3-Positioniersysteme des Schiffs ermöglicht.

Mit einer Länge von 150 m, einer Breite von 27 m und 2300 m² Gesamtdeckfläche ist die Edda Freya für derartige Offshore-Arbeiten mit einem 150-t-Doppelspanner-Vertikalverlegesystem und einem 3000-Tonnen-Karussell unter Deck ausgerüstet.


Neue Hybridfähre von Scandlines beginnt letzte Seeerprobung


Image Coming Soon - 1 Eine neue Hybridfähre namens MV Berlin, im Besitz der deutsch-dänischen Fährgesellschaft Scandlines, hat ihre Seeerprobung begonnen. Nach der Auslieferung soll sie auf der Fährverbindung Rostock-Gedser (Dänemark) zum Einsatz kommen.

In der Hybridfähre Berlin wird ein herkömmlicher Dieselantrieb mit Batteriestrom kombiniert. Nachdem die MV Berlin ein umfassendes Testprogramm abgeschlossen hat, wird sie unter gewöhnlichen und ungewöhnlichen Bedingungen erprobt. Im Anschluss an die Probefahrt wird das Schiff an seinem künftigen Liegeplatz in Rostock erwartet. Nach Angaben von Scandlines kann das Schiff bis zu 460 Pkw oder 96 Lkw aufnehmen und nicht weniger als 1300 Passagiere befördern.

Neben der MV Berlin hat das Unternehmen den Umbau einer zweiten Fähre, der MV Copenhagen, in Auftrag gegeben. Die beiden neuen Fähren stellen eine Umbau-Investition von mehr als 108,8 Mio. US$ pro Schiff dar. Sie werden die MV Kronprins Frederik und die MV Prins Joachim ersetzen, die derzeit den Fährbetrieb durchführen.

Fayard wurde 2014 mit dem Umbau der beiden Fähren betraut, nachdem die Werft Blohm+Voss in Hamburg umfangreiche Vorarbeiten durchgeführt hatte.


Total erwirbt Batteriehersteller Saft für 1,1 Mrd. US$


Die Öl- und Gaskonzern Total hat den französischen Batteriehersteller Saft für 1,1 Milliarden US$ als Investition in saubere Energieformen erworben.

In diesem Angebot wird das Unternehmen auf das Neunfache seines 2015 berichteten EBITDA bewertet, was im Vergleich zu den letzten Bewertungsmultiplikatoren der Batterieindustrie eine bedeutende Kontrollprämie darstellt. Der Aufsichtsrat von Saft genehmigte einstimmig die Übernahme durch Total und sieht die Transaktion in Einklang mit den Interessen des Unternehmens, seiner Aktionäre und der Mitarbeiter.

„Durch die Vereinigung von Saft und Total wird es Saft möglich, die Speerspitze des Konzerns bei der Stromspeicherung zu werden“, so Patrick Pouyanne, Vorsitzender und Geschäftsführer von Total. „Der Erwerb von Saft ist Teil des Bestrebens von Total, ihrer Entwicklung in den Bereichen erneuerbare Energien und Elektrizität zu beschleunigen. Darüber hinaus wird es diese Transaktion Saft ermöglichen, ihre eigene Entwicklung erfolgreich zu beschleunigen.“

Ghislain Lescuyer, Saft-Geschäftsführer, merkte an: „Ich bin davon überzeugt, dass Total Saft das erforderliche Know-how und die Ressourcen für ihre künftige Entwicklung zur Verfügung stellen wird, insbesondere im Hinblick auf die technischen und kommerziellen Fähigkeiten. Von dieser Transaktion werden Kunden und Mitarbeiter von Saft profitieren, die sich damit einem wichtigen Akteur im Energiebereich anschließen.“


WE Tech liefert Direktantrieb-PM-Wellengeneratoren für zwei LNG-Massengutfrachter


WE Tech wird Direktantrieb-Permanentmagnet-Wellengeneratoren (PM) für zwei neue, 25.600 dwt große Handysize-Schüttgutfrachter mit Dual-Fuel-Antrieb liefern, wobei eine Option auf zwei weitere Schiffe besteht.

Die Switch PMM 1000-Lösung wird vom Partnerunternehmen The Switch bereitgestellt, das sich auf PM-Maschinen der Megawatt-Klasse für moderne Schiffsantriebe spezialisiert. Jeder Generator sitzt direkt am Propellerstrang, was eine höhere Energieeffizienz, vor allem im Teillastbereich, ermöglicht. So entsteht ein Antriebssystem mit 1250 kW zusätzlicher mechanischer Leistung beim Betrieb unter schwierigen Bedingungen.

Die Schiffe gehören dem finnischen Unternehmen ESL Shipping und werden in der Werft von Sinotrans & CSC SBICO in Qingshan (China) gebaut. Die Auslieferung ist für März 2017 geplant, die Schiffe werden ihren Betrieb im Frühjahr 2018 in der Ostsee aufnehmen.

„Unsere Vision ist ein um 30 % geringerer Treibstoffverbrauch in der globalen Schifffahrt bis 2030“, so Mårten Storbacka, Geschäftsführer von WE Tech. „Das ist ein perfektes Beispiel für die Umsetzung moderner Antriebslösungen für eine umweltfreundliche Schifffahrt. Das Ziel von ESL, extrem energieeffiziente, LNG-betriebene Schüttgutfrachter einzusetzen, wird durch die Wahl des PM-Wellengenerators von The Switch unterstützt.“


Besonderheiten des Antriebssystems des Ecoship werden enthüllt


Image Coming Soon - 1 Die in Japan ansässige Nichtregierungsorganisation (NGO) Peace Boat hat angekündigt, dass die Eigenschaften des Hybrid-Antriebssystems ihres mit Wind- und Solarenergie betriebenen Ecoship während eines Seminars zum Thema natürliche Antriebsformen in Wageningen (Niederlande) am 24. Mai bekanntgegeben werden.

Das als „umweltfreundlichstes Kreuzfahrtschiff der Welt“ bezeichnete Schiff wird mit einem „zukunftsfähigen“ Hybridantrieb ausgestattet sein und mit saubereren Kraftstoffen laufen. Laut Dr. Andrés Molina, Projektmanager des Ecoship, „wird das Antriebssystem einige der zukunftsweisendsten Elemente kombinieren, die von der Industrie bisher entwickelt wurden, und wird ohne Zweifel neue Wege eröffnen, wie ein natürlicher Antrieb in der Kreuzfahrtbranche wahrgenommen wird.“

Das Ecoship soll eine 20%ige Senkung der Antriebsenergie, eine 50%ige Senkung der Stromlast und eine 40%ige Senkung der CO2-Emissionen im Vergleich zu ähnlichen, vor dem Jahr 2000 gebauten Schiffen, bieten. Seine Jungfernfahrt ist für 2020 geplant. Das Schiff soll Bildungsreisen anbieten, als „schwimmendes Nachhaltigkeitslabor“ dienen, zur Erforschung des Ozeans, des Klimas und umweltfreundlicher Meerestechnologien beitragen.


Cavotec und ABB wollen umweltfreundliche Land-Schiff-Stromversorgungslösungen anbieten


Image Coming Soon - 1 Cavotec und ABB haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, gemeinsam weltweit komplette Land-Schiff-Stromversorgungslösungen anzubieten. Bei derartigen Lösungen können Schiffe eine Landstromversorgung anzapfen und ihre eigenen Maschinen abschalten, wodurch schädliche Emissionen, Lärm und Vibrationen am Liegeplatz im Hafen beseitigt werden. Die Technologie soll eine nahtlose Umschaltung von der bordeigenen Stromerzeugung zur Landstromversorgung sicherstellen, ohne dass Versorgungsdienste wie Beleuchtung, Heizung und Kühlung unterbrochen werden.

Beide Unternehmen werden dem globalen Hafenmarkt moderne und sehr individuelle Lösungen sowie vollständige Lifecycle-Dienste und Unterstützung anbieten. Die Land-Schiff-Stromversorgungssysteme von ABB umfassen Technologien für die Hafen-Elektrifizierung, Frequenzumwandlungssysteme, Transformatoren, Regel- und Schutzausrüstung sowie Beratungsleistungen. Cavotec trägt Schnittstellenanlagen aus ihrem AMP-Angebot (Alternative Marine Power) wie Landverbindungsgehäuse und Kabelmanagementsysteme bei.

„Die Synergien zwischen ABB und Cavotec bilden die Basis für den Ausbau unserer führenden Position auf dem AMP-Markt. Das Produktangebot von Cavotec ergänzt das von ABB im Bereich Land-Schiff-Stromversorgungslösungen ideal. Diese Allianz wird unsere Marktführerschaft als weltweit bester Schnittstellen-Systemlieferant für die Landstromversorgung ausbauen“, sagte Ottonel Popesco, Cavotec-Geschäftsführer.


Neues modulares Lithium-Ionen-Batteriesystem wird auf der World Expo gezeigt


Akasol wird sein modular aufgebautes Lithium-Ionen-Batteriesystem AKARack im Rahmen der Electric & Hybrid Marine Expo in Amsterdam (21. bis 23. Juni) vorstellen. Das neue System wurde speziell für Elektro- und Hybridantriebe in Fähren, Schleppern, Bohrschiffen, Offshore-Versorgungsschiffen, Ausflugsbooten und Jachten entwickelt.

Laut Unternehmensangaben hat die Nachfrage nach 19-Zoll-Lithium-Ionen- Batteriesystemen mit erweitertem Funktionsumfang wie Flüssigkeits- oder Luftkühlung exponentiell zugenommen. Deswegen beschloss es die Entwicklung eines völlig neuen Systemkonzepts. Das AKARack besitzt eine Speicherkapazität von 5,3 kWh bei einer variablen Spannung von entweder 48 V (111 Ah) oder 144 V (37 Ah) und erreicht eine Leistung zwischen 10 kW (luftgekühlt) und bis zu 20 kW (wassergekühlt). Je nach Systemanforderung können mehrere AKARacks angeschlossen werden (seriell oder parallel), die eine Spannung von bis zu 1000 V erreichen können.

So kann Akasol AKARack- Batteriesysteme mit einer Leistung im Megawatt-Bereich anbieten. Das Unternehmen berichtet, dass das Batteriesystem während des Probebetriebs überzeugende Spitzenwerte für die spezifische Lade- und Entladeleistung zeigte und sich schneller als gewöhnlich auflud.


April 2016


Größte Werft Taiwans bestellt fortschrittliches diesel-elektrisches Antriebssystem von Siemens


Bild folgt in Kürze – 1 Die CSBC Corporation Taiwan hat Siemens als Lieferanten für diesel-elektrische Hightech-Antriebssysteme und weitere Zubehörteile für vier halbtauchfähige 65.000-Tonnen-Frachter (SSDCV) gewählt.

Die größte Werft des Landes baut derzeit Schiffe für einen Kunden in Singapur. Verglichen mit traditionellen mechanischen Antriebstechnologien reduziert das Diesel-Elektro-System von Siemens aufgrund eines einzigartigen Leistungsmanagements die Kraftstoffkosten um bis zu 15 %. Genauso verbessern zugehörige Propeller, Ruder und Strahlruder die Manövrierfähigkeit bei geringen Geschwindigkeiten. Jedes Antriebssystem umfasst ein IDS aus Niederspannungsmotoren und Frequenzumrichtern, die einen effizienten und energiesparenden Betrieb des Schiffs ermöglichen, da die Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Zum Schutz der Meere vor unnötiger Verschmutzung tragen Ballastpumpensysteme zur effektiven Behandlung und Entsorgung von Schadstoffen bei.

„Unsere hochmodernen diesel-elektrischen Antriebssysteme verbessern die Treibstoffeffizienz und Manövrierfähigkeit von Seeschiffen und nutzen eine spezielle Pumpentechnologie zum Schutz der Umwelt“, erklärt Mario Azar, CEO der Siemens Business Unit Oil & Gas and Marine. „Wir freuen uns über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der CSBC Corporation Taiwan bei diesem wichtigen Projekt und die generelle Annahme unseres Antriebssystems in der Öl- und Gasindustrie sowie der Schifffahrt.“

Siemens liefert bis Ende 2017 die kompletten diesel-elektrischen Antriebssysteme für alle vier Halbtaucher-Frachtschiffe. Jedes System besteht aus vier Simotics-Niederspannungsmotoren mit 4000 kW und vier Sinamics-Niederspannungs-Frequenzumrichtern sowie den zugehörigen Transformatoren, die zusammen ein IDS bilden. Durch die optimale Abstimmung der Komponenten entsteht ein wirtschaftliches Gesamtsystem, das sich durch einen zuverlässigen Betrieb und hohe Verfügbarkeit auszeichnet. Der Lieferumfang für jedes Schiff umfasst außerdem Hauptgeneratoren mit 6980 kW, Mittelspannungsschaltanlagen, Energiemanagementsysteme, Umrichter und Transformatoren für Ballastpumpen sowie Verteilertransformatoren, einen Verstellpropeller, ein Flossenruder sowie ein Bug- und Heckstrahlruder.


Führender Schiffsantriebsentwickler bereit für Übernahme


Bild folgt in Kürze – 1 Das internationale Handelsunternehmen Pon Holdings und die Kapitalgesellschaft Parcom Capital gaben bekannt, dass sie bei der Übernahme von Imtech Marine eine Einigung erzielt haben. Die Einzelheiten der Übernahme werden derzeit erarbeitet.

Laut Analysten garantiert der neue Anteilseigner die Weiterführung von Imtech Marine, nachdem die Muttergesellschaft Royal Imtech Konkurs angemeldet hatte. Pon und Parcom erklären, dass die Übernahme es dem Entwickler von Schiffstechnologien ermöglicht, seine Wachstumsziele zu erreichen sowie Arbeitsplätze, aktuelle Bestellungen globaler Kunden und bestehende FuE-Projekte zu sichern.

René ten Brinke, Leiter für globale Services bei Imtech Marine, meinte: „Wir sind sehr zufrieden, dass Pon Holdings und Parcom Capital die neuen Eigentümer von Imtech Marine sind. Es sind beide hochprofessionelle Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Seefahrt. Für uns hätte es kein besseres Szenario geben können. Die neuen Eigentumsverhältnisse passen perfekt zu den positiven Entwicklungen, die bereits innerhalb von Imtech Marine in Gang gesetzt wurden, und sie werden das Wachstum unseres Geschäfts auch weiter stärken und beschleunigen.“

Imtech Marine beschäftigt nahezu 2500 Mitarbeiter an fast 100 Standorten in 30 Ländern in der Nähe von Schiffbauzentren und entlang von Schifffahrtswegen. Nach der Übernahme wird Imtech Marine weiterhin unabhängig arbeiten. Pon Holdings besitzt große internationale Erfahrung in den Bereichen Seefahrt und Offshore, und Parcom Capital ist ein aktiver Investor in diesen Sektoren.


Vard-Trawler wird mit neuester Hybridtechnologie von Rolls-Royce ausgestattet


Bild folgt in Kürze – 1 Das norwegische Schiffbauunternehmen Vard Group hat angekündigt, dass Rolls-Royce seinen neuen Garnelen-Hecktrawler konstruieren und ausstatten wird. Der Vertrag mit dem britischen Ingenieursunternehmen hat einen Wert von über 9 Mio. US$.

Der Trawler wurde von einer kanadischen Firma bei Vard bestellt. Er entspricht dem Rolls-Royce-Design NVC 374 und wird mit einem Rumpf der Eisklasse ICE 1A etwa 79 m lang sein. Ausgestattet wird er mit einem breiten Spektrum an Maschinen von Rolls-Royce, darunter ein Hauptantrieb B33:45, ein Promas-Antrieb und ein elektrisches Energiesystem mit Hybridwellengenerator (HSG). Das Paket von Rolls-Royce umfasst zudem ein Strahlruder, Automatisierungstechnik und Seilwinden.

Das neue Schiff wird mit Angelwinden ausgerüstet, die von permanenterregten (PM) Motoren angetrieben werden. Der Vertrag stellt den ersten gewerblichen Verkauf der von Rolls-Royce entwickelten innovativen Technologie dar. Die PM-Technologie wurde von Rolls-Royce für einen effizienteren, leiseren und schwingungsärmeren Antrieb von Strahlrudern entwickelt. Der PM-Windenmotor eignet sich insbesondere für Anwendungen unter schwierigen Bedingungen und wird dem Bedürfnis nach sensibler Steuerung und schneller Änderung von Zug und Geschwindigkeit gerecht. Betriebseffizienz in Eis, niedrige Emissionen, Komfort für die Mannschaft, Sicherheit und ausgezeichnete Fahreigenschaften waren die wichtigsten Überlegungen bei der Entwicklung des Schiffs und des kompletten Ausstattungspakets.

„Mit unserer Kompetenz bei der Schiffskonstruktion und unserer modernen Ausrüstung tragen wir zum Bau der effektivsten und modernsten Fischereifahrzeuge in der Welt bei“, erklärte Monrad Hide, VP für Spezialschiffe bei Rolls-Royce. „Dank jahrzehntelanger Forschung, Entwicklung und Branchenkenntnissen auf Weltklasseniveau kombiniert mit enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden können wir ihnen helfen, die Effizienz ihrer Fangtätigkeit zu maximieren. Wir freuen uns, mit Vard wieder am Bau eines anspruchsvollen und leistungsfähigen Schiffs zusammenzuarbeiten und einen weiteren Auftrag für unsere neuen B33:45-Motor erhalten zu haben, der seit seiner Vorstellung im letzten Jahr in mehreren Schiffstypen immer beliebter wird.“

Der HSG ist ein modernes System zur Regelung der elektrischen Leistung für die Aufbereitung der von einem Wellengenerator bereitgestellten Leistung. Die Wellendrehzahl kann damit reduziert werden – bei gleichbleibender Frequenz für die elektrische Versorgung der gesamten Schiffs. So können die Drehzahländerungen von Motor und Propeller viel flexibler genutzt werden, da sie in der Nähe ihrer Auslegungspunkte betrieben werden können und somit mit maximaler Effizienz laufen. Dazu kommt der Vorteil eines sparsameren Betriebs, niedrigerer Emissionen und erheblich reduzierter Betriebskosten.


BAE-Kriegsschiff T26 erhält fortschrittlichen Elektroantrieb von GE Marine


Bild folgt in Kürze – 1 Aufgrund seines Portfolios bewährter Technologie im Marinemarkt wurde GE Marine von BAE Systems als Lieferant für die Antriebsmotoren und Antriebssysteme der ersten drei Kriegsschiffe GCS T26 für das britische Verteidigungsministerium ausgewählt.

GE wird fortschrittliche und zuverlässige elektrische Energie- und Antriebslösungen liefern, die anspruchsvolle und vielgestaltige Anforderungen erfüllen. Die Anlagen werden insbesondere eine hohe Stoßfestigkeit besitzen und einen leisen Betrieb bieten.

„Im Zuge des im letzten Jahr an GE erteilten Auftrags über die Konstruktion, Entwicklung und Bewertung der Schiffe vom Typ 26 freuen wir uns über die weitere Zusammenarbeit zur Lieferung eines kosteneffektiven Energie- und Antriebssystems für das Programm. Angesichts der Erfolgsbilanz von GE bei der Ausstattung von Schiffen mit bewährten Marinekonstruktionen setzen wir volles Vertrauen in GE Marine als verlässlichen Partner“, meinte Geoff Searle, Programmdirektor Type 26 Global Combat Ship, BAE Systems Naval Ships.

Global-Combat-Schiffe vom Typ 26 sind multimissionsfähige Kriegsschiffe für gemeinsame und multinationale Operationen über das gesamte Spektrum der Kriegsführung und Verteidigung, wie komplexe Kampfhandlungen, Bekämpfung von Piraterie sowie humanitäre Einsätze und Katastrophenhilfe. Der Typ 26 gehört zu den fortschrittlichsten modernen Kriegsschiffen der Welt und wird von GE-Technologie angetrieben.

Zu den vielen Vorteilen des GE-Systeme gehört dank einer erweiterten schwingungsdämpfenden Technologie eine energieeffiziente, robuste und geräuscharme Lösung. Die Marinekonstruktion, eine lichtbogenfeste Version des für die Schifffahrt geeigneten Wandlers GE MV3000, sorgt für einen Antrieb mit variabler Drehzahl und verbessert Sicherheit, Leistung und Reife des Energieversorgungs- und Antriebssystems.


März 2016


Hybridelektroantrieb mit Gasturbine für neues Patrouillenschiff der italienischen Marine


Image Coming Soon - 1 GE Power Conversion wird die Gasturbine LM2500+G4, stoßfeste Hybridelektroantriebe vom Typ MV3000, sowie ein Netzwerk von Elektromotoren liefern, mit dem das neue Mehrzweck-Patrouillenschiff Pattugliatori Polivalenti d'Altura (PPA) der italienischen Marine angetrieben werden soll.

Das PPA-Schiff wird von Fincantieri in ihrer integrierten Werft Riva Trigoso und Muggiano gebaut. Laut Fincantieri wird das Schiff mehrere Funktionen erfüllen: Von der Patrouille über die Seerettung bis hin zum Katastrophenschutz. Es wird 129 m lang sein, die Besatzung wird aus 90 Personen bestehen, wobei zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für bis zu 171 Personen vorgesehen sind.

„Wir freuen uns, an einem Projekt mitzuarbeiten, mit dem die Überwasserflotte der italienischen Marine modernisiert und gestärkt wird“, so Tim Schweikert, Präsident und Geschäftsführer der GE Abteilung Marine Solutions. „Unser Auftrag umfasst die Lieferung einer LM2500+G4 sowie eine Option über sechs weitere LM2500+G4. Der flexible und einzigartige Hybridantrieb des Schiffs wird kleine Getriebemotoren für die Langsamfahrt, zwei Dieselmaschinen für mittlere Geschwindigkeiten und die Gasturbine für die über 31 Knoten Höchstgeschwindigkeit umfassen. Wir werden außerdem zuständig sein für die Integration der gesamten Elektrik mit dem Hybridsystem.“

Der Hybridantrieb MV3000 nutzt den Elektromotor zum Antrieb des Propellers bei Langsamfahrt. Das Hybridsystem kann auch als Generator für die Energieversorgung von Anlagen an Bord des Schiffs fungieren, z. B. für die Bewaffnung und alle Sensoren. Bei der Katastrophenhilfe wird das PPA in der Lage sein, bis zu 2 MW elektrische Leistung an Land zu liefern. Nach Angaben von GE können ihre Antriebe die Frequenz des erzeugten Stroms auf 50 oder 60 Hz umwandeln, was „einen reibungslosen Landanschluss an jedem Ort“ ermögliche.


ABB-Azipod-Antrieb für Luxus-Superjacht gewählt


Image Coming Soon - 2 ABB wird elektrische Antriebs- und Stromversorgungssysteme für eine neue Luxus-Superjacht liefern. Zoza, das Schiff mit einer Länge von über 100 Metern soll 2018 ausgeliefert werden und wird von der Werft Benetti in Livorno (Italien) gebaut.

Es wird über zwei Azipod-C-Antriebseinheiten verfügen, die, so ABB, eine Hightech-Lösung mit sechs Hauptmaschinen und einem elektrischen Triebwerk ergeben, mit der Option zum Anschluss an eine Akku-Anlage. Zoza wird eine der ersten Yachten der Welt mit dieser Lösung sein.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass der Besitzer und die Werft ABB für die Lieferung der Stromversorgung und der Antriebssysteme für diese Jacht ausgewählt haben. Wir sind davon überzeugt, dass die Azipod C perfekt zum Konzept einer der weltweit innovativsten und energieeffizientesten Superjachten passen“, erklärte Juha Koskela, Geschäftsführer des Bereichs Seefahrt und Häfen bei ABB.


Damen liefert ersten Hybridschlepper an die Königlich Niederländische Marine


Image Coming Soon - 3 Das erste von drei Schiffen vom Typ ASD TUG 2810 Hybrid wurde an die Königlich Niederländische Marine im Hafen von Den Helder ausgeliefert. Dieser Hybridschlepper mit dem Namen Noordzee ist fast 29 m lang und ist der erste von Damen gelieferte Standard-Hybridschlepper, den die niederländische Marine einsetzen wird.

Der ASD TUG 2810 Hybrid ist mit zwei Ruderpropeller-Einheiten ausgestattet und kann einerseits mit einem Akkusatz rein elektrisch, oder über eine Generatorgruppe auch dieselelektrisch fahren. Sobald volle Kraft gefordert ist, werden die beiden Hauptdieselmaschinen eingesetzt, die einen maximalen Zugkraft von 60 Tonnen erzeugen.

Insgesamt hat die niederländische Marine in Zusammenarbeit mit der schwedischen Marine mit dem Hybridschlepper fünf Schiffe bestellt. Die beiden zusätzlichen schwedischen Schlepper sind ebenfalls eine Standardkonstruktion, sie sind allerdings auf den Betrieb in eisigen Gewässern ausgelegt. Die beiden anderen Schiffe, die Waddenzee und die Zuiderzee, werden Mitte März und Mitte Juni ausgeliefert.


Plan B Energy Storage wird die Fertigung in Norwegen im Frühjahr 2016 aufnehmen


Image Coming Soon - 4 Plan B Energy Storage (PBES) wird Anfang 2016 die Fertigung von Batterien in Trondheim (Norwegen) aufnehmen, um die Nachfrage der nordeuropäischen Märkte besser decken zu können.

PBES hat das sogenannte Safe Energy Storage entwickelt – die Fähigkeit, thermische Ereignisse in einer Batterie, die andere Systeme zerstören würden, vollständig einzudämmen. Nach Angaben des Unternehmens wurde das zum Patent angemeldete System von führenden Vertretern des Bereichs kommerzielle Schiffsantriebe geprüft und validiert. Die Fertigung wird in Trondheim im April 2016 beginnen.

„Die Entwicklung der einzigartigen thermischen Stabilität und Sicherheit unserer Batterien war für unser Team nicht einfach“, sagte Geschäftsführer von PBES, Brent Perry. „Die Festlegung der Fertigung mit den richtigen Personen ist ebenfalls schwierig. Das Produkt effizient fertigen und warten zu können, sind die nächsten Herausforderungen. Diese drei Aufgaben haben wir innerhalb kurzer Zeit erledigt.“

PBES engagierte den Bootsbauer und ehemaligen Geschäftsführer von Selfa Arctic, Erik Ianssen, für die Führung der Industriemärkte des Unternehmens in Norwegen. „Da der Markt für Energiespeicherung in Europa schnell wächst, macht es Sinn, Produktion, Vertrieb und Service vor Ort zu haben. Die Nähe zum Markt wird das Niveau und die Geschwindigkeit der Dienstleistung verbessern, die wir bereitstellen können. Mit dem PBES-Energiespeichersystem werden wir den Akteuren in der Seefahrt-Industrie auch weiterhin helfen können, nachhaltig zu arbeiten, sowohl in Bezug auf Ökologie wie auch bei der Ökonomie.“


Magnomatics arbeitet für Entwicklungen bei der Seefahrt mit Rolls-Royce zusammen


Image Coming Soon - 5 Magnomatics, ein führender Hersteller von Magnetgetrieben wird mit Rolls-Royce und ATB Laurence Scott an der Entwicklung ihres Pseudo Direct Drive (PDD) für Marineanwendungen zusammenarbeiten.

Das gemeinsame Entwicklungsprojekt mit einem Wert von über 2,4 Mio. US$ wird von der britischen Innovationsagentur Innovate UK mitfinanziert. Das Team wird einen Antriebsmotor mit Magnetgetriebe (MGPM) mit einer Leistung von 2,5 MW, in dem der PDD von Magnomatics zum Einsatz kommt, konstruieren, herstellen und testen.

Magnomatics erwartet, dass der MGPM „erhebliche Vorteile für Schiffsantriebe bieten wird, indem er den elektrischen Wirkungsgrad im Vergleich zu bestehenden elektrischen Maschinen auf dem Stand der Technik erheblich erhöht. Darüber hinaus bildet der MGPM mit einem Magnetgetriebe ein sehr kompaktes, wartungsarmes und robustes Antriebssystem.“

Das Unternehmen behauptet weiter, dass „die gesamten Effizienzvorteile und die geringe erforderliche betriebliche Wartung ein flexibleres Antriebssysteme möglich machen, die auf vielen Schiffstypen zum Einsatz kommen können, was zu einer Verbesserung der durchschnittlichen Flotteneffizienz und damit zu Emissionsverringerungen führt.“

David Latimer, Geschäftsführer von Magnomatics, meinte dazu: „Wir freuen uns, für dieses Projekt die Unterstützung von Innovate UK erhalten zu haben. Schiffsantriebe sind ein hervorragendes Anwendungsgebiet für den Magnomatics PDD, und Rolls-Royce sowie ATB Laurence Scott sind exzellente Partner bei der Einführung dieser Technologie auf den Markt.“


Saft eröffnet eine neue Niederlassung in Japan


Saft, ein führender Entwickler und Hersteller von Batterien mit fortschrittlichen Technologien für die Marineindustrie, hat unter dem Namen Saft Japan Kabushiki Kaisha eine neue Niederlassung in Tokio (Japan) eröffnet.

Saft Japan übernimmt nun die Verantwortung für die Aktivitäten auf dem japanischen Markt, die zuvor in der Hand des langjährigen Partners Sumitomo lag.

„Wir möchten Sumitomo für die Unterstützung von Saft, eine erfolgreiche Partnerschaft in den letzten 28 Jahren, danken“, sagte Philippe Ulrich, der neue Geschäftsführer bei Saft Japan. „Im Einklang mit der Einführung von Power 2020, dem neuen Plan zum Wandel bei Saft, wollen wir unsere führende Position in Japan stärken. Aus diesem Grund haben wir eine eigene Tochtergesellschaft aufgebaut, mit der wir den Marktfokus schärfen, um profitables Wachstum sicherzustellen und auch um besser auf die zukünftigen Bedürfnisse unserer japanischen Kunden reagieren zu können.“


Februar 2016


Wärtsilä und Cavotec entwickeln weltweit erstes Konzept für das drahtlose Aufladen und Anlegen von Schiffen


Wärtsilä und Cavotec haben eine Vereinbarung für die Entwicklung des weltweit ersten Konzepts für das induktive Aufladen und das automatische Anlegen von Schiffen unterzeichnet. Über das integrierte System dieses neuen Projekts können mehr als 1 MW elektrische Energie übertragen werden, etwa die 300-fache Energiemenge der derzeit von Elektroautos genutzten Ladestationen.

Dem OEM zufolge macht drahtloses Aufladen die Kabelverbindung zwischen Schiff und Land überflüssig, wodurch das sichere Verbinden und Trennen gewährleistet und unterstützt werden. Wärtsilä fügt hinzu, dass zudem der Wartungsaufwand reduziert wird, da der Verschleiß von physikalischen Verbindungsleitungen wegfällt. Außerdem werden Schäden an Steckdosen, verursacht durch Meerwasser, Schnee und Eis, ebenfalls vermieden.

Das Anlegesystem von Cavotec ist eine vakuumgestützte automatische Liegeplatztechnologie, durch die konventionelle Festmacher überflüssig werden. Schiffe werden durch ferngesteuerte Vakuum-Pads, die im Ufer eingelassen oder anmontiert sind, innerhalb von Sekunden festgemacht und freigesetzt.

„In den letzten Jahren wurde das drahtlose Aufladen für Autos, Busse und Züge eingeführt. Wärtsilä hat dies nun für Schiffe möglich gemacht“, so Peter Rogers, Leiter des Bereichs Stromprodukte bei Wärtsilä Marine Solutions. „Durch die Vereinbarung mit Cavotec kann die Technologie als integriertes Auflade- und Anlegesystem zur Verfügung gestellt werden.“


Hydbridantriebsstrang von Transfluid soll neue Schiffe einer deutschen Werft antreiben


Transfluid Trasmissioni Industriali, ein italienischer Hersteller von Antriebskomponenten, hat bekannt gegeben, dass er die Hybridantriebsstränge für Yachten von Bavaria Yachtbau fertigen wird – für einen der größten Werften Deutschlands und Hersteller von Katamaranen und Motorbooten.

Das Transfluid-System besteht aus einem Hybridmodul mit integrierter Kupplung, auf der die elektrische Anlage montiert ist und die direkt mit dem Schwungrad eines Dieselmotors verbunden ist. Das erste Schiff von Bavaria Yachtbau, das mit dem neuen System ausgerüstet werden soll, ist die neue Semi-Displacement-Motoryacht Bavaria E40.

Die Tests mit dem ersten Prototyp finden in diesem Frühjahr statt und die fertiggestellte Yacht soll Ende 2016 verfügbar sein. Durch die Ergänzung mit dem Hybridantriebsstrang kann die Bavaria E40 während der Navigation auf Knopfdruck im Dieselmodus, aber auch im elektrischen und dieselelektrischen Modus betrieben werden.

„Bavaria Yachtbau hat den Bau von Yachten in den vergangenen Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht revolutioniert“, so Fabio Marcellino, Produktmanager für die neue Bavaria E40. „Dank der Zusammenarbeit mit Transfluid wurde jetzt die Möglichkeit geschaffen, innovative und umweltfreundliche Boote mit Hybridantrieb für Yachten in der Serienfertigung anzubieten.“


Caterpillar Marine stellt erste dieselelektrische Antriebssysteme für chinesische Hebeschiffe vor


Caterpillar Marine wird die kompletten Antriebspakete für zwei Hebeschiffe bereitstellen, sie sich derzeit bei Jiangsu Dajing Heavy Industry in China im Bau befinden. Für jedes Schiff werden zwei identische dieselelektrische Systeme geliefert, bestehend aus vier Cat Propulsion MTA-523 – von Elektromotoren mit Softstarter angetriebene Bugstrahlruder mit 1500 kW – sowie acht Generatoreinheiten Cat C32.

„China ist weiterhin von strategischer Bedeutung für uns. Diese Bestellung ist wichtig, da wir zum ersten Mal in China eine rein dieselelektrische Antriebslösung bereitstellen, einschließlich der Motoren, Antriebssysteme und Hauptschalttafeln“, erklärte Wang Xiaohua, Vertriebsleiter bei Caterpillar Propulsion.

Die beiden Schiffe wurden von der Shanghai Bestway Marine Technology Development Company konstruiert und werden für den chinesischen Eigentümer Mekers Offshore Company gebaut. Sie sollen im Sommer 2016 fertiggestellt werden. Im Lauf dieses Jahres wird Caterpillar auch die restlichen Komponenten der elektrischen Anlage ausliefern. Neben der Hauptschalttafel stellt das Unternehmen Energiemanagementsysteme, zentrale Überwachungs- und Alarmsysteme, Transformatoren, unterbrechungsfreie Stromversorgungen sowie Frequenzumrichter bereit.

MTA-Bugstrahlruder sind hydrodynamisch optimiert und als L- und Z-Antriebskonfiguration verfügbar. Sie können mit Verstell- oder Festpropeller geliefert werden. Rotorblatt und -nabe sind entweder aus Bronze oder Edelstahl gefertigt. Die C32-Generatoreinheiten können in einem Schritt Lastbedingungen von 100 % aufnehmen, und ihr integriertes Regelungssystem schützt die Stromversorgung und eignet sich für die Fernüberwachung. Die Generatoreinheiten Cat C32 sind im Leistungsbereich von 830 kWel bis 940 kWel erhältlich.


Corvus Energy gibt verbesserte Leistungsspezifikationen für seine Lithium-Ionen-Akkusysteme bekannt


Corvus Energy hat die Spezifikationen für seinen Lithium-Ionen-Akku AT6500 validiert und neu formuliert, nachdem Prüfungen ergaben, dass das System eine doppelt so große RMS-Leistungsfähigkeit und eine höhere Energiekapazität besitzt als bisher berichtet.

Als Teil seiner laufenden Prüfungen kooperiert Corvus mit dem Labor für Alternative Energieumwandlung an der kanadischen Simon Fraser University bei der Überprüfung von Leistung und Eigenschaften der AT6500-Plattform. In Anerkennung dieser verbesserten Spezifikationen wird Corvus zufolge die Modellbezeichnung AT6500 für die Produktplattform in AT6700 geändert. Das Akkusystem AT6700 von Corvus besitzt eine Spitzenentladung von 10 C und unbegrenzte Leistung von 3 C RMS.

„Die operativen Anforderungen unserer Kunden spielten während des Prüfprogramms und der kontinuierlichen Verbesserung des AT6500, jetzt als AT6700 verfügbar, eine entscheidende Rolle“, so Andrew Morden, Präsident und CEO von Corvus Energy. „Mit der Einführung unserer neuen Generation von Lithium-ESS-Produkten später in diesem Jahr setzen wir unsere branchenführenden Innovationen fort.“

Laut Corvus ist ESS das einzige, maßgeschneiderte industrielle Lithium-Ionen-Akkusystem mit vier Typengenehmigungen für die Schiffahrt: Lloyd’s Register, DNV-GL, ABS und Bureau Veritas (beantragt). Es ist von 6,5 kWh bei 50 VDC bis auf mehrere Megawattstunden bei bis zu 1100 VDC skalierbar. Eines der großen kommerziellen Hybrid- und Elektroschiffe, die ein Corvus ESS-System nutzen, ist die weltweit erste reine Elektrofähre Norled Ampere, die jeden Tag 34 Mal den Sognefjord – den größten Fjord Norwegens – überquert.


Januar 2016


Derecktor baut zweites Forschungsschiff mit Hybridelektroantrieb

Nach der Fertigstellung des 65 Fuß langen Forschungskatamarans Spirit of the Sound wurde die Werft Derecktor Shipyards von der City University of New York und dem Science and Resilience Institute mit dem Bau eines weiteren Forschungsschiffs mit Hybridelektroantrieb beauftragt.

Dieses neue Schiff wird gemäß den Bestimmungen der USCG (United States Coast Guard) Subchapter T gebaut und soll Forschungs- und Lehrzwecken dienen. Sein Heimathafen wird Jamaica Bay (New York) sein.

Das von BAE gelieferte Antriebssystem HybriDrive wird einen lautlosen Betrieb ermöglichen. Dank Kielkühlung wird die Abgabe von Abwasser aus dem Schiff minimiert. Aus diesem Grund wird das Schiff laut Derecktor in hochsensiblen Forschungsanwendungen einsatzfähig sein und „eines der zukunftsorientiertesten und umweltfreundlichsten Schiffe, die heute in Betrieb sind“ darstellen.


Wärtsilä kündigt Pläne für emissionsfreies Fährenkonzept an

Wärtsilä stellt ein vollständiges Konzept für eine Reihe emissionsfreier und emissionsarmer Pendelfähren vor.

Das Konzept wurde von den Abteilungen Schiffskonstruktion, Elektrik und Automatisierung des OEMs entwickelt. Die Fähren sollen vollständig mit Akkus oder in einer Hybridkonfiguration Akku/Verbrennungsmaschine laufen, wobei als Kraftstoff LNG oder Biokraftstoff zum Einsatz kommen kann. Nach Angaben von Wärtsilä wird der Kraftstoffverbrauch im Plugin-Betrieb gegenüber herkömmlichen Fähren um 100 % reduziert, alle lokalen Emissionen werden vollständig eliminiert. Mit der Plugin-Hybridkonfiguration werden die Emissionen Berichten zufolge um bis zu 50 % gesenkt.

In dem Konzept ist das neue drahtlose induktive Ladesystem des Unternehmens vorgesehen, bei dem physische Kabelverbindungen wegfallen, wodurch Verschleiß verringert wird und das Aufladen sofort beginnen kann, sobald das Schiff am Kai anlegt.

Die Konstruktion umfasst auch ein komplettes Elektrik- und Automatisierungspaket auf Basis der unternehmenseigenen Akku-/Hybridlösung. Es enthält außerdem Azimut-Antriebseinheiten von Wärtsilä und eine komplette Brückensteuerung. Die Fähren der Reihe können 60 bis 120 Autos auf einem einzigen Autodeck unterbringen.


Visedo Marine kauft Electronic Power Conversion

Visedo Marine, der finnische Spezialist für elektrische Antriebe, hat den langfristigen Integrator- und Entwicklungspartner Electric Power Conversion BV (EPC) erworben.

Laut Visedo stärkt die Übernahme von EPC – ein Unternehmen, das Antriebslösungen für die Schifffahrt entwickelt und 2014 über 2,2 Mio. US$ profitablen Umsatz erwirtschaftete – sein Angebot für elektrische Antriebe und Stromerzeugung für die Schifffahrt, darunter dieselelektrische Gleichstromnetze, Hybrid- und vollelektrische Antriebe. Des Weiteren ist der Aufbau eines neuen Systementwicklungszentrums vorgesehen, an dem auch EPC-Ingenieure arbeiten werden.

Laut den Bedingungen der Übernahme werden die Unternehmen in Visedo BV umbenannt. EPC-Gründer Pieter Dijkstra wird zum Geschäftsführer ernannt. Aktuelle Projekte der beiden Unternehmen sind die Entwicklung und Montage eines DC-Netzstromsystems für Västtrafik-Passagierfähren in Göteborg (Schweden), Wider-Superyachten in Italien und das Eco-Liner-Binnenschiff von Damen in den Niederlanden.

Pieter Dijkstra erklärt: „Die Technologie von Visedo ist revolutionär für die Schifffahrt, da sie Schiffskonstrukteuren und Werften neue Lösungen und Konfigurationen ermöglicht. Aufgrund der extrem kompakten und überaus robusten Konstruktion mit einem hohen Wirkungsgrad der Motoren und Wechselrichter ist die Visedo Technologie die Grundlage für den zunehmenden Erfolg von EPC in der Schifffahrt. Die Verbindung der beiden Unternehmen ist ein entscheidender Schritt, um die nächste Stufe des Wachstums und die beste Unterstützung für unsere Kunden zu erreichen.“


ABB rüstet elektrische Antriebssysteme in chinesischem Mega-Kranschiff nach

ABB wird die gesamte elektrische Anlage und fünf Azipod-Antriebseinheiten der neuesten Generation liefern, die in einem 175 m langen chinesischen Mega-Kranschiff den Antrieb bereitstellen sollen.

Die Hua Tian Long ist mit einer Bruttotonnage von ca. 42.500 Tonnen eines der größten Hebeschiffe Asiens. Die neuen versenkbaren Azipod-Einheiten, die erstmals auf einem Schiff montiert werden, machen die Einfahrt in flache Häfen und Trockendocks möglich, ohne dass die Strahlruder demontiert werden müssen.

Weitere Vorteile der versenkbaren Antriebseinheiten sind: Reduzierung des Betriebsrisikos, da Wartungsarbeiten an den Strahlrudern am Schiffsdeck während des Bohrens erfolgen können, und Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei Überfahrten, da die Bugeinheiten in den Rumpf gehoben werden, um den Widerstand zu verringern.

Das fortschrittliche Antriebs- und Dieselelektrik-Systempaket wird aus Mittelspannungsschaltanlagen einschließlich Energiemanagementsystemen, Generatoren, Transformatoren, Frequenzumrichtern, Motor und den Azipod-Strahlrudern bestehen.

Die Nachrüstung erfolgt in der Schiffswerft Yiu Lian Dockyards (Shekou) in China, die Rücklieferung an den Kunden soll Ende 2016 erfolgen. Das Schiff wird in Offshore-Feldern auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

December 2015


ABB unterstützt futuristischer Hybridfähre in Norwegens Fjorden mit Energie

Der führende Energie- und Automatisierungstechnologiekonzern ABB wird eine kompakte und leichte Version seines DC-Bordnetzsystems in einem völlig neuen Fährenkonzept in den Fjorden Norwegens zum Einsatz bringen.

Das futuristisch anmutende Schiff, das unter dem Namen Seasight betrieben und derzeit von Brødrene Aa gebaut wird, wird entlang des Nærøyfjords bis zu 400 Passagiere zwischen Flåm und Gudvangen im Westen Norwegens transportieren, was einer Entfernung von rund 32 km entspricht.

Die von ABB maßgeschneiderte Version ihrer maritimen Hybridlösung wird den Energiefluss zwischen Dieselmotor, Propeller und Ladestation verwalten und regeln. Das DC-Bordnetz soll mit ihrer DC-Infrastruktur sowie dem integrierten Strom- und Energiemanagementsystem den Energiespeicher effizient in moderne Schifffahrt-Energieversorgungssysteme integrieren. Im Fall der Seasight überträgt das DC-Bordnetz die Energie während des Ladevorgangs an den Akku. Das geschieht an beiden Zielpunkten der Fahrt, bei laufenden Dieselmaschinen.

Sobald die Fähre den landschaftlich schönsten Teil des Fjords erreicht, schaltet sie auf Akkubetrieb und fährt in fast völliger Stille mit circa 10 Knoten (etwa 18 km/h). Der Nærøyfjord, der in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen wurde, ist von menschlichen Eingriffen weitgehend unberührt. Die Fähre wurde unter Berücksichtigung dieser Tatsache entwickelt. Die Seasight wird ab Mai 2016 rund 700 Fahrten pro Jahr für ihren Besitzer, The Fjords, durchführen.

„Aufgrund seiner Regulierungen ist Norwegen weltweit beim Batteriebetrieb von Passagierfähren führend“, erklärte Sindre Sætre, Leiter für Seefahrt und Häfen von ABB in Norwegen. „Auf der ganzen Welt nimmt die Bedeutung von Akkus und der Hybridtechnologie in der Schifffahrt immer mehr zu, und wir freuen uns, an der Spitze dieses Prozesses zu stehen.“

Bei der Gestaltung der Fähre ließen sich die Designer von Serpentinen inspirieren, die einen steilen Berghang hinaufführen. Das Schiff ist 40 m lang und 15 m i breit. Im Außenbereich der Fähre können die Passagiere das gesamte Schiff erkunden. Das Innere bietet einen Panoramaausblick und 450 Sitzplätze. Der Bau des Karbonschiffs ist bei Brødrene Aa, dem Unternehmen, das das Konzept entwickelte, bereits im Gang.


PBES kondigt 's werelds eerste systeem voor onderdrukking van thermische doorslag voor commercieel gebruik aan

BHet bedrijf PBES produceert batterij-opslagsystemen en heeft een systeem aangekondigd dat volgens hen 's werelds eerste systeem voor onderdrukking van thermische doorslag voor commercieel gebruik is. Dit innovatieve systeem is het eerste brandveilige lithium-batterijsysteem dat de veiligheid op celniveau beheert; het is naar verluidt in staat om het cascade-effect van thermische doorslag te onderdrukken en te voorkomen, ook in systemen met aanzienlijke fysieke schade.

“De grote uitdaging bij lithium-batterijen is altijd al geweest dat ze kunnen ontploffen”, vertelt Brent Perry, hoofddirecteur van PBES. “Dat is nu verleden tijd. Ons team heeft een oplossing ontwikkeld die de thermische doorslag effectief stopt.”

Het systeem is het eerste brandveilige lithium-batterijsysteem in de sector. PBES beweert dat het de oplossing is voor het universele probleem met de veiligheid en dat het een grote hindernis op de markt wegneemt. Volgens PBES heeft het systeem geheel foutloos in meerdere testen aangetoond dat het van kilowatt naar megawatt kan schakelen om thermische doorslag onder controle te houden en te elimineren. Volgens het bedrijf was beperking van de thermische doorslag in een commercieel beschikbaar product niet eerder mogelijk. Het Massachusetts Institute of Technology (MIT) zou erin zijn geslaagd om thermische doorslag te stoppen, maar dat was in een laboratorium waarbij vloeibare stikstof voor de koeling werd gebruikt.

Door de systemen Thermal-Stop, CellCool en E-Vent (waarvan de octrooiaanvragen in behandeling zijn) te integreren, in combinatie met het geavanceerde energiebeheersysteem, beweert men veiligheid en bescherming vanaf celniveau tot op systeemniveau te kunnen bieden. Volgens PBES leidt dat tot resultaten die nooit eerder met vergelijkbare lithium-batterijtechnologieën zijn bereikt.

“Hoe harder een systeem werkt, hoe beter de energieopslag het kan ondersteunen en hoe sneller de klant zijn investering terugverdient”, zei Perry. “De oplossingen van PBES zijn gemodelleerd naar de normen van de IEC en de criteria voor typegoedkeuringen voor andere classificatiegroepen van DNV-GL, Lloyd’s Register en American Bureau of Shipping, en ze vormen de basis voor energieopslag voor de komende 20 jaar.”

De lithium-batterijopslag van PBES is geschikt voor het transport van duurzame energie naar het elektriciteitsnet, op het elektriciteitsnet gebaseerde systemen, de industriële scheepvaart, havenmachines, commercieel transport, UPS voor datacentra, defensie en nationale veiligheid, en voor gebruik op eilanden en andere (afgelegen) gemeenschappen die niet op het elektriciteitsnet zijn aangesloten. De oplossingen van PBES worden momenteel aangeboden met NMC en titanaatcelchemie, met prestaties vanaf 3C RMS en een levensduur tot 10 jaar. De investering wordt vaak binnen één tot drie jaar terugverdiend.


Japanische NGOs Entwicklung für das weltweit umweltfreundlichste Kreuzfahrtschiff

Peace Boat is een niet-Peace Boat, eine in Japan ansässige Nichtregierungsorganisation (NGO), vermeldete, dass sie die Konstruktion des laut eigenen Angaben „umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffs der Welt“ abgeschlossenen habe.

Das 55.000-Tonnen-Schiff, Ecoship, wird von Solar- und Windkraft angetrieben und mit einem zukunftsfähigen Hybridantrieb ausgestattet. Laut Peace Boat wird die Ecoship über 10 versenkbare Segel mit Solarpaneelen und über versenkbare Windgeneratoren verfügen. Nach dem geplanten Stapellauf im Jahr 2020 wird das Schiff 5000 Menschen pro Jahr transportieren, vor allem auf Bildungsreisen der NGO rund um die Welt. Es kann aber auch als idealer Veranstaltungsort für Ausstellungen zum Thema Umwelttechnologien in bis zu 80 Häfen pro Jahr dienen. Die Ecoship wird auch als schwimmendes nachhaltiges Labor fungieren und zur Erforschung von Ozean, Klima und umweltfreundlichen Meerestechnologien beitragen.

„Mit dem Stapellauf der Ecoship im Jahr 2020 bietet Peace Boat eine Vision für eine klimafreundliche Zukunft und einen Weg zu einer umweltfreundlichen Kreuzfahrt, die sich auch auf die Schifffahrt allgemein auswirken kann“, meinte Yoshioka Tatsuya, Gründer und Leiter von Peace Boat. „Die Branche muss sich an die Bedürfnisse des Planeten anpassen.“


Debüt eines Messmoduls bei der Electric & Hybrid Marine World Expo Florida

Eine der Attraktionen der Electric & Hybrid Marine World Expo Florida, die man nicht verpassen sollte, ist das Debüt des EtherCAT-basierten analogen Messmoduls ECAT ADMM 4 HighSpeed800 von CSM Products, das Datenraten von bis zu 800 kHz pro Kanal für schnelle mobile Messungen bietet.

Mit vier synchronen Eingängen eignet sich das Modul ideal für die präzise dynamische Erfassung von Signalkurven von Elektromotoren und elektrischen Hilfssystemen. Der große Messbereich von bis zu 90 V ermöglicht in Kombination mit einer maximalen Datenrate die präzise Erfassung dynamischer Signale und die Analyse der Laufzeitverlängerungen beim Schalten von Hochstrom-Antrieben. Aufgrund des Betriebstemperaturbereichs von -40 °C bis +125 °C kann das Modul direkt im Maschinenraum montiert werden, wodurch das Geräuschniveau auf ein absolutes Minimum reduziert wird.

Ebenfalls vorgestellt werden hochpräzise CAN MiniModule für verteilte Messungen. Sie bieten eine effiziente Messung von Temperatur (thermo, RTD), Spannung (Druck, Beschleunigung), mechanische Beanspruchung (Dehnungsmessstreifen) und Drehzahl (PWM, Ereigniszählung).

Auch EtherCAT MiniModules für schnelle, synchronisierte mobile Messungen werden zu sehen sein. Sie verbinden die Vorteile der Ethernet-Technologie und des EtherCAT-Protokolls und eignen sich daher ideal für verteilte synchronisierte Messung mit hohen Datenraten und vielen Kanälen. Einsatzmöglichkeiten sind die Prüfung von Elektrik- und Akkusystemen, Triebwerkstests, Dauerprüfungen und Ermüdungstests. Sie bieten schnelle Messungen mit Datenraten von bis zu 800 kHz pro Kanal und eine Modulsynchronisierung von unter 1 µs.

November 2015


Corvus Energy gibt Beteiligung von Statoil Technology Invest bekannt

Corvus Energy, der Branchenführer für fortschrittliche Lithium-Ionen-Energiespeichersysteme (ESS), gab den Abschluss einer strategischen Beteiligung des Öl- und Gasunternehmens Statoil Technology Invest bekannt.

„Wir freuen uns sehr darüber, in Corvus Energy zu investieren“, erklärt Richard Erskine, Geschäftsführer von Statoil Technology Invest. „Anfänglich stellen wir uns Anwendungen bei Schiffen vor, mit langfristigem Potenzial für den Einsatz der gleichen Technologie auf Ölbohrinseln und Plattformen, was alles zu unseren Bemühungen um eine Senkung der CO2-Emissionen beitragen wird. Diese Investition stellt auch eine ausgezeichnete Gelegenheit dar, die Entwicklung der Hybridtechnologie im maritimen Bereich zu beschleunigen, und ergänzt den erweiterten Fokus von Statoil auf alternative Energielösungen.“

Die von Corvus Energy – Lieferant des Jahres bei den Electric & Hybrid Marine Awards 2015 in Amsterdam – bereitgestellte Technologie versorgt mehr als 35 kommerzielle Hybrid- und Elektroschiffe in aller Welt mit Energie. Das entspricht einer Installationsbasis von insgesamt über 30 MWh.

„Wir bauen auf unseren Erfolg im Offshore-Versorgungs- und Dienstleistungsmarkt, wo wir bereits erfolgreich demonstrieren konnten, dass unsere Technologie perfekt zu den strengen Anforderungen der Branche in Bezug auf Leistung, Sicherheit und Betrieb passt“, so Andrew Morden, Präsident und Geschäftsführer von Corvus Energy. „Offshore-Versorgungsschiffe wie die Viking Lady OSV und die Edda Ferd PSV, die das Corvus ESS nutzen, sind im Einsatz bewährt und haben unter Beweis gestellt, dass die Erwartungen hinsichtlich Leistung und Sicherheit erfüllt und übertroffen werden. Diese Schiffe laufen mit höchstmöglicher Effizienz über längere Zeiträume, sparen Treibstoff und Wartungskosten und reduzieren Emissionen drastisch.

Und gerade zum jetzigen Zeitpunkt, mit der Veröffentlichung der neuen Klassenvorschriften in Bezug auf sowohl Batterien als auch dynamische Positionierung (DP), wird das ESS-System von Corvus die Reduktion von Größe und Anzahl der Generatoreinheiten auf Schiffen mit DP-Aufgaben ermöglichen. Die Schiffe können effizienter operieren und verbrauchen deutlich weniger Treibstoff, was letztlich viel besser für unsere Umwelt ist.“

Die Investition von Statoil Technology folgt auf zwei strategische Investitionen von Green Marine Capital, einer Investmentpartnerschaft globaler Schifffahrtsunternehmen. „Statoil teilt unsere Vision, dass Batterien, Hybridtechnik und komplett elektrische Lösungen in den kommenden Jahren im Offshore-, Fähr- und Schifffahrtsmarkt eine bedeutende Rolle spielen werden“, meint Sverre Prytz, Geschäftsführer von Green Marine Capital.


ABB Marine erhält Auftrag über 60 Mio. US-Dollar für elektrisches Antriebssystem und eröffnet neues FuE-Labor

Die im Bereich Energie- und Automatisierungstechnik führende Unternehmensgruppe ABB Marine hat einen Folgeauftrag im Wert von 60 Mio. US-Dollar zur Lieferung der kompletten elektrischen Antriebsanlagen und der kraftstoffsparenden elektrischen Antriebssysteme Azipod XO für zwei neue Kreuzfahrtschiffe der Carnival Corporation erhalten.

Im Lieferumfang von ABB eingeschlossen sind auch Generatoren, Hauptschalttafeln, ein funkgesteuertes Steuersystem und Verteilertransformatoren. Der Azipod-Antrieb ist ein getriebeloses, steuerbares Antriebssystem, bei dem der elektrisch betriebene Motor in einem unter der Wasserlinie liegenden Gehäuse außerhalb des Schiffsrumpfs angebracht ist.

Die Schiffe, die in der italienischen Werft Fincantieri gebaut werden, fahren dann unter den Marken Holland America Line und Carnival Cruise Line der Carnival Corporation. Das neue Schiff für die Holland America Line wird ein Schwesterschiff der Koningsdam, die momentan in der Werft Fincantieri konstruiert wird. Das Schiff mit einer Bruttotonnage von 99.500 Tonnen bietet Platz für bis zu 2.650 Passagiere und wird im 4. Quartal 2018 ausgeliefert. Das neue Schiff der Carnival Cruise Line ist für 3.954 Passagiere gedacht, wird ein Schwesterschiff der Carnival Vista und ist das 26. Schiff in der Flotte des Kreuzfahrtunternehmens. Die Lieferung dieses neuen Schiffs ist für das 1. Quartal 2018 geplant.

Die Zusammenarbeit zwischen ABB und Fincantieri besteht schon über 25 Jahre: 1990 lieferte ABB den ersten elektrischen Antrieb für ein Kreuzfahrtschiff von Carnival an Fincantieri. Seitdem wurden 14 von Fincantieri gebaute Schiffe mit dem Azipod-Antrieb von ABB ausgerüstet. Vierundzwanzig Schiffe der Carnival Corporation sind mit einem Azipod-Antrieb ausgerüstet.

Außerdem erreichte uns die Nachricht, dass ABB Marine – die bei den Electric & Hybrid Marine Awards 2015 nicht nur den Preis für die Innovation des Jahres für ihr neues Strahlruder Azipod D erhielt, sondern sich auch erneut den Preis als Antriebssystem-Hersteller des Jahres sichern konnte – ein neues Forschungs- und Entwicklungslabor eröffnen wird. Es liegt in Helsinki neben dem Azipod-Werk des Unternehmens und vereint das gesamten ABB-Angebot für die Schifffahrtsindustrie unter einem Dach. ABB Marine hat eine ungenannte Summe in die Anlage investiert. Sie wird einerseits von 30 ABB-Ingenieuren für marine Forschungen genutzt, andererseits aber auch, um Kunden ihre Produkte vorzuführen.

„Wir testen und entwickeln kontinuierlich neue Technologien“, erklärt Mikko Lepistö, Vizepräsident Software und Automation Operations bei ABB. „Dieses Labor ist ein toller Schritt nach vorn und ermöglicht uns ein komplettes Spektrum an Innovationsaktivitäten, denn nun können all unsere marinen Systeme an einem Ort getestet und entwickelt werden.“

Die neue Anlage ist für die Entwicklung von Automatisierungstechnik, dezentralen Steuersystemen, Antrieben, Integrated Operations und Abwärmerückgewinnungssystemen konzipiert. In Zukunft wird sie auch die Möglichkeit bieten, als Simulator zu fungieren. Schließlich wird das Labor das Konzept der Integrated Operations, also einer Verknüpfung der Aktivitäten an Land mit denen an Bord, voll ausschöpfen.


Solar-elektrisches Arbeitsschiff schließt historische Frachtfahrt ab

Die Solar Sal, ein solar-elektrisches 12 Meter langes Schiff mit einem elektrischen Torqeedo-Antriebssystem, hat die letzte Etappe ihrer Frachtgut-Jungfernfahrt abgeschlossen. Beim Transport von recyceltem Karton entlang des Erie-Kanals in New York (USA) wurde kein fossiler Kraftstoff verbrannt.

Auf ihrer Geschichte schreibenden Fahrt überwand die Solar Sal 72 Schleusen und transportierte auf der 1.046 Kilometer langen Strecke quer durch den Staat New York vier Tonnen Fracht von Lockport bis zu einer Papiermühle in Mechanicville. Das Schiff fährt mit einer Geschwindigkeit von 13,36 km/h und wird von zwei elektrischen Torqeedo Cruise 4.0 Motoren angetrieben. Die emissionsfreien Elektromotoren werden mit Sonnenenergie betrieben und liefern eine Schubleistung, die zwei 9,1-PS-Verbrennungsmotoren entspricht.

Das Schiff wurde von David Borton – der 10 solar-elektrische Boote pro Jahr bauen will – entworfen und besitzt einen hölzernen Rumpf in Plankenbauweise mit einer maximalen Fläche für Sonnenkollektoren. Es kann als 12-Tonnen-Frachtschiff, Ausflugsboot für Touristen oder Kajütboot ausgerüstet und dann von kostenlosem, sauberem Solarstrom angetrieben werden. „Das Beste an diesen Motoren ist ihre Effizienz“, erklärt Borton. „Dazu zählen die elektronische Steuerung, ein guter Motor, Planetengetriebeuntersetzung und eine effiziente, langsame, große Schraube.“

Die Solar Sal kann bei Tageslicht den ganzen Tag über und nach Sonnenuntergang bis zu 80 weitere Kilometer mit gespeichertem Batteriestrom fahren. Sie ist mit 5 kW starken Solarmodulen ausgestattet, die zwei Batteriebänke speisen. Eine versorgt eine Bank mit Power 26-104 Lithium-Akkus von Torqeedo, die andere konventionelle Blei-Säure-Akkus.


Bahnbrechende Anlegesysteme auf der Electric & Hybrid Marine World Expo in Florida

Cavotec, Gewinner des Preises „Innovation des Jahres“ der Electric & Hybrid Marine World Expo 2014, wird die Reise nach Fort Lauderdale in Florida (USA) antreten, um die Vorteile dreier Lösungen vorzustellen, die den Betrieb effizienter und schneller machen und gleichzeitig Emissionen reduzieren.

Dabei handelt es sich um den MoorMaster, ein automatisches Anlegesystem, Alternative Maritime Power (AMP), eine alternative Landstromversorgung, die Kreuzfahrtschiffe, Containerschiffe sowie elektrische und hybride Schiffe mit Landstrom versorgt, und das Automatic Plug-in System (APS), ein automatisches System zur Verbindung von Schiffen wie Batteriefähren mit Landstrom.

Cavotec hat eines ihrer MoorMaster-Systeme sowie das APS an die weltweit erste batterieelektrische Fähre in Norwegen (Norled) geliefert. Auf diese Weise werden kürzere Anlegezeiten und eine schnellere Verbindung mit dem Netz sichergestellt, wenn die Batterien aufgeladen werden, während die Fähre am Kai liegt. Durch die Installation dieser beiden Systeme wird darüber hinaus eine ausreichende Batterieladung zur Überquerung des Fjords sichergestellt und die Anzahl der möglichen Fahrten maximiert.

Die Electric & Hybrid Marine World Expo Florida findet am 11., 12. und 13. Januar im Broward County Convention Center in Fort Lauderdale, Florida, statt und ist der einzige Ort in Nordamerika, wo man sich ausschließlich mit brandneuen Technologien für elektrische und hybride Schiffsantriebe befasst. Zu dieser globalen Branchenveranstaltung, die auch eine kostenlose dreitägige Konferenz umfasst, werden 100 Aussteller aus über 15 Ländern erwartet.

Falls Sie weitere Informationen benötigen, besuchen Sie www.electricandhybridmarineworldexpoflorida.com

September 2015


Die größte Werft Taiwans bestellt fortschrittliches diesel-elektrisches Antriebssystem von Siemens

Die CSBC Corporation Taiwan hat Siemens als Lieferanten für diesel-elektrische Hightech-Antriebssysteme und weitere Zubehörteile für vier 65.000-Tonnen-Frachter mit halbabsenkbarem Deck (SSDCV) gewählt. Die größte Werft des Landes baut die Schiffe für einen Kunden in Singapur. Verglichen mit traditionellen mechanischen Antriebstechnologien reduziert das Diesel-Elektro-System von Siemens aufgrund eines einzigartigen Leistungsmanagements die Kraftstoffkosten um bis zu 15 %. Genauso verbessern zugehörige Propeller, Steuerruder und Strahlruder die Manövrierfähigkeit bei geringen Geschwindigkeiten. Jedes Antriebssystem umfasst ein IDS aus Niederspannungsmotoren und Frequenzwandler, die einen effizienten und energiesparenden Betrieb des Schiffs ermöglichen, da die Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Zum Schutz der Meere vor unnötiger Verschmutzung tragen Ballastpumpensysteme zur effektiven Kontrolle und Entsorgung von Schadstoffen bei.

„Unsere hochmodernen diesel-elektrischen Antriebssysteme verbessern die Treibstoffeffizienz und Manövrierfähigkeit von Seeschiffen und nutzen eine spezielle Pumpentechnologie zum Schutz der Umwelt“, erklärt Mario Azar, Geschäftsführer der Siemens Business Unit Oil & Gas and Marine. „Wir freuen uns über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der CSBC Corporation Taiwan bei diesem wichtigen Projekt und die generelle Annahme unseres Antriebssystems in der Öl- und Gasindustrie sowie der Schifffahrt.“

Siemens liefert bis Ende 2017 die kompletten diesel-elektrischen Antriebssysteme für alle vier SSD-Frachtschiffe. Jedes System besteht aus vier Simotics-Niederspannungsmotoren mit 4000 kW und vier Sinamics-Niederspannungs- -Frequenzwandler sowie den zugehörigen Transformatoren, die zusammen ein IDS bilden. Durch die optimale Abstimmung der Komponenten entsteht ein wirtschaftliches Gesamtsystem, das sich durch einen zuverlässigen Betrieb und hohe Verfügbarkeit auszeichnet. Der Lieferumfang für jedes Schiff umfasst außerdem Hauptgeneratoren mit 6980 kW, Mittelspannungsschaltanlagen, Energiemanagementsysteme, Umrichter und Transformatoren für Ballastpumpen sowie Verteilertransformatoren, einen Verstellpropeller, ein Flossenruder sowie ein Bug- und Heckstrahlruder.

Führender Schiffsantriebsentwickler bereit für Übernahme

Das internationale Handelsunternehmen Pon Holdings und die Kapitalgesellschaft Parcom Capital gaben bekannt, dass sie bei der Übernahme von Imtech Marine eine Einigung erzielt haben. Die Einzelheiten der Übernahme werden derzeit erarbeitet.

Laut Analysten garantiert der neue Anteilseigner die Weiterführung von Imtech Marine, nachdem die Muttergesellschaft Royal Imtech Konkurs angemeldet hatte. Pon und Parcom erklären, dass die Übernahme es dem Entwickler von Schiffstechnologien ermöglicht, seine Wachstumsziele zu erreichen sowie Arbeitsplätze, aktuelle Bestellungen globaler Kunden und bestehende FuE-Projekte zu sichern.

René ten Brinke, Direktor für globale Dienstleistungen bei Imtech Marine, meinte: „Wir sind sehr zufrieden, dass Pon Holdings und Parcom Capital die neuen Eigentümer von Imtech Marine sind. Es sind beide hochprofessionelle Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Seefahrt. Für uns hätte es kein besseres Szenario geben können. Die neuen Eigentumsverhältnisse passen perfekt zu den positiven Entwicklungen, die bereits innerhalb von Imtech Marine in Gang gesetzt wurden, und sie werden das Wachstum unseres Geschäfts auch weiter stärken und beschleunigen.“

Imtech Marine beschäftigt etwa 2500 Mitarbeiter an fast 100 Standorten in 30 Ländern in der Nähe von Schiffbauzentren und entlang von Schifffahrtswegen. Nach der Übernahme wird Imtech Marine weiterhin unabhängig arbeiten. Pon Holdings besitzt große internationale Erfahrung in den Bereichen Seefahrt und Offshore, und Parcom Capital ist ein aktiver Investor in diesen Sektoren.

BAE-Kriegsschiff T26 erhält fortschrittlichen Elektroantrieb von GE Marine

Aufgrund ihrer Produktpalette bewährter Technologie im Marinemarkt wurde GE Marine von BAE Systems als Lieferant für die Antriebsmotoren und Antriebssysteme der ersten drei Kriegsschiffe GCS T26 für das britische Verteidigungsministerium ausgewählt.

GE wird fortschrittliche und zuverlässige elektrische Energie- und Antriebslösungen liefern, die anspruchsvolle und vielgestaltige Anforderungen erfüllen. Die Anlagen werden insbesondere eine hohe Stoßfestigkeit besitzen und einen leisen Betrieb bieten.

„Im Zuge des im vergangenen Jahr an GE erteilten Auftrags über die Konstruktion, Entwicklung und Bewertung der Schiffe vom Typ 26 freuen wir uns über die weitere Zusammenarbeit zur Lieferung eines kosteneffektiven Energie- und Antriebssystems für das Programm. Angesichts der Erfolgsbilanz von GE bei der Ausstattung von Schiffen mit bewährten Marinekonstruktionen setzen wir volles Vertrauen in GE Marine als verlässlichen Partner“, meinte Geoff Searle, Programmdirektor Type 26 Global Combat Ship, BAE Systems Naval Ships.

Global-Combat-Schiffe vom Typ 26 sind multimissionsfähige Kriegsschiffe für gemeinsame und multinationale Operationen über das gesamte Spektrum der Kriegsführung und Verteidigung, wie komplexe Kampfhandlungen, Bekämpfung von Piraterie sowie humanitäre Einsätze und Katastrophenhilfe. Der Typ 26 gehört zu den fortschrittlichsten modernen Kriegsschiffen der Welt und wird von GE-Technologie angetrieben.

Zu den vielen Vorteilen des GE-Systeme gehört dank einer erweiterten schwingungsdämpfenden Technologie eine energieeffiziente, robuste und geräuscharme Lösung. Die Marinekonstruktion, eine lichtbogenfeste Version des für die Schifffahrt geeigneten Wandlers GE MV3000, sorgt für einen drehzahlvariablen Antrieb mit variabler Drehzahl und verbessert Sicherheit, Leistung und Reife des Energieversorgungs- und Antriebssystems.

BAE-Kriegsschiff T26 erhält fortschrittlichen Elektroantrieb von GE Marine

Aufgrund ihrer Produktpalette bewährter Technologie im Marinemarkt wurde GE Marine von BAE Systems als Lieferant für die Antriebsmotoren und Antriebssysteme der ersten drei Kriegsschiffe GCS T26 für das britische Verteidigungsministerium ausgewählt.

GE wird fortschrittliche und zuverlässige elektrische Energie- und Antriebslösungen liefern, die anspruchsvolle und vielgestaltige Anforderungen erfüllen. Die Anlagen werden insbesondere eine hohe Stoßfestigkeit besitzen und einen leisen Betrieb bieten. „Im Zuge des im vergangenen Jahr an GE erteilten Auftrags über die Konstruktion, Entwicklung und Bewertung der Schiffe vom Typ 26 freuen wir uns über die weitere Zusammenarbeit zur Lieferung eines kosteneffektiven Energie- und Antriebssystems für das Programm.

Angesichts der Erfolgsbilanz von GE bei der Ausstattung von Schiffen mit bewährten Marinekonstruktionen setzen wir volles Vertrauen in GE Marine als verlässlichen Partner“, meinte Geoff Searle, Programmdirektor Type 26 Global Combat Ship, BAE Systems Naval Ships.

Global-Combat-Schiffe vom Typ 26 sind multimissionsfähige Kriegsschiffe für gemeinsame und multinationale Operationen über das gesamte Spektrum der Kriegsführung und Verteidigung, wie komplexe Kampfhandlungen, Bekämpfung von Piraterie sowie humanitäre Einsätze und Katastrophenhilfe. Der Typ 26 gehört zu den fortschrittlichsten modernen Kriegsschiffen der Welt und wird von GE-Technologie angetrieben.

Zu den vielen Vorteilen des GE-Systeme gehört dank einer erweiterten schwingungsdämpfenden Technologie eine energieeffiziente, robuste und geräuscharme Lösung. Die Marinekonstruktion, eine lichtbogenfeste Version des für die Schifffahrt geeigneten Wandlers GE MV3000, sorgt für einen drehzahlvariablen Antrieb mit variabler Drehzahl und verbessert Sicherheit, Leistung und Reife des Energieversorgungs- und Antriebssystems.

August 2015


MARAD bestätigt Investition in Fähre mit Wasserstoff-Brennstoffzelle

Die United States Maritime Administration (MARAD), eine Behörde des US-Verkehrsministeriums, hat die Bereitstellung von 500.000 US$ für die Unterstützung einer Durchführbarkeitsstudie bekannt gegeben. In dieser Studie werden Konstruktion, Bau und Betrieb einer mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie betriebenen Hochgeschwindigkeitspassagierfähre und einer Wasserstofftankstelle untersucht.

Die Brennstoffzelle soll das Antriebssystem und die elektrischen Hilfssysteme der Fähre mit Strom versorgen, während die (weltweit größte) Wasserstofftankstelle die Fähre sowie Elektroautos, Elektrobusse, Elektroflottenfahrzeuge und andere mit Brennstoffzellen betriebene Schiffe versorgen soll.

„Die Studie stellt lediglich eine weitere Gelegenheit dar, durch die MARAD neue und effiziente Technologien für die Nutzung in der Schifffahrt finden möchte, die sauberen Brennstoff bieten und die Emissionen senken“, erklärte der maritime Administrator Paul Jaenichen. „Die US-Schifffahrtsindustrie kann eine wichtige Rolle bei der Senkung der weltweiten Kohlendioxidemissionen und der Schaffung einer nachhaltigen Zukunft für uns alle spielen.“

MARAD arbeitet bei diesem Projekt in Partnerschaft mit Sandia National Laboratories des US-amerikanischen Energieministeriums, das die Forschung leiten wird. In dieser Studie werden die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte eines schnellen Schiffs mit Wasserstoff-Brennstoffzellen als saubere Energiealternative untersucht.

Sie gehört außerdem zum laufenden Programm META (Maritime Environmental and Technical Assistance) von MARAD und der Schifffahrtsbranche, bei dem Brennstoffzellen zur Nutzung in der Seefahrt erforscht, getestet, validiert und dokumentiert werden. Die Arbeit ergänzt ein laufendes Gemeinschaftsprojekt, mit dem nachgewiesen werden soll, dass Brennstoffzellen zusätzliche Energie für weitere Hafen- und Schiffsanwendungen liefern können, wie die Versorgung von Kühlcontainern mit Strom, und dass sie als Ersatz für Dieselgeneratoren dienen können. Zudem finanziert MARAD Bemühungen, die Eignung einer Brennstoffzelle als Zusatzenergieversorgung für das Schulschiff Kennedy nachzuweisen, das von der Massachusetts Maritime Academy zu Schulungszwecken eingesetzt wird.

Das META-Programm wird vom Umweltamt der Maritime Administration verwaltet und soll die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten in der Schifffahrt fördern, um so neuen Herausforderungen im Umweltbereich zu begegnen.

Saft schließt wichtigen Vertrag über Lithium-Ionen-Akkus mit Imtech und CMAL ab

Saft, ein führendes Unternehmen im Bereich der Akku- und Batterieentwicklung, gab den Abschluss eines wichtigen Vertrags über die Bereitstellung hochmoderner Lithium-Ionen-Akkusysteme an Imtech Marine bekannt. Demnach wird Saft zwei seiner Seanergy-Systeme im Herzen des Hybridantriebssystems und der Energiemanagement-Einheit der Hybrid III installieren, einer Roll-on-Roll-off-Passagier- und Fahrzeugfähre für den Einsatz auf den kurzen Seewegen um Clyde und die Hebriden in Schottland.

Das neue Schiff befindet sich derzeit im Bau bei Ferguson Marine Engineering für CMAL und wird im nächsten Jahr als Schottlands dritte Hybridfähre in Dienst gestellt. Sie kann bis zu 150 Passagiere und 23 Autos oder zwei Lkw befördern. Das Projekt wird von der schottischen Regierung finanziert als Beitrag zur Verwirklichung der im schottischen Climate Change Delivery Plan gesetzten Ziele, die Kohlendioxidemissionen bis 2020 um mindestens 20 % zu senken. Die Betriebsgeschwindigkeit der Fähre soll 9 Knoten betragen. Da sie sowohl Diesel- als auch Elektroenergie verwendet, ist ihr Brennstoffverbrauch niedriger als der einer konventionellen Fähre, wodurch auch die Emissionen aus Brennstoff und CO2 um mindestens ein Fünftel geringer sind als bei einem konventionellen Antrieb.

Für Saft stellt das Projekt eine bedeutende Entwicklung dar: Es ist der erste Auftrag des Unternehmens von Imtech Marine, einem führenden Anbieter von Hybrid-Antriebssystemen für alle Schiffstypen rund um den Globus.

Als modulares System kann Seanergy für alle Anforderungen auf bis zu 750 V skaliert werden. Grundlage der Module ist die SLFP-Zellchemie (Superphosphat) von Saft, die im Vergleich zu Standardtechnologien mit Lithium-Ionen-Phosphat einerseits einen verbesserten Betrieb bei hohen Energieanforderungen und andererseits optimierte Gesamtbetriebskosten bietet . Im Januar 2015 verlieh das von der Schifffahrtsbranche unabhängige Sicherheitsbewertungsunternehmen Bureau Veritas den Seanergy-Modulen die höchste Qualitätsbewertung und stellte fest, dass die Konstruktion in der Branche anerkannten Qualitäts- und Zertifizierungsstandards entspricht.

Die beiden Seanergy-Systeme, die insgesamt 800 kWh Energiespeicher zur Verfügung stellen, können das Schiff für einen reinen Akkubetrieb versorgen und im Hybridmodus in Kombination mit einem Dieselgenerator arbeiten. Die Akkus werden nachts, wenn die Fähre im Hafen liegt, per Landverbindung geladen. Auf See balanciert das Energiemanagementsystem von Imtech die vom Dieselaggregat und von den Akkusystemen gelieferte Energie aus, damit der Antrieb so effizient und sauber wie möglich erfolgt und das Aggregat mit maximalem Wirkungsgrad läuft.

MTU und Akasol werden Partner in der Batterieentwicklung

MTU Friedrichshafen ist eine enge Entwicklungspartnerschaft mit dem in Darmstadt ansässigen Unternehmen Akasol eingegangen, um Batteriesysteme für die Hybrid- und Elektroantriebssysteme von MTU zu entwickeln und bereitzustellen.

MTU, Teil von Rolls-Royce, hofft, mithilfe der technischen Kompetenz von Akasol ihre derzeitige Produktpalette um Hybridantriebssysteme für mobile Anwendungen in den Sektoren Marine, Lkw und Bahn zu erweitern.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit MTU einen der weltweit bedeutendsten Hersteller von Antriebssystemen als kompetenten Partner gefunden haben“, so Lothar Holder, Geschäftsführer von Akasol. „Mit dieser Partnerschaft erhalten wir völlig neue Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von hochleistungsfähigen Lithium-Ionen-Akkusystemen. Für uns kommt das einem Quantensprung gleich.“

Christos Ramnialis, Vizepräsident und zuständig für Vertrieb, Service und Netzwerk bei MTU, fügte hinzu: „Da unsere Unternehmen bereits seit mehreren Jahren zusammenarbeiten, sind wir sehr angetan und freuen uns auf eine noch engere Kooperation zwischen der MTU Friedrichshafen und Akasol.“

GE Marine versorgt die nächste Generation von Schiffen der britischen Marine mit Energie

GE Marine hat den Auftrag zur Lieferung elektrischer Energie und des Antrieb der ersten drei Type 26 Global Combat Schiffe für das britische Verteidigungsministerium durch BAE Systems erhalten.

Type 26 Global Combat Schiffe sind laut GE Marine multimissionsfähige Kriegsschiffe für gemeinsame und multinationale Operationen über das gesamte Spektrum der Kriegsführung und Verteidigung, wie komplexe Kampfhandlungen, Bekämpfung von Piraterie sowie humanitäre Einsätze und Katastrophenhilfe.

„Im Zuge des im vergangenen Jahr an GE erteilten Auftrags über die Konstruktion, Entwicklung und Bewertung der Schiffe vom Typ 26 freuen wir uns über die weitere Zusammenarbeit zur Lieferung eines kosteneffektiven Energie- und Antriebssystems für das Programm. Angesichts der Erfolgsbilanz von GE bei der Ausstattung von Schiffen mit bewährten Marinekonstruktionen setzen wir volles Vertrauen in GE Marine als verlässlichen Partner“, meinte Geoff Searle, Programmdirektor Type 26 Global Combat Ship, BAE Systems Naval Ships.

Die Kunden sollen dank einer erweiterten schwingungsdämpfenden Technologie eine energieeffiziente, robuste und geräuscharme Lösung erhalten. Die Marinekonstruktion, eine lichtbogenfeste Version des für die Schifffahrt geeigneten Wandlers GE MV3000, sorgt für einen Antrieb mit variabler Drehzahl und soll Sicherheit, Leistung und Reife des Energieversorgungs- und Antriebssystems verbessern.

GE spielt auch eine Rolle bei der Senkung des Programmrisikos, indem das Unternehmen das System in der eigenen Prüfanlage testet.

Nicholas Smith, Leiter für Schifffahrtslösungen bei GE Power Conversion, meinte: „ Das beruht auf unseren neuesten Produkten und Technologien, die wir für den Typ-45-Zerstörer und die Flugzeugträger der QE-Klasse geliefert hatten. Wir sind begeistert über unsere Rolle in der neuen Generation von Kriegsschiffen. Wir sind entschlossen, energieeffiziente Energieversorgungs- und Antriebslösungen zu liefern, die den zukünftigen Ansprüchen der Marine gerecht werden.“

Juli 2015


Visedo und Electric Power Conversion erhalten Auftrag über Antrieb für den Eco-Liner von Damen

Visedo, der finnische Spezialist für Elektroantriebe, erhält den Auftrag über den Antriebsstrang des Eco-Liners von Damen. Gemeinsam mit Electric Power Conversion, dem Partner im Bereich Schifffahrtstechnologie, wird Visedo das Antriebssystem des Eco-Liners bereitstellen, bestehend aus vier LNG-Aggregaten mit jeweils 285 kW und zwei Visedo-Direktantriebsmotoren mit 500 kW sowie Hotelgleichrichtern, Wechselrichtern für Bugstahlruder und Frachtpumpen und dem Regelalgorithmus SmoothTHRUST. Dank der robusten Konstruktion des Visedo-Permanentmagnetmotors PowerDRUM sowie der Generatoren und PowerMASTER-Wechselrichter ist der Maschinenraum des Schiffes einfach gestaltet: Generator und Wechselrichter für den Antrieb sind direkt in die Elektromaschine statt in die üblichen großen Paneele für Gleichrichter gesetzt.

Die Stromverteilung von den Generatoren zum Antrieb erfolgt mithilfe der DC-Bus-Verteilerlösung von Visedo, die kürzlich durch Bureau Veritas getestet und zugelassen wurde. Der DC-Verteiler von Visedo sorgt für ein voll redundantes und selektives System, in dem jegliche Fehler oder Situationen, in denen Kurzschlüsse auftreten, bewältigt werden, ohne die Funktionstüchtigkeit der übrigen Anlage zu beeinträchtigen. So können die PS- und SB-Systeme ständig miteinander verbunden sein.

Durch die Verwendung des SmoothTHRUST-Algorithmus zur Stromerzeugung und Lastverteilung wird eine komplette Energieregelung erreicht, und schädliche Auswirkungen auf Antriebsstrang und Generatoranlage werden vermieden. Es entsteht ein äußerst stabiles Stromerzeugungs- und Antriebssystem, das immun gegenüber plötzlichen Stromausfällen ist.

Der Eco-Liner ist das neue Konzept von Damen für ein mit LNG angetriebenes und emissionsarmes Binnenschiff, mit dem die Betriebskosten um mindestens 15 % gesenkt werden können. Er soll noch 2015 ausgeliefert werden. Dank der Verwendung von Permanentmagnetmaschinen für Generatoren und Antrieb trägt der Antriebsstrang von Visedo Marine mit seiner äußerst hohen Gesamteffizienz im gesamten Drehzahlbereich dazu bei, dieses Ziel zu erreichen.

Erfolgsgeschichte der Messe

Es nahmen im letzten Monat über 150 Aussteller an der Electric & Hybrid Marine World Expo teil, die die neuesten Ideen, Konzepte, Technologien und Komponenten für maritime Elektro- und Hybridanwendungen präsentierten. Zudem fand eine Konferenz mit über 80 führenden Experten statt, und es konnte der kostenlose Technologie-Demonstrationsbereich besucht werden, der über 20 Präsentationen zu den neuesten Komponenten und Systemen der nächsten Generation bot. Besucher ließen sich auch die Ergebnisse der zweiten jährlichen Electric & Hybrid Marine Awards nicht entgehen (für die Gewinner hier klicken) und beteiligten sich rege an den offenen Podiumsdiskussionen. Insgesamt lockte die Messe weit über 3000 Besucher und 250 Konferenzteilnehmer an! „Diese Messe hat erneut alle Erwartungen übertroffen, sowohl unsere eigenen als auch die der Technologielieferanten, Berater, Schifffahrtsunternehmen und Schiffsbauer“, erklärte Graham Johnson, Messegründer und Geschäftsführer des organisierenden Unternehmens UKI Media & Events.

„Die letzten drei Tage waren unglaublich ausgefüllt, und wir konnten erleben, wie überall in der Messehalle Geschäfte getätigt wurden, als Besucher brandneue Technologien der nächsten Generation entdeckten. Einige Besucher erwarben sogar direkt am Messestand Ausrüstungen!

Die Messe 2016 findet vom 21. bis 23. Juni statt. Der Eintritt zur Messe ist kostenlos, die Konferenz jedoch gebührenpflichtig. Es wird empfohlen, frühzeitig zu buchen und sich so einen Platz bei der Konferenz zu sichern. Plätze sind stark begrenzt und werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Um Ihren Konferenzplatz zu buchen, klicken Sie hier. Sie können sich here für Ihren kostenlosen Ausweis für die Messe 2016 registrieren.

Durchbruch bei getriebelosem Torque-Antrieb

Auf der diesjährigen Electric & Hybrid Marine World Expo stellten Torque Marine und das niederländische Kooperationspartnerunternehmen Sandfirden Technics die neuesten Entwicklungen im Bereich getriebeloser Torque-Antriebe vor und präsentierten auf der Messe einen Erdgasmotor Scania DI-16, der mit einem wassergekühlten Permanentmagnet-Torque-Generator verbunden war.

Niedrige Betriebskosten, präzises Manövrieren und ein hohes Anlaufdrehmoment selbst bei der geringsten Propellerdrehzahl sowie eine geringe Geräuschentwicklung sind einige Vorteile der Technologie.

2010 entwickelte Torque Marine das fortschrittliche High-Torque-Power-Drive-System (HTP): eine innovative dieselelektrische Antriebseinheit für alle Arten von Antrieb, z. B. für den Einsatz auf Flüssen, in Küstengebieten und in Schleppern, die die konventionelle Kombinationen aus Verbrennungsmotoren und Untersetzungsgetrieben übertrumpft.

Nach umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Kooperation mit dem Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) stattete Torque Marine im Jahr 2010 einen zweimotorigen Binnenfrachter, die MV ENOK, erfolgreich mit einem Torque-Drive-System aus. Mit einer Länge von 84 m und einer Breite von 9,5 m kann die ENOK bis zu 1500 Frachtstücke mit einem beladenen Tiefgang von 2,86 m transportieren.

Die ENOK ist eines der ersten Motorschiffe, das mit einem getriebelosen elektrischen Direktantrieb mit Permanentmagnetmotor ausgerüstet wurde. Seit 2010 ist das Schiff regelmäßig auf den europäischen Binnenwasserwegen als Frachter im Einsatz.

Variables Meisterstück von Cummins

Cummins war bei der Electric & Hybrid Marine World Expo vertreten, um seinen kürzlich angekündigten Motor QSK50 zu zeigen, der für dieselelektrische Anwendungen mit variabler Drehzahl (VSDE) optimiert wurde.

Seit seiner Markteinführung im Jahr 2006 kommt der QSK50 bei dieselelektrischen Anwendungen mit konstanter Drehzahl sowie bei traditionellen Antriebssystemen und zur Energieerzeugung zum Einsatz. Erste von Systemintegratoren veröffentlichte Berichte belegen einen deutlich gesunkenen Treibstoffverbrauch, weniger CO2-Emissionen und ein geringeres Systemgewicht des kompletten VSDE-Pakets im Vergleich zu dieselelektrischen Aggregaten mit konstanter Drehzahl.

Seit seiner Markteinführung im Jahr 2006 kommt der QSK50 bei dieselelektrischen Anwendungen mit konstanter Drehzahl sowie bei traditionellen Antriebssystemen und zur Energieerzeugung zum Einsatz. Erste von Systemintegratoren veröffentlichte Berichte belegen einen deutlich gesunkenen Treibstoffverbrauch, weniger CO2-Emissionen und ein geringeres Systemgewicht des kompletten VSDE-Pakets im Vergleich zu dieselelektrischen Aggregaten mit konstanter Drehzahl.

Juni 2015


Der Countdown zur Eröffnung der Electric & Hybrid Marine World Expo beginnt!

Die Electric & Hybrid Marine World Expo, die am 23., 24. und 25. Juni in Amsterdam (Niederlande) stattfindet, ist der beste Ort, um die allerneuesten High-Tech-Entwicklungen, Technologien, Konzepte und Systeme im Bereich der Elektro- und Hybridantriebe kennenzulernen, mit deren Hilfe die Schifffahrt den Traum vom nachhaltigen Transport verwirklichen kann.

Diese globale Branchenveranstaltung zieht voraussichtlich über 150 Aussteller aus 19 Ländern an, darunter Pioniere bei der Forschung und Entwicklung von Antrieben, wie ABB Marine, Cummins, Corvus, GE Marine, Imtech, MAN, Renk, Torqeedo und Volvo Penta.

Mehr als 2500 Schiffsingenieure, Schiffsarchitekten, F&E-Leiter, Antriebshersteller und Schiffseigentümer werden erwartet. Von kleinen, regionalen Fährbetreibern, die Kosten senken wollen, indem sie die allerneuesten Hybridantriebstechnologie anwenden, bis hin zu großen internationalen Schiffseigentümern und -betreibern, die mehr über die Diesel-Elektro-Lösungen der Zukunft erfahren wollen, sowie Bootsbauer und Motorhersteller, die über die bevorstehenden, strengen Emissionsvorschriften besorgt sind – diese Messe hat für jeden etwas zu bieten.

Neben den zahlreichen hochmodernen Technologien und Innovationen bietet die Electric & Hybrid Marine World Expo ein dreitägiges Konferenzprogramm (gebührenpflichtig) mit bekannten technischen Fachleuten von ABB, Rolls-Royce Marine, GE Marine, DNV GL, Siemens und Doosan Heavy Industries sowie zahlreichen Rednern von führenden akademischen Schifffahrtsinstituten in Nordamerika, Europa und Asien. Insgesamt werden rund 350 Teilnehmer erwartet.

Electric & Hybrid Marine World Expo Awards

Die zweite Electric & Hybrid Marine World Expo ist auch Schauplatz der Electric & Hybrid Marine World Expo Awards – eine Feier zu Ehren aller, die bei der Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen Schiffstechnologien etwas bewegen. Preiskategorien sind Lieferant des Jahres, Chefingenieur des Jahres, Innovation des Jahres, Elektro- & Hybridantriebssystem des Jahres und Antriebssystem-Hersteller des Jahres. Seien Sie unbedingt am 25. Juni dabei, um zu sehen, wer gewinnt!

Die Zukunft vorantreiben

Das Team von Renk wird auf der Electric & Hybrid Marine World Expo dabei sein, um zu demonstrieren, wie die Antriebssysteme von morgen eine optimale Leistung über das gesamte Missionsspektrum bieten müssen: Effizienz, Zuverlässigkeit, Redundanz und reduzierter Geräuschpegel. Das Unternehmen wird den Renk AED (Advanced Electric Drive) ausstellen, der sich für Hybridantriebsanwendungen zusammen mit einem Dieselmotor oder Gasturbinen bzw. als alleiniger Hauptantrieb eignet und eine perfekte Alternative zu direkten Elektroantrieben darstellt. Der Renk AED besticht durch eine 40%-ige Gewichtsreduzierung, bedeutend kleinere Abmessungen und ein bemerkenswertes Potential für Lärmreduzierung. Der AED ist in einem Leistungsbereich von 1,4 bis 6,0 MW zu haben. Renk sieht darin das ideale Antriebsmodul der Zukunft für Megajachten, Forschungsschiffe und Anwendungen für die Marine.

Electric & Hybrid Marine World Expo – Standnummer: 4030

Auf die Plätze! Aggregat! Los!

Volvo Penta wird ein Standardaggregat auf der diesjährigen Electric & Hybrid Marine World Expo vorstellen, das die langjährige Mitwirkung des Unternehmens bei Diesel-Elektro- und Hybridantriebslösungen unterstreicht. Das D13 MG bietet einen geringen Treibstoffverbrauch (etwa 192 g/kW bei 1.500 U/min) sowie geringe Emissionen. Weitere Vorteile sind der weltweite Standardservice und die im Voraus erhältliche Dokumentation.

Das Unternehmen ist vom Konzept der Mehrfachmotoren überzeugt, mit dem zahlreiche Anwendungen kraftstoffsparender gestaltet und Emissionen sowie Wartungskosten gesenkt werden können. Motoren von Volvo Penta sind für die Emissionsanforderungen der Zukunft bereit, da sie für die Integration mit jeder Nachbehandlungsinstallation vorbereitet sind. Volvo Penta konzipiert seine Motoren auch für einen sehr hohen Gegendruck, was zu einem kompakten Katalysator führt und daher einen standardmäßigen Abgaskatalysator (in Funktion und Größe) ersetzen könnte.

Die neuen einfachen Hilfsmotoren für örtlich gefertigte Schiffsaggregate, d. h. ohne Motorsteuersystem, werden parallel zum Beginn der Messe erhältlich sein. Dies ermöglicht lokalen Aggregatbauern, ihre Steuerungen unabhängig zu erstellen und die Kosten für das Basispaket der Hilfsmotoren zu senken. Mitglieder des Teams bei Volvo Penta werden gerne erklären, wie dies Aggregatbauern und Systemintegratoren weltweit zusätzliche Optionen eröffnet.

Electric & Hybrid Marine World Expo – Standnummer: 5110

Wechselrichter und Wandler

Bel Power Solutions wird die neuesten Produkte ausstellen, die speziell für den Schiffsmarkt gedacht sind: Wechselrichter, Wechselrichterlader und DC/DC-Wandler. Zu den Vorteilen dieser Produkte zählen ein weiter DC-Eingangsspannungsbereich (230-430 VDC bzw. 400-850 VDC), die vollständige galvanische Trennung zwischen Ein- und Ausgang, eine serielle CANbus-Schnittstelle, eine flexible Output-Konnektivität, die Möglichkeit, bis zu sechs (für Wechselrichter) bzw. vier Geräte (für DC/DC-Wandler) in Reihe zu montieren, eine robuste Aufmachung und ein breites Betriebstemperaturspektrum.

Electric & Hybrid Marine World Expo – Standnummer: 7120

IMarEST erteilt der Electric & Hybrid Marine World Expo Conference seine Genehmigung

Mitglieder der IMarEST Continuing Professional Development (CPD) Working Group haben der Electric & Hybrid Marine World Expo Conference ihre Genehmigung erteilt und würdigten die Konferenz als Veranstaltung, die einen Beitrag für die Anforderungen an die berufliche Weiterbildung der einzelnen Mitglieder leistet.

Die CPD Approval of Courses Working Group unterhält ein Verzeichnis der von IMarEST anerkannten Schulungen, die einen Beitrag zu den CPD-Bedürfnissen der Mitglieder von IMarEST leisten; die Electric & Hybrid Marine World Conference wird nun zu dieser Liste hinzugefügt. „Wir freuen uns, dass wir die CPD-Genehmigung von einer so angesehenen Organisation wie der IMarEST erhalten haben“, sagt Mike Robinson, Veranstaltungsdirektor, Electric & Hybrid Marine World Expo.

Mai 2015


Der Countdown zur Electric & Hybrid Marine World Expo beginnt

Die Electric & Hybrid Marine World Expo, die vom 23. bis zum 25. Juni in Amsterdam (Niederlande) stattfindet, ist der beste Ort, um die allerneuesten High-Tech-Entwicklungen, Technologien, Konzepte und Systeme im Bereich der Elektro- und Hybridantriebe kennenzulernen, mit deren Hilfe die Seefahrt den Traum vom nachhaltigen Transport verwirklichen kann.

Diese globale Branchenveranstaltung wird über 160 Aussteller aus 25 Ländern anziehen, darunter Pioniere bei der Forschung und Entwicklung von Antrieben, wie ABB Marine, Cummins, Corvus, GE Marine, Imtech, MAN, Renk, Torqeedo und Volvo Penta.

Es werden mehr als 2500 Schiffsingenieure, Schiffsarchitekten, F&E-Leiter, Antriebshersteller und Schiffseigentümer erwartet. Von kleinen, regionalen Fährbetreibern, die Kosten senken wollen, indem sie die neuesten Hybridantriebstechnologie anwenden, bis hin zu großen internationalen Schiffseigentümern und -Betreibern, die mehr über die Diesel-Elektro-Lösungen der Zukunft erfahren wollen, sowie Bootsbauer und Motorhersteller, die über die bevorstehenden, strengen Emissionsvorschriften besorgt sind – diese Messe hat für jeden etwas zu bieten.

Neben den zahlreichen hochmodernen Technologien und Innovationen bietet die Electric & Hybrid Marine World Expo ein gebührenpflichtiges dreitägiges Konferenzprogramm mit bekannten technischen Fachleuten von ABB, Rolls-Royce Marine, GE Marine, DNV GL, Siemens und Doosan Heavy Industries sowie zahlreichen Rednern von führenden akademischen Schifffahrtsinstituten in Nordamerika, Europa und Asien. Insgesamt werden etwa 350 Teilnehmer erwartet. 

High-Tech-Antriebssystem

Auf der Electric & Hybrid Marine World Expo wird ein platzsparendes Antriebssystem von GE Marine zu sehen sein, durch das 10 % mehr gewinnbringende Fracht aufgenommen werden kann. Es entspricht den Emissionsgrenzwerten ohne SCR und toxische Chemikalien und besitzt die Zuverlässigkeit eines Strahltriebwerks. Die von Flugtriebwerken abgeleiteten Gasturbinen des Unternehmens reichen von 4,5 bis 52 MW und sind ausgezeichnete Kraftmaschinen für mechanische Antriebe, Hybride oder kombinierte Gasturbinen-, Elektro- und Dampfsysteme (COGES). Zu ihren Anwendungsgebieten zählen Kreuzfahrtschiffe, Schnellfähren, Flüssiggastanker, Containerschiffe und Militärschiffe. Die Gasturbinen sind kompakt, erzeugen im Vergleich zu herkömmlichen Dieselantrieben geringere NOx-Emissionen und können mit diversen Kraftstoffen betrieben werden, einschließlich DMA, Biodiesel und Flüssig-/Erdgas.

Electric and Hybrid Marine World Expo, Standnummer: 3070

Perfekter Anschluss mit dem Automatic Plug-In-System

Cavotec wird auf der diesjährigen Expo ihr Sortiment an innovativen Technologien zur Stromübertragung, - -Verteilung und -Regulierung ausstellen: Diese umfassen das automatisierte Liegeplatzsystem MoorMaster, durch das Festmacher überflüssig werden, die Technologie Alternative Maritime Power (AMP), durch die im Hafen liegende Schiffe an die Stromversorgung an Land angeschlossen werden können, den Kabelschutz Panzerbelt sowie Schiffsantriebe, Funkfernsteuerungen und motorisierte Leitungstrommeln. Das Unternehmen wird zudem eine seiner neusten Innovationen vorstellen: das Automatic Plug-In-System, das für den automatischen Anschluss von Kränen, Schiffen und anderen mobilen Geräten an das Stromnetz sorgt. 

Electric and Hybrid Marine World Expo, Standnummer: 8110

Anschließen und Ablegen mit „Plug and Sail“

Die Lynch Motor Company, seit mehr als 25 Jahren in der Herstellung von Motoren tätig, wird eine beeindruckende Auswahl an Antrieben für die Schifffahrt ausstellen, vom Direktantrieb über den Riemenantrieb bis sogar zum Saildrive-Antrieb. Das Angebot reicht von 2,5 kW 24 V bis zu 26 kW 72 V. Das Unternehmen wird insbesondere zwei voll funktionsfähige Antriebssysteme ausstellen, einschließlich eines Marlin 5 und eines Bluefin, die eine komplette „Plug-and-Sail“-Lösung bieten. Durch die Verbindung von hoher Effizienz mit niedriger Spannung bieten diese leicht zu bedienenden Systeme eine hervorragende anschlussfertige Lösung. Gerne erläutern die Mitarbeiter am Messestand auch das laufende Projekt des Unternehmens zur Entwicklung eines elektrisch betriebenen Außenbordmotors, der sich durch höchste Effizienz sowie eine längere, höhere Leistung auszeichnet.

Electric and Hybrid Marine World Expo, Standnummer: 9010

April 2015


Variables Meisterstück von Cummins

Cummins wird bei der Electric & Hybrid Marine World Expo vertreten sein, um seinen kürzlich angekündigten Motor QSK50 zu zeigen, der für dieselelektrische Anwendungen mit variablen Drehzahlen (VSDE) optimiert wurde.

Seit der Markteinführung im Jahr 2006 kam der QSK50 bei dieselelektrischen Anwendungen mit konstanter Drehzahl sowie bei traditionellen Antriebssystemen und zur Energieerzeugung zum Einsatz. 

Erste von Systemintegratoren veröffentlichte Berichte über die neue Motoren-Version belegten einen deutlich gesunkenen Treibstoffverbrauch, weniger CO2-Emissionen und ein geringeres Systemgewicht des kompletten VSDE-Pakets im Vergleich zu dieselelektrischen Aggregaten mit konstanter Drehzahl. 

Cummins wird außerdem am 1. Tag um 15.00 Uhr im Technologie-Demonstrationsbereich einen Vortrag mit dem Titel „Optimieren der Effizienz durch dieselelektrische Technologie mit variablen Drehzahlen“ halten.

Electric and Hybrid Marine World Expo, Standnummer: 2030

Alternatives Antriebskonzept von Reintjes

Reintjes, ein führender Hersteller von Schiffsgetrieben für Hauptantriebe mit Leistungen von 250 kW bis 30.000 kW, präsentiert seine innovative Hybridlösungstechnologie. Das kompakte System erreicht geringen Energieverbrauch und wesentlich niedrigere Geräuschpegel sowie einen ruhigen Lauf.

Die Besucher beim Amsterdam RAI werden feststellen, dass RHS-Technologie eine Lösung für zahlreiche Betriebsmodi bietet, wobei Diesel- oder Elektroantriebe zur Auswahl stehen. Je nach den Anforderungen können beide Antriebsarten im Bereich ihrer optimalen Wirkungsgradkennlinie eingesetzt werden. Zudem ist eine Kompressorfunktion geplant, die die Möglichkeit eines kombinierten Diesel- und Elektroantriebs ermöglicht, um höhere Geschwindigkeiten oder Schubkräfte zu erzielen.

RHS kann als PTI eingesetzt werden, so dass die notwendige Energie für langsame Fahrt oder eine Kompressoranwendung durch ein Aggregat oder ein Akkupack an Bord für höhere Geschwindigkeiten bereitgestellt wird. Optional kann das System auch als PTO genutzt werden. In diesem Modus treibt der Dieselmotor den Elektromotor als Generator an und stellt so elektrischen Strom zum Laden der Akkus oder zur Versorgung des Bordnetzes bereit.

Um einen einfachen Einbau zu ermöglichen, sind der kombinierte Elektromotor und Generator bereits an das Getriebe geflanscht und mit einem Frequenzumrichter versehen. RHS-Lösungen von Reintjes sind für feste Propelleranwendungen geeignet und mit elektrischen Anlagen von 60 bis 630 kW verfügbar. 

Electric and Hybrid Marine World Expo, Standnummer: 4010

Transfluid stellt modernes Hybridsystem vor

Transfluid wird ihr Angebot an Hybridmodulen vorstellen, die für Dieselmotoren von etwa 75 kW (100 PS) bis etwa 1400 kW (1900 PS) sowie für elektrischen Strom von 8 kW (11 PS) bis 300 kW (400 PS) geeignet sind. Zwei unterschiedliche Antriebssysteme werden eingebaut – Diesel und Elektro –, um eine echte und greifbare Verbrauchssenkung zu erreichen und Nullemissionen zu ermöglichen.

Um das Transfluid Hybridsystem besser vorführen zu können, zeigt das Unternehmen in diesem Jahr ein besonderes Hybridbootsmodell – die SEATECH 30 Hybrid Limousine, hergestellt von Sea Technologies. 

Electric and Hybrid Marine World Expo, Standnummer: 2040

März 2015


Norwegian Electric Systems erhält Auftrag von der estnischen Hafenbehörde

Norwegian Electric Systems gab die Vertragsunterzeichnung über Aufträge der estnischen Hafenbehörde im Wert von rund 11,65 Mio. US$ bekannt. Der Großteil des NES- Geschäfts besteht aus Offshore-Versorgungsschiffen und selbstfahrenden Hubschiffen, doch aufgrund des Rückgangs der Ölpreise war es dem Unternehmen wichtig, in andere, weniger anfällige Märkte zu diversifizieren.

Im vergangenen Jahr verkaufte NES Lösungen für Marineschiffe und Fischereifahrzeuge. In jüngster Vergangenheit wurde die Lieferung elektrischer Antriebslösungen für hochmoderne Autofähren vereinbart. Die Fähren wurden von den innovativen Schiffbauingenieuren von LMG Marin konzipiert. Eigentümer und Betreiber ist der Hafen von Tallinn. Zuvor hatte NES nur durch die Aufrüstung einer norwegischen Fähre, der Olav Dun, vor zwei Jahren Erfahrung auf dem Fährenmarkt sammeln können – allerdings sehr zur Zufriedenheit der Besitzer.

“Insgesamt sind vier Fähren bestellt. Zwei werden auf der polnischen Werft Remontowa, zwei auf der türkischen Werft Sefine gebaut. Beide Werften sind für die hohe Qualität der von ihnen hergestellten Schiffe bekannt.

„Das ist eine Dreifach-Premiere für uns bei Norwegian Electric Systems. Es werden unsere erste Autofähren-Neubauten sein, wir werden erstmals an die Werft Sefine verkaufen und wir werden zum ersten Mal mit dem Hafen von Tallinn zusammenarbeiten“, freute sich Fridtjof Erichsen, Vertriebsleiter bei Norwegian Electric Systems. „Die Konkurrenz aus Deutschland und den USA um die Lieferung der elektrischen Antriebssysteme für diese Schiffe war intensiv, doch Norwegian Electric Systems konnte die beste technische Lösung im Verbund mit überaus günstigen Konditionen anbieten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen Partnern bei diesen Autofähren, die den Menschen in Estland viele Jahre gute Dienste leisten werden.“

Corvus Energy, BAE HybriDrive und Northern Lights treiben neues Hybrid-Forschungsschiff an

Corvus Energy, Northern Lights und BAE Systems sorgen jetzt für Antrieb auf der Spirit of Sound, einem schwimmenden Klassenzimmer und Forschungsschiff. Das Schiff, ein Katamaran von 19,8 m (65 Fuß) Länge, wird im Long Island Sound für The Aquarium Norwalk in Connecticut arbeiten.
                             
Der Lithium-Akku von Corvus Energy dient als hochdichter Energiespeicher für den Antrieb und die Eigenbedarfsversorgung. Zwei 100-kW-Dieselgeneratoren von Typ Lugger L1064A von Northern Lights laden die Batterien auf und stellen zusätzlich Energie bereit, wenn die Anforderung des Antriebs die Akkukapazität übersteigen. BAE Systems trug ein neues Konzept von Hybridschiffsantrieben bei (bekannt als HybriDrive), bei dem die Platzierung der einzelnen Komponenten überall im Schiff möglich ist, so dass Gewicht und Raumverbrauch optimal aufgeteilt werden können. Eine Solar- sowie eine Windkraftanlage erzeugen zusätzlich Energie für die Navigations- und die wissenschaftlichen Geräte.

Im Zusammenspiel spart diese Technologie schätzungsweise mindestens 75 % Dieselkraftstoff ein.

Bob Kunkel, Projektleiter und Konstruktionsintegrator, erklärte: „Das Antriebssystem ist nicht auf mechanische Verbindungen angewiesen, nur auf Kabel. Damit erhält der Schiffskonstrukteur Flexibilität bei der Anordnung der Komponenten und Freiraum bei der Gewichtsverteilung sowie bei platzsparenden Maßnahmen.“
„Wir freuen uns sehr, dass Corvus Energy für dieses Ausbildungsschiff ausgewählt wurde und dabei mit Partnern von Weltformat wie BAE und Northern Lights zusammenarbeiten kann“, sagte der Geschäftsführer von Corvus Energy, Andrew Morden. „Wir sind stolz darauf, zu dem unserer Meinung nach modernsten und umweltschonendsten Schiff seiner Art beitragen zu können.“
Das neue Schiff wird sowohl einen klimatisierten Schulungsraum als auch einen Außenforschungsbereich mit einer Gesamtkapazität von 65 Plätzen besitzen, mehr als doppelt so viel wie beim bisherigen Schiff der Einrichtung. Das Norwalk Aquarium rechnet damit, die Zahl der Schulkinder, die an Programmen im Long Island Sound teilnehmen, auf etwa 10.000 pro Jahr verdoppeln zu können. Der leise Elektrobetrieb wird Wildtieren und anderen Bootsfahrern zugute kommen und auch die Vermittlung des Lehrstoffs an Bord erleichtern.

Hightech-Motoren von Wärtsilä sollen umweltfreundliche Ostseefähre antreiben

Eine neue schnelle RoPax-Fähre, die von der estnischen Tallink Grupp für die Route Tallinn-Helsinki bestellt wurde, wird mit Zweistoffmotoren von Wärtsilä ausgerüstet sein und vor allem mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben. Das Schiff wird auf der Meyer-Turku-Werft in Finnland gebaut und soll Anfang 2017 den Betrieb aufnehmen. Der Vertrag mit Wärtsilä wurde im Februar unterzeichnet. Da die Zweistofftechnologie von Wärtsilä mit LNG als Hauptkraftstoff gewählt wurde, wird das Schiff die neuesten Vorgaben zu Schwefelemissionen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) einhalten, die im Januar 2015 in Kraft getreten sind. Die Ostsee ist als Emissionskontrollzone für Schwefel (SECA) ausgewiesen. Im Gasbetrieb liegen die Emissionen der Zweistoffmotoren von Wärtsilä an Schwefeloxid (SOx) und Feinstaub bei nahezu 0 % und sind somit vernachlässigbar.

Zudem liegen die Stickoxidemissionen (NOx) um mindestens 85 % unter denen der aktuellen IMO-Vorschriften, und die CO2-Emissionen sind um rund 25 % niedriger als die herkömmlicher Schiffsmotoren, die mit Dieselkraftstoff betrieben werden. Zum kompletten Lieferumfang gehören drei 12-Zylinder-Motoren vom Typ Wärtsilä 50DF, zwei Sechs-Zylinder-Hauptmotoren Wärtsilä 50DF sowie zwei Wärtsilä-Festpropeller und Propellerwellen. Die Auslieferung an die Werft erfolgt Anfang 2016. „Die Fähre wird mit recht hoher Geschwindigkeit in einem sehr knapp getakteten Fahrplan betrieben werden“, erzählte Mika Ojutkangas, Geschäftsführer Vertrieb bei Wärtsilä Ship Power. „Es ist dem Kunden daher wichtig, dass der Hauptantriebsmotor hocheffizient und äußerst zuverlässig arbeitet. Die nachgewiesene Erfolgsbilanz von Wärtsilä zeigt, dass wir diese Kriterien erfüllen können. Gleichzeitig sind wir der führende Anbieter von gasbetriebenen Lösungen für die Schifffahrt, was ein weiterer Grund dafür war, dass wir diesen wichtigen Auftrag erhielten.

“ „Die Wärtsilä-Motoren sind energieeffizienter und verbrauchen deshalb weniger Kraftstoff. Für eine umweltverträgliche Fähre der nächsten Generation suchten wir genau das“, erklärte Tarvi-Carlos Tuulik, Leiter des Schiffsmanagements bei der Tallink Grupp. Die neue 212 m lange Fähre mit einer Bruttotonnage von 49.000 wird 2800 Passagiere befördern können. Der Wärtsilä-50DF-Motor kann mit Erdgas, leichtem Heizöl (LFO) oder Schweröl (HFO) betrieben werden. Während des Betriebs kann nahtlos zwischen den Kraftstoffen gewechselt werden. Unabhängig vom Kraftstoff liefert der Motor dieselbe Leistung. Sowohl die Gaseinblasung als auch die Pilotkraftstoffeinspritzung sind elektronisch geregelt. Die Motorfunktionen werden durch ein modernes Automatisierungssystem gesteuert, das die Einstellung optimaler Betriebsbedingungen erlaubt, unabhängig von den Umgebungsbedingungen oder vom Kraftstofftyp. Der 50DF-Motor ermöglicht den Einsatz der Wärtsilä-Lösungen für Ferndiagnose und die dynamische Wartungsplanung. Mit diesen Funktionen reduzieren sich für den Eigentümer die Betriebskosten erheblich, da die Prinzipien der vorbeugenden Wartung genutzt werden und die Motorleistung optimiert werden kann. Einer der Gründe für den großen Erfolg dieses speziellen Motors im Vergleich zu Alternativen ist seine überlegene Antriebseffizienz. Die eindeutigen Vorteile für die Umwelt, die der Gasbetrieb möglich macht, sind ein weiterer Erfolgsfaktor für diese Technologie.

Februar 2015


Feadship stellt die weltweit erste Hybrid-Superyacht vort

Feadship hat die 83,5 m lange Savannah vorgestellt, die erste Superyacht, die einen einzigen Dieselmotor, drei Generatorsätze, Batterien, Propeller, Azimut-Bugstrahlruder und eine optimierte Rumpfform in sich vereint. Die bahnbrechende elektromechanische Antriebsplattform verspricht Kraftstoffeinsparungen in Höhe von 30 % und stellt die Kombination aus früheren, von Feadship gewonnener Erfahrung und eines zukunftsorientierten Ansatzes mit einer rein individuellen Kreation dar. Weitere Innovationen sind ein schwimmender Aufbau, eine Unterwasser-Lounge, die offenen Achterdeck-Bereiche und vieles mehr.

Als Inspiration diente das Feadship-Konzept Breathe aus dem Jahr 2010. Die Savannah ist eine Demonstration eines kostengünstigen, saubereren Antriebs, der in einer zu 100 % maßgeschneiderten Superyacht umgesetzt werden kann. Die Savannah besitzt eine dynamische Rumpfform mit einem sehr schmalen Vorsteven, nutzt eine effiziente, mittelschnell drehende Wärtsilä-Hauptmaschine statt zwei Dieselmotoren mit höherer Drehzahl, eine einzige zentrale Schraubenwellenanlage auf der Mittelachse und drei Generatorsätze.

Redundanz wird durch den Einbau eines großen gegenläufigen und in Seitenrichtung wirkenden Heckstrahlruders knapp achtern des Hauptpropellers gewährleistet. Die Konstruktion des Achterschiffs ermöglicht einen Propeller, der 40 % größer als normal ist. In Verbindung mit der durch das Strahlruder zugeführten Leistung ist die Last auf dem Propeller nur halb so hoch wie bei einer herkömmlichen Yacht mit Doppelpropeller. Dies führt zu einer höheren Effizienz und weniger Vibrationen. Darüber hinaus ermöglicht das große Heckstrahlruder auch hervorragende Wendigkeit in Yachthäfen.

Die komplette Konstruktion bietet erhebliche Vorteile im Verbrauch und ermöglicht fünf Betriebsarten: Wendigkeit, dieselelektrischer Betrieb, Reichweite, hohe Geschwindigkeit und Schub. Laut Feadship gewährleistet das hohe Zuverlässigkeit und eine bessere Motorlast als bei jeder anderen Superyacht, die heute auf See fährt. „Es sind nicht die einzelnen in der Savannah eingesetzten Technologien, die in der Yachtwelt neu sind, es ist die Art und Weise, wie sie kombiniert wurden“, erklärt der Projektleiter der Reederei, Ted McCumber. „Feadship hat beim Bau dieses enorm innovativen Systems alle heute in der Seefahrt verfügbaren Optionen genutzt.“

„Die Möglichkeit, zwischen Diesel-, diesel-elektrischem, oder vollelektrischen Betrieb zu wählen, ist wirklich außergewöhnlich. Zudem ist die Savannah die erste Yacht der Welt, die mit einem Azipull und einem verstellbaren Propeller ausgerüstet ist. Nur die technische Kompetenz und der reiche Erfahrungsschatz von Feadship machten ein Projekt von solchem Umfang und derartiger Vision möglich.“



Direktor Henk de Vries von Feadship hob die Sparsamkeit des Schiffs hervor. „Als erste Hybrid-Superyacht überhaupt bietet die Savannah unglaubliche Flexibilität im Betrieb und bei der Lastverteilung des Antriebs. Das Ergebnis ist eine Kraftstoffeinsparung von rund 30 % im Vergleich zu den besten Schiffen, die wir bisher vom Stapel laufen ließen.“

„Auch dass ein riesiger Propeller mit einem weiteren elektrisch angetriebenen Propeller im vorderen Schraubenstrahl montiert wurde, wurde noch nie bei einer Yacht umgesetzt. Ein ähnliches System wird auf Fahrgastschiffen in Japan verwendet, doch ist das eine industrielle Lösung ohne die Beachtung des Komforts, die Feadship benötigt. Um dies in einer Superyacht zu erreichen, war ein außergewöhnliches Maß an Zusammenarbeit mit Wärtsilä und allen weiteren Ausrüstern erforderlich.“

„Eine weitere wichtige Neuerung sind die Akkus, die vom Eigentümer vorgeschlagen wurden. Sie bieten zusätzlichen Speed im oberen Bereich, ermöglichen bei jeder Geschwindigkeit die richtige Auslastung der Generatoren und ermöglichen eine superleise Fahrt bei niedrigen Geschwindigkeiten ohne Einsatz von Verbrennungsmaschinen. Wir haben Lithium-Ionen-Akkus mit nicht weniger als einer Million Watt installiert.“

„Über tausend Menschen waren seit der Unterzeichnung des Vertrags Ende 2011 am Bau der Savannah beteiligt. Und das überwältigende Endergebnis zeigt wieder einmal, dass Feadship nicht bange davor ist, in unbekannte Gewässer vorzudringen.“

Havyard erhöht Beteiligung an Norwegian Electric Systems

Die Havyard Group hält jetzt eine 50,5%ige Beteiligung am Technologieunternehmen Norwegian Electric Systems.

Vor dem Kauf besaß die Havyard Group 37,9 % von Norwegian Electric Systems. Durch den Kauf von Aktien von Unternehmen, die Jan Berg und Frithjof Hustig gehören, ist der Konzern jetzt Mehrheitsaktionär des Unternehmens. Nach dem Kauf werden die Unternehmen von Berg und Hustig 32,28 % bzw. 6 % von Norwegian Electric Systems besitzen. Die restlichen Unternehmensanteile gehören anderen Führungspersonen. Auf eigenen Wunsch wird Jan Berg eine neue Rolle im Unternehmen übernehmen, während Tor Leif Mongstad neuer Geschäftsführer wird.

Die Strategie der Havyard Group besteht aus der Entwicklung und Bereitstellung von Schiffstechnik durch Know-how und Kontrolle über kritische Bereiche der Wertschöpfungskette für die Konstruktion und den Bau moderner Schiffe. In immer größerem Maß sind diese Schiffe mit diesel-elektrischen oder Hybrid-Antriebssystemen ausgerüstet, die ein wesentliches und stark integriertes Element der gesamten Schiffskonstruktion darstellen. Aus diesem Grund war Havyard an der Gründung von Norwegian Electric Systems beteiligt und übernahm jetzt die Mehrheit ihrer Anteile.

Für Geir Johan Bakke, Präsident und Geschäftsführer der Havyard Group, war es natürlich, dass der Konzern jetzt eine aktivere Rolle bei Norwegian Electric Systems übernimmt, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. „Norwegian Electric Systems ist ein Trendsetter bei der Entwicklung von neuen, modernen Schiffskonstruktionen auf der Grundlage von Diesel-Elektro- oder Hybrid-Antriebssystemen“, erklärt er. „Die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten solcher Produkte ist entscheidend, wenn wir die besten Schiffe entwickeln und unseren anspruchsvollen Kunden die vereinbarte Qualität bereitstellen wollen – rechtzeitig und budgetgerecht. Unsere Hauptmotivation für die Erhöhung unserer Beteiligung an Norwegian Electric Systems ist, dass wir zur Entwicklung noch besserer Produkte für unsere Kunden beitragen möchten, ob sie nun ein System von Norwegian Electric Systems oder eine Schiffskonstruktion bzw. einen Neubau von Havyard kaufen. Das führt zu Mehrwert für Havyard, Norwegian Electric Systems und unserer Kunden in Form von noch besseren und wettbewerbsfähigeren Produkten.“

Tor Leif Mongstad wird die Nachfolge von Jan Berg als Geschäftsführer von Norwegian Electric Systems antreten. Auf eigenen Wunsch wird Jan Berg die Leitung der Unternehmensentwicklung übernehmen. Norwegian Electric Systems wird als eigenständiges Unternehmen mit Verantwortung für die eigene Produktentwicklung, den Vertrieb und die Produktion weitergeführt. Allerdings wird der Schwerpunkt stärker auf die Erzielung von Synergien als Ergebnis der Zusammenarbeit mit Havyard gelegt, z. B. bei der Beschaffung und Fertigung.

„Synergien lassen sich insbesondere bei der Zusammenarbeit mit Havyard Power & Systems erreichen, das in der Elektronik und Elektrik ebenfalls Produkte und Kompetenzen aufweisen kann“, so Mongstad. „Ein Beispiel ist die Fertigung von Schaltanlagen, ein weiteres das Know-how von Havyard Power & Systems in den Bereichen Elektrikkonstruktion und Schiffstechnik, das einen wertvollen Beitrag zur Produktentwicklung von Norwegian Electric Systems leisten wird.“

„Neben dem Potenzial der vorhandenen diesel-elektrischen Systeme glauben wir, dass Quest, das diesel-elektrische Hybridantriebssystem mit Akku von Norwegian Electric Systems, vom Markt hervorragend angenommen und erhebliche Vorteile für die Umwelt haben wird. Es wird große Kraftstoffeinsparungen ermöglichen und den Emissionsausstoß deutlich reduzieren.“

„Bis jetzt war ich Kunde von Norwegian Electric Systems und konnte so die Vorteile ausgezeichneter Produkte, die man dort für die Neubauten von Havyard geliefert hat, genießen. Ich freue mich jetzt auf die neue Arbeit und darauf, einen Beitrag zu einer beständig positiven Entwicklung gemeinsam mit der leistungsfähigen Organisation von Norwegian Electric Systems leisten zu können.“

Jan Berg, Gründer und ehemaliger Haupteigentümer von Norwegian Electric Systems, ist einer der Vorreiter auf seinem Gebiet. Er trat 1964 eine Lehrstelle als Elektriker an und arbeitete sowohl als Schiffselektriker als auch im Vertrieb und in der Entwicklung von Elektrik-Produkten und -Systemen für mehrere Unternehmen. 1984 war er an der Gründung von Scandinavian Electric beteiligt.

Bei der Weiterentwicklung des Unternehmens konzentrierte sich Berg auf die Gesamtkompetenz im Bereich der Elektrik und auf die Bereitstellung von Elektronik-Dienste für die Schifffahrt, die zum Hauptmarkt des Unternehmens wurde. Schon früh begann das Unternehmen, Elektromotoren, Generatoren und Frequenzumrichter an Ausrüster, Werften und Reedereien zu liefern.

Berg ist der Ansicht, dass enge Zusammenarbeit und langjährige Beziehungen zu guten Subunternehmern entscheidend für die Unternehmen waren, für die er verantwortlich war. „Große Nähe zu den Experten für die von uns gelieferten Produkte und Systeme ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Wo sich andere Unternehmen auf Subunternehmer und externe Berater verlassen mussten, konzentrierten wir dieses Know-how im eigenen Haus. Die Lösung von servicebezogenen Schwierigkeiten oder von Problemen mit der Entwicklung eines neuen Produkts fällt leicht, wenn man einfach Antworten beim Kollegen im Büro nebenan finden kann.“

Jetzt, da Mongstad die Funktion als Geschäftsführer von Norwegian Electric Systems übernimmt, wird sich Berg auf die Entwicklung ausgewählter Märkte konzentrieren. Er wird auch für den Verkauf an einige der großen Bestandskunden des Unternehmens verantwortlich sein und zur allgemeinen Geschäftsentwicklung beitragen. „Ich kenne Tor Leif seit Anfang der 1990er-Jahre, und wir arbeiten seit vielen Jahren auf mehreren Ebenen zusammen. In den vergangenen Jahren war Tor Leif auch Vorstandsmitglied von Norwegian Electric Systems. Wir kennen uns gut und ergänzen uns gegenseitig, deshalb bin ich überzeugt davon, dass wir ein gutes Team bilden werden, das das Unternehmen einen Schritt weiter bringen kann. Wahrscheinlich wird es für mich nicht ganz einfach sein, nicht mehr die Verantwortung zu tragen, aber ich bin sicher, wir schaffen das.“

Die Produktreihe Seanergy, Lithium-Ionen-Modulen von Saft, erhält die höchste Sicherheitszertifizierung

Saft, ein führender Entwickler und Hersteller von Hightech-Akkus, hat die höchste Stufe der Sicherheitszertifizierung für die neue Produktreihe von SLFP-Akkumodulen (mit Super-Lithiumionen-Eisenphosphat) mit dem Namen Seanergy erhalten. Die Reihe Seanergy wurde speziell für den Einsatz in zivilen Schiffsantrieben, z. B. in Arbeitsschiffen, Fähren, Offshore-Versorgungsschiffen, Kreuzfahrtschiffen und Frachtschiffen, entwickelt.

Der unabhängige Sicherheitsgutachter Bureau Veritas bewertete die Seanergy-Module anhand der zutreffenden Standards und Spezifikationen für die Schifffahrt und vergab die höchste Qualitätsbewertung.  Die Entscheidung – ermittelt durch eine unabhängige Konstruktionsprüfung, per Stichproben und Überprüfung der Fertigungssteuerung – bestätigt, dass die Konstruktion von Seanergy anerkannten Industriequalitätsstandards und Zertifizierungsregeln entspricht.

„Sicherheit ist der Schwerpunkt aller Aktivitäten von Saft im maritimen Bereich. Diese Zertifizierung wird Kunden, Investoren und Lieferanten das Vertrauen geben, dass die Seanergy-Module Best Practices entsprechen, zumal die Standards speziell Li-Ionen-Akkus für den Einsatz in der zivilen Schifffahrt vorsehen“, sagt Didier Jouffroy, Produkt- und Anwendungsleiter für die Seefahrt bei Saft. „Diese Zertifizierung ist für den Einsatz von Lithium-Ionen-Akkus in der Schifffahrt praktisch obligatorisch und ein wichtiger Schritt bei der Vermarktung unserer Seanergy Lösung.“

Saft entwickelte die Seanergy-Module mit dem Ziel, die bewährte Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Super-Lithiumionen-Eisenphosphat-Chemie (SLFP) im Rahmen einer integrierten Lösung speziell für Antriebe in der zivilen Schifffahrt anzubieten. Die Palette umfasst verschiedene Energie- und Strommodule, deren Flexibilität und Anpassungsfähigkeit hocheffiziente, kostengünstige Akkusysteme für den Einsatz in vollelektrischen und Hybridantrieben für unterschiedliche Schiffe ermöglichen.
 
Die SLFP-Technologie von Saft ist aufgrund ihrer verbesserten Sicherheit, des geringen Gewichts, der kompakten Größe, der hohen Effizienz, der langen Lebensdauer bei Betrieb und Ladevorgängen, des schnellen Wiederaufladens und der hohen Leistungsabgabe – sowohl kontinuierlich wie auch gepulst – sowie der Fähigkeit, hohe Spannungen zu liefern, geeignet für Anwendungen in der Schifffahrt.
 
Bei der Entwicklung der Seanergy-Module griff Saft auf die bewährte SLFP-Technologie zurück, die einen wartungsfreien Energiespeicher im kompakten Format speziell für den maritimen Einsatz möglich macht. Schwerpunkte waren eine lange Lebensdauer und optimierte Gesamtbetriebskosten. Sowohl Energie- als auch Strommodule sind erhältlich. Dieser modulare Ansatz bietet Flexibilität und Skalierbarkeit, um für jeden Einsatzzweck die geeigneten Lösungen zu finden.

Da die Sicherheit im anspruchsvollen Einsatz in der Schifffahrt so wichtig ist, griff Saft bei der Entwicklung von Seanergy auf das Know-how zurück, das das Unternehmen in über 20 Jahren Arbeit an sicheren und zuverlässigen Lithium-Ionen-Lösungen für die extremen Ansprüche der Raumfahrt und des Satellitenbereichs entwickelt hat. Zudem besitzt Saft einen besonderen Vorteil gegenüber anderen Lieferanten von Akkusystemen: Das Unternehmen fertigt Zellen, Module und Systeme selbst von Anfang bis Ende. Mit diesem Gesamtblick kann Saft die Verantwortung für die gesamte Qualitätskontrolle jedes Aspekts von Konstruktion, Entwicklung, Erprobung und Lieferung der Komplettlösung eines Schifffahrt-Akkus übernehmen.

Januar 2015


Electric & Hybrid Marine Awards kehrt zur Amsterdamer RAI zurück

Nach dem unglaublichen Erfolg des vergangenen Jahres wird die Verleihung der Electric & Hybrid Marine Awards wieder im Rahmen der Electric & Hybrid Marine World Expo stattfinden, die vom 23. bis 25. Juni in Amsterdam (Niederlande) abgehalten wird. Die Ehrung der Gewinner findet live am 25. Juni statt. Die Electric & Hybrid Marine Awards sind die einzigen Ehrungen, mit denen die besten Hersteller, Zulieferer, Ingenieure, Innovationen und Produkte der Welt im Bereich der Elektro- und Hybridantriebe für die Seefahrt gewürdigt und ausgezeichnet werden. Wieder einmal wird eine Jury aus weltweit bekannten Journalisten, Fachleuten und Akademikern aus dem Bereich der Schifffahrt die Gewinner der folgenden Kategorien bestimmen:

• Lieferant des Jahres 
• Innovation des Jahres 
• Chefingenieur des Jahres 
• Antriebssystem-Hersteller des Jahres 
• Elektro- und Hybridantriebssystem des Jahres 

Diese Auszeichnungen gehören inzwischen zu den begehrtesten Ehrungen in der Branche. Nominierungen für die Electric & Hybrid Marine Awards 2015 können jetzt per E-Mail bei john.thornton@ukimediaevents.com eingereicht werden.

Um die Nominierungen in den Kategorien Antriebssystem-Hersteller des Jahres und Lieferant des Jahres zu unterstützen, muss eine kurze Zusammenfassung von Fakten bereitgestellt werden, darunter die Finanzleistung 2014 (FuE-Investitionen, Wachstum, Umsatz, Einnahmen usw.), bemerkenswerte Aufträge, Anzahl der Mitarbeiter, Anzahl der verkauften nominierten Systeme/Technologien, neu entwickelte Anlagen und lukrative Joint Ventures. 

Darüber hinaus müssen alle nominierten Elektro- und Hybrid-Antriebssysteme zwischen dem 1. Juni 2014 und dem 30. Mai 2015 vorgestellt worden sein. Ebenso müssen alle Kandidaten in der Kategorie Chefingenieur des Jahres an einem Projekt beteiligt gewesen sein, das zwischen dieser Zeit abgeschlossen wurde.

Elkon erhält Auftrag über ein Antriebssystem für zwei Hybridfähren von Seaspan

Elkon, eine Tochtergesellschaft von Imtech Marine, erhielt einen Auftrag der Werft Sedef in Tuzla (Istanbul) über die Lieferung der Elektrikausrüstung, des Antriebssystems und von Dienstleistungen für zwei Hybridfähren des kanadischen Unternehmens Seaspan.

Die beiden 148,9 m langen Fähren mit Zweistoffbetrieb (Diesel und Flüssigerdgas) werden von einem Elektro-Hybridsystem angetrieben und können bis zu 59 Sattelauflieger transportieren. Die hochmodernen Fähren werden in die Jahre gekommene Schiffe ersetzen und die Treibhausgasemissionen erheblich verringern, so die Projektpartner, und gleichzeitig höchste Effizienz, Leistung und Zuverlässigkeit erzielen.

Bei den neuen Seaspan-Hybridschiffen wird Elkon einen erheblichen Beitrag zur Verringerung der Emissionen leisten, vor allem dadurch, weil sie für die Planung, Spezifikation, Herstellung und Montage der kompletten Elektrik verantwortlich ist, die u. a. die Elektrohybrid-Antriebseinheit, die Akkumulatoren und das Automatisierungssystem umfasst.

Im Gespräch über den Auftrag erzählte Ali Can Yurdakul, Marketingleiter bei Elkon: „Diese Schiffe sind mit dem zusätzlichen Hybrid-Akkusystem komplex und sehr innovativ. Elkon ist stolz darauf, diesen Auftrag von Sedef erhalten zu haben, einem langjährigen Partner unseres Unternehmens, und auch die Werft bei diesem innovativen und nachhaltigen Projekt unterstützen zu können. Natürlich werden wir dafür sorgen, dass alles pünktlich, hochwertig und budgetgerecht geliefert wird.”

„Wir beschäftigen etwa 50 hochspezialisierte Elektro- und Maschinenbauingenieure. Daneben sind bei Elkon mehr als 350 Mitarbeiter in der Ausführung und Montage von Projekten tätig. In den vergangenen 30 Jahren haben wir mehr als 500 Schiffe ausgeliefert.“

Elkon und die Werft Sedef sitzen im Herzen der Schiffbauindustrie in der Nähe von Istanbul und arbeiten seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammen. Sowohl Elkon als auch die Muttergesellschaft Imtech Marine besitzen große Erfahrung mit der Arbeit an Hybridschiffen.

Imtech Marine ist seit vielen Jahren auf dem kanadischen Markt aktiv und hat Niederlassungen in Vancouver, Halifax und Québec. Vor Kurzem lieferte Imtech Marine auch ein Hybrid-Antriebssystem für eine ihrer dieselelektrische Hybridfähren, die von CMAL an der Westküste Schottlands betrieben werden. 

Die Seaspan Ferries Corporation verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung mit dem Seetransport von und nach Vancouver Island. Der Bau der Fähren soll Anfang 2015 beginnen, beide werden voraussichtlich gegen Ende 2016 in Betrieb genommen. Elkons zugeordnetes Projektteam wird Mitte 2016 die Montage auf den beiden neuen Schiffen in Angriff nehmen.

Corvus stellt luftgekühltes Regal-System für Lithium-Ionen-Akkumodule vor

Corvus Energy hat ihre jüngste Produktinnovation vorgestellt, das luftgekühlte Regal-System Cube, das für die beliebten Lithium-Ionen-Akkumodule vom Typ AT6500 des Unternehmens entwickelt wurde. Das Standardmodul AT6500 ist der weltweit erste Lithium-Ionen-Batterie , die speziell für den Einsatz in Hybridantrieben von Handelsschiffen entwickelt wurde.

Der innovative Akku-Pack hat in großem Maß zum Erfolg von Hybridsystemen in der Seefahrt beigetragen: Er kommt weltweit in über 90 % der großen kommerziellen Schifffahrtssysteme zum Einsatz. Die in diesen Modulen erzeugte Wärme wird passiv über einen Kühlkörper mit der Umgebungsluft ausgetauscht.

Das luftgekühlte Regal-System Cube bietet ein integriertes System aus Kanälen und Sammlern, das die Zirkulation der Kühlluft um die Module erleichtert. Das System ist in hohem Maße konfigurierbar: Die Kanäle können so abgestimmt werden, dass alle Module einer Reihe, unabhängig von ihrer Position, die gleiche Temperatur halten. Laut Angaben von Corvus verhindert das Cube-System nicht nur Temperaturgefälle bei großen Akkureihen, sondern bietet auch eine beträchtliche Verbesserung der Energieaufnahmekapazität. 

Das Standardsystem AT6500 ist das einzige seiner Art, das Typgenehmigungen von DNV GL, Lloyd's Register und vom American Bureau of Shipping besitzt.

Dezember 2014


Norwegische Hybridfähre MF Finnøy beendet dreimonatige Testphase

Corvus Energy hat den Abschluss einer dreimonatigen Testphase der Hybridfähre MF Finnøy verkündet. Bei dem überholten Schiff kam ein Energiespeichersystem (ESS) mit 960 V und 260 kWh zum Einsatz, das aus 40 modernen Lithium-Polymer-Batterien der Baureihe AT6500 von Corvus Energy besteht. Das ESS wurde in die bestehenden Antriebssysteme integriert, die von Siemens AS bereitgestellt wurden und von zwei 650kW-Dieselgeneratoren angetrieben werden.
 
Die im Jahr 1999 gebaute MF Finnøy kann 350 Passagiere und 110 Fahrzeuge aufnehmen. Sie kreuzt auf der 20-minütigen Strecke zwischen Lauvvik und Oanes in Norwegen und verbringt jeweils ca. 10 Minuten im Hafen, um be- und entladen zu werden. Durch den Umbau der diesel-elektrisch angetriebenen Fähre in ein batteriebetriebenes Hybrid-Schiff konnten die Treibhausgasemissionen, die Wartungskosten sowie der Kraftstoffverbrauch reduziert werden.

Nachdem die dreimonatige Testphase abgeschlossen ist, wird der Eigentümer nun die Realisierbarkeit einer permanenten Konversion und Installation analysieren, um fortwährende Kostensenkungen zu sichern.

„ Dieser Test hat gezeigt, dass das Energiespeicherprodukt von Corvus eine effektive Lösung für die Modernisierung von Schiffen ist, da es deren Lebensdauer verlängert und die Kosten für die Betreiber reduziert“, so Sean Puchalski, Vizepräsident, Business Development von Corvus Energy.

Erstmalige Installation eines integrierten Aquarius MAS mit mariner Solarenergie

Eco Marine Power (EMP) hat ein Aquarius Management & Automation System (MAS) mit einer integrierten marinen Solarzellengruppe an Bord der Blue Star Delos installiert.
Das Aquarius MAS ist eine Plattform von Alarmmeldungen, Überwachung der Leistung sowie Aufzeichnung von Daten und wurde im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit Blue Star Ferries, das erneuerbare Energien zum Gegenstand hatte, installiert. Die Test-Solarzellen mit ca. 2 kW an Bord des Schiffes sind nun in Betrieb und bieten dem Schiff somit eine Quelle für erneuerbare Energien.
Das auf der Delos installierte Aquarius MAS beinhaltet ein KEI 3240 CPU/AGU, einen LCD-Touchscreen-Monitor, ein Input-/Output-Link-System (ILS), zugehörige Hubs, Netzgeräte und Laderegler sowie ein FC-38-Akkupack von Furukawa Battery und flexible, meerwasserbeständige Solarkollektoren von Solbian Energie Alternative.
Zusätzlich zur Überwachung der Leistung der Solarzellengruppe wird das Aquarius MAS auch über den Ladezustand des Akkupacks Bericht erstatten. Und wenn das Schiff auf See ist, wird es den Kraftstoffverbrauch der Hauptmotoren in Echtzeit anzeigen und die Emissionen berechnen (CO2, NOx und SOx). Die Installation wurde von Blue Star Ferries und EMPs technischem Partner in Griechenland, Triad, durchgeführt.

Greg Atkinson, Chief Technology Officer bei EMP erklärte: „Das Aquarius MAS sowie die Installation von Solarkollektoren auf der Delos beweisen, dass Solarenergie auf Schiffen, kombiniert mit einer flexiblen Plattform, die Daten aufzeichnet und Alarmmeldungen handhabt, äußerst sinnvoll ist. Das System wird es Blue Star Ferries nicht nur ermöglichen, ihre Kraftstoffnutzung und Emissionen zu überwachen, sondern dem Unternehmen auch dabei helfen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, indem es die endlose und saubere Energie der Sonne anzapft.“

• Cummins bringt optimierten QSK50 für drehzahlvariable diesel-elektrische Anwendungen auf den Markt

Cummins hat bekanntgegeben, dass der QSK50-Schiffsmotor nun für drehzahlvariable diesel-elektrische (VSDE) Schiffsanwendungen verfügbar ist. Seit der Markteinführung im Jahr 2006 kam die 50-Liter-Plattform bei traditionellen diesel-elektrischen Anwendungen mit konstanter Drehzahl, bei traditionellen Antriebssystemen sowie zwecks Energieerzeugung zum Einsatz.
Obwohl die bestehenden Ratings laut Cummins in VSDE-Anwendungen eingesetzt werden können, wurde die Leistung des 2.183 PS-starken QSK50 mit einer Drehzahl von 1.800 speziell für drehzahlvariable Anwendungen optimiert und mit dem Ziel entwickelt, an allen Betriebspunkten eine maximale Kraftstoffeffizienz zu bieten. Laut dem Unternehmen kann die Effizienz durch das Leistungsmanagementsystem noch weiter gesteigert werden.

„Cummins wird bei der Weiterentwicklung dieser effizienteren Technologie eine wesentliche Rolle spielen und Motoren an Systemintegratoren liefern, um diese in komplette drehzahlvariable diesel-elektrische Systeme zu integrieren“, so Waldemar Marchetti, Direktor für strategisches Wachstum – Offshore. „Wir werden auch weiterhin unsere Produktreihen, Fähigkeiten und Kapazitäten erweitern und mit Partnerlieferanten zusammenarbeiten, um maßgeschneiderte Systeme zu entwickeln, bei denen die neuesten Technologien zum Einsatz kommen.“
In den kommenden Monaten wird Cummins ebenfalls zusätzliche, für VSDE optimierte Ratings anbieten, wobei alle Fähigkeiten zum Zeitpunkt der Markteinführung die Grenzwerte für IMO-Tier-II-Emissionen im Rahmen der ISO-E2- und E3-Testzyklen einhalten werden.


Imtech Marine stattet ersten LNG Hybrid-Lastkahn in Hamburg aus

Imtech Marine hat den ersten LNG Hybrid-Lastkahn mit ihrer neuesten umweltfreundlichen Technologie ausgestattet. Das Unternehmen hatte von dem in Hamburg ansässigen Unternehmen Becker Marine Systems den Auftrag erhalten, die AIDA-Kreuzfahrtflotte mit Energie zu versorgen.

Das Schiff, das entwickelt wurde, um zukünftige Emissionsanforderungen, wie z. B. SECA (Sulphur Emission Control Area) zu erfüllen, ist mit den elektrischen Ausrüstungen und Feuerlöschanlagen von Imtech Marine ausgestattet. Darüber hinaus installierte der Lieferant, der seinen Hauptsitz in Rotterdam hat, sämtliche Belüftungsanlagen mit entsprechenden Wärmerückgewinnungs- und Meerwasserkühlsystemen.

Im Jahr 2015 wird der LNG Hybrid-Lastkahn für die AIDA-Kreuzfahrtflotte im Hafen von Hamburg zu Diensten sein und dort deren Schwefeloxid-, Stickoxid-, Kohlendioxid- und Partikelemissionen reduzieren. Während des Sommers wird das Schiff die AIDA und andere Kreuzfahrtschiffe mit elektrischer Energie versorgen. Im Winter, außerhalb der Kreuzfahrtsaison, wird es das öffentliche Netz sowohl mit elektrischer Energie als auch mit Wärme versorgen.

November 2014


Akkubetriebene Seilfähre absolvierte bisher 4000 Fahrten

Skandinaviens erste elektrische Autofähre mit Lithium-Ionen-Akkus hat  mehr als 4000 Fahrten erfolgreich absolviert. Im September 2013 legte die elektrische Seilfähre KF Hisarøy erstmals mit einem neuen Antriebssystem ab und pendelt seit über einem Jahr täglich zwischen Mjånes und Hisarøy in Norwegen. Das komplette Akkusystem stammt von Electrovaya in Zusammenarbeit mit Solund Verft, HAFS Elektro & Rør und der Electrovaya-Tochter Miljobil Grenland in Norwegen. Eigner des Schiffes ist Wergeland Halsvik, der Betreiber Gulen Skyssbåtservice.

Der Akku-Prototyp mit 100 kWh Kapazität basiert auf der Technologie SuperPolymer 2.0 von Electrovaya und kann dazu beitragen, dass über die zu erwartende Lebensdauer des Schiffs bis zu ca. 180.750 Liter Treibstoff eingespart werden. Insgesamt besitzt die KF Hisarøy das Potenzial, über 500 Tonnen Emissionen zu einzusparen: 480 Tonnen CO2, neun Tonnen Feinstaub und flüchtige organische Verbindungen, zwei Tonnen Kohlenmonoxid sowie zwei Tonnen weiterer Emissionen. Dank des Lithium-Ionen-Akkus fallen auch keine Dieselabgase mit den üblichen Karzinogenen an.

Die Seilfähre unternimmt täglich etwa 10 Hin- und Rückfahrten zwischen dem Festland und der Insel Hisarøy. Eine Hin- und Rückfahrt entsprechen ca. 1,6 km. Sie wird von zwei Winden an Bord angetrieben, das bordeigene Lithium-Ionen-Akkusystem wird am Festland zwischen den Fahrten und über Nacht wieder aufgeladen. Die KF Hisarøy ist für den Transport von 49 Passagieren und sechs Autos ausgelegt.

„Wergeland Halsvik ist mit der Fähre und dem Akkusystem, die von der Werft und den Kooperationspartnern ausgeliefert wurden, sehr zufrieden“, meint Hans Wergeland, Eigner der KF Hisarøy. „Da dieser Markt wächst und die Nachfrage nach umweltfreundlichen Energielösungen ohne CO2-Ausstoß zunimmt, ist dieses System für weitere Möglichkeiten in der Seefahrt sehr gut geeignet.“

Innovative Hybrid-Passagierfähren stehen kurz vor der Fertigstellung

Der Bau von zwei neuen Schiffe, der M/V Berlin und der M/V Copenhagen, ist laut dem Betreiber Scandlines auf der dänischen Werft Fayard weiterhin im Zeitplan. Die beiden neuen Fähren werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2015 den Betrieb auf der Linie Rostock-Gedser aufnehmen.

Die Fähren, die die M/V Kronprins Frederik und die M/V Prins Joachim ersetzen werden, werden beide das innovative Hybrid-Antriebssystem von Scandlines besitzen und mit einem Gaswäscher kombiniert, der die Motorabgase von Schadstoffen wie Schwefel und Feinstaub reinigt und den Schadstoffausstoß um mindestens 90 % senkt.

Laut Scandlines sind die M/V Berlin und die M/V Copenhagen „für diese Route maßgeschneidert und bieten reichlich Platz, da jede einzelne Fähre 1300 Passagiere und 480 Pkw oder 96 Lkw aufnehmen kann, verglichen mit 977 Passagieren und 210 Pkw oder 42 Lkw heute.“

In den vergangenen Monaten haben die Ingenieure daran gearbeitet, das Gewicht der beiden Schiffe zu verringern, und auf der M/V Berlin wurde eine neue Brücke montiert. Gegenüber der ursprünglichen Konstruktion wurde die Brücke auf das obere Deck verlegt, damit die Schiffsleitung  einen besseren Überblick erhält. Weiterhin wurden die Navigationsgeräte für eine Aktualisierung an den Lieferanten geschickt, damit keine veralteten Geräte eingebaut werden.

Es wird erwartet, dass nicht weniger als 500 Menschen an der Fertigstellung beider Schiffe beteiligt sein werden. Die Arbeiten drehen sich um die Montage von Wäschern mit geschlossenem Kreislauf, den Austausch der Verkabelung, die Montage von HLK-Anlagen und von neue leichte Werkstoffe für die Innenausstattung auf den Decks 7 und 8.

Entwicklung eines flüssigkeitsgekühlten Energiespeichersystems

Ein leistungsstarkes, flüssigkeitsgekühltes Energiespeichersystem (ESS) wird in den landseitigen Ladestationen der neugebauten Norled-Fähre „Ampere“ eingesetzt.

Das ESS AT6500 von Corvus Energy ist im Energiemanagementsystem von Siemens installiert und umfasst 224 AT6500-Module mit einer Gesamtkapazität von 1,46 MWh. Im Gegensatz zu anderen Energiemanagementsystemen ermöglicht es die Lösung von Siemens, dass ein erheblicher Teil der Akkukapazität an Land verbleibt. Nach Angaben von Corvus erleichtern die niedrige Impedanz des Akkus und das fortschrittliche aktive Kühlsystem in Verbindung mit dem leistungsstarken Aufladesystem von Siemens die schnelle Energieübertragung von Akku zu Akku. Der Bordakku des Schiffs soll selbst bei kurzen Wendezeiten in erheblichem Maß wieder aufgeladen werden, wird berichtet.

Sean Puchalski,  Vizepräsident Geschäftsentwicklung bei Corvus Energy, dazu: „Das ESS ist in vier Teile aufgeteilt: zwei Schiffssysteme (an beiden Enden der Fähre) und zwei Landstationen (an beiden  Zielpunkten der Route). Dies ermöglicht eine rasche Wiederaufladung der Schiffsakkus an beiden Haltepunkten und macht den kostspieligen Ausbau der Netzinfrastruktur in den Häfen zum großen Teil überflüssig.“

Die neue Fähre von Norled wird voraussichtlich Anfang 2015 den Betrieb auf der Linie Lavik-Oppedal an der norwegischen Westküste aufnehmen und dort keine Schadstoffe erzeugen. Die Ampere bietet Platz für 120 Pkw und bis zu 360 Passagiere.


Eisbrecher werden mit elektrischen Systemen im Wert von 4,7 Mio. US-$ ausgerüstet

Norwegian Electric Systems (NES), ein führender Integrator von dieselelektrischen und Hybrid-Elektroantriebssystemen, hat einen neuen Auftrag über die Lieferung einer kompletten elektrischen Anlage für zwei neue Eisbrecher (Typ HD843 ICE) im Wert von 4,7 Mio. US-$ unterzeichnet.

Das Schiff, das auf der Werft Havyard in Leirvik (Norwegen) gebaut werden soll, wird in der DNV-Eisklasse Eisbrecher 10 geführt und der Kategorie Winterised Cold (-30 °C) entsprechen. Das bedeutet, dass das Schiff Eis von mehr als 1 m Dicke brechen kann und nicht vereist.

NES unterzeichnete zuvor einen Vertrag über die Lieferung seines Antriebssystems für einen anderen Eisbrecher, Rumpf Nr. 122, Eigner Femco, der im 4. Quartal 2015 übergabebereit sein wird.

Das Unternehmen feierte in diesem Sommer ihr fünfjähriges Bestehen und hat in dieser Zeit weltweit 30 Schiffe mit montierten NES-Anlagen in Betrieb gesetzt. Eine weitere wichtige neue Entwicklung ist QUEST (Quadro Energy Storage Technology), das zu Treibstoffeinsparungen sowie zur Senkung von NOx- und CO2-Emissionen beiträgt und weniger Anforderungen an den Betrieb mehrerer Dieselaggregate stellt. Laut NES ist derzeit eine Reihe von Produkten im Entwicklungsstadium, die in der ersten Jahreshälfte 2015 auf den Markt gebracht werden sollen.

Oktober


Wärtsilä bestätigt neues FuE-Programm zur Schadstoffsenkung bei Motoren unter dem Namen Hercules 2

Das FuE-Programm Hercules, das 2004 zur Entwicklung umweltfreundlicher Technologien für große Motoren von Wärtsilä und MAN Diesel & Turbo ins Leben gerufen wurde, soll durch ein neues Projekt, Hercules 2, weitergeführt werden. Abhängig ist dies noch von der Genehmigung unter dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020.

Die Stufe Hercules 2 hat sich als Ziel die Entwicklung eines kraftstoffflexiblen Schiffsmotors gesetzt, der optimal an seine Betriebsumgebung angepasst werden kann. Die Arbeit konzentriert sich auf vier Bereiche der integrierten FuE: kraftstoffflexibler Motor, neue Werkstoffe für Motoranwendungen, ein adaptives Triebwerk für Leistung über sein gesamtes Leben und die Schaffung eines fast schadstofffreien Motors. Laut Angaben der Partner soll die neue Arbeit auf den Zielen des Vorgängerprojekts aufbauen und diese übertreffen.

Dazu sollen die von den Aufsichtsbehörden festgelegten Grenzwerte übertroffen werden. Durch die Kombination neuester Technologien sowie durch den Einsatz integrierter Lösungen soll im neuen Projekt eine signifikante Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen erreicht werden.

Das Projekt umfasst mehrere Prototypen in Originalgröße und Demonstratoren an Bord von Schiffen, die die Entwicklung von kommerziell erhältlichen Produkten beschleunigen werden. In die Zusammenarbeit zwischen Wärtsilä und MAN Diesel & Turbo werden außerdem eine Reihe weiterer europäischer Unternehmen sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen einbezogen werden. Die an Hercules 2 beteiligten Unternehmen hoffen, dass das Projekt den Übergang der Schifffahrtsindustrie zu mehr Sparsamkeit und deutlich verbesserter Umweltverträglichkeit beschleunigt und gleichzeitig die Position der mitwirkenden Partner auf dem Markt stärkt.

Rolls-Royce erhält Auftrag über umweltfreundlichen Antrieb

Rolls-Royce sicherte sich einen Auftrag des norwegischen Schiffbaukonzerns Vard in Höhe von 30,5 Mio. $ über die Lieferung moderner, umweltfreundlicher Antriebs- und Motorsysteme für ein neues Offshore-Versorgungsschiff (OCV) für REM Supply.

Das neue Schiff, das von Vard konstruiert wird, wird für die Unterwasser-Bauarbeiten und Ankerzieharbeiten in arktischen Gewässern entwickelt. Es wird zur Erfüllung der Anforderungen an die operative Leistung im Tiefsee-Segment einen Pfahlzug von etwa 380 bis 400 Tonnen aufweisen. Neben der topmodernen Antriebstechnik wird Rolls-Royce im Rahmen des Projekts Deckmaschinen liefern. In einem Kommentar zu diesem Auftrag freute sich John Knudsen, Präsident von Rolls-Royce für kommerzielle Schifffahrt: „Wir sind stolz darauf, ein weiteres Projekt gemeinsam mit Vard zu beginnen. Unsere langjährige und gute Beziehung zu diesem Schiffbaukonzern ist einzigartig und hat ihren Wert für Endkunden und ihre Besatzungen nachgewiesen.

“ Das Antriebspaket von Rolls-Royce wird Hauptmotoren und Generatoren umfassen, Untersetzungsgetriebe, ein in Promas integriertes Ruder sowie ein Propeller-Hauptsystem mit Düse, Tunnelstrahler, einziehbare Strahler, eine Ruderanlage sowie eine Antriebssteuerung vom Typ Helicon X3.

Das Deckmaschinenpaket besteht aus einer 500-Tonnen-Niederdruck-Ankerziehwinde mit drei Trommeln, Heckrolle, Ankerziehkranen, Zentrierungsvorrichtungen, Anschlagbolzen und Shark Jaws. Alle mechanischen, hydraulischen und elektrischen Systeme sind als Bestandteil in der Vereinbarung enthalten. Die Lieferung ist von Vard Brattvaag in Norwegen für das erste Quartal 2016 geplant; der Schiffsrumpf kommt von Vard Tulcea aus Rumänien.

Effizienter MAN-Motor für neues Arbeitsschiff in Alaska

Die Ava Jane ist das erste Arbeitsschiff, das den hocheffizienten MAN-Antriebsmotor für die Berufsschifffahrt besitzt, der die Abgasnorm EPA Tier 3 erfüllt.

Laut Angaben von MAN wurden die innermotorischen Elemente der gesamten neuen Motorbaureihe angepasst, ohne dass der Verbrauch bei Volllast ansteigt. Diese Maßnahmen wurden im Vorfeld der Einführung neuer, überaus anspruchsvoller Abgasvorschriften getroffen.

Das Arbeitsschiff, das die meiste Zeit in den rauen Gewässern der Bristol Bay in Alaska verbringen wird, erreicht mit dem Reihensechszylindermotor mit 537 kW (730 PS) mehr als 25 Knoten. Die strengen Normen von EPA Tier 3 fordern gegenüber EPA Tier 2 eine weitere Senkung der Stickoxide (NOx) um 20 % sowie eine Verringerung der Partikelemissionen um weitere 40 %. MAN bietet eine breite Palette von schnelllaufenden Viertakt-Dieselmotoren für den Einsatz in der Berufsschifffahrt an.

Für Schwerlastschiffe – mit unbegrenzter Betriebszeit und einem Volllastanteil von bis zu 100 % –, darunter Schlepper und weitere Arbeitsschiffe, bietet MAN Leistungsstufen von 190 bis 735 kW (258 bis 1000 PS). Für mittelschwere Einsatzbereiche (bis zu 4000 Stunden pro Jahr bei einem Volllastanteil von bis zu 50 %), wie Fähren, Fischerboote und Passagierboote, reicht der Leistungsbereich von 294 bis 1029 kW (400 bis 1400 PS). Für leichte Einsatzbereiche (bis zu 1000 Stunden pro Jahr bei einem Volllastanteil von bis zu 20 %), z. B. für Begleitboote, Ambulanzen und Polizeiboote, sieht das Motorenangebot von MAN sparsame Sechs-, Acht- und Zwölfzylindermotoren von 537 bis 1324 kW (730 bis 1800 PS) vor.

September 2014


MHI liefert umweltfreundliches Hybridschiff

Mitsubishi Heavy Industries (MHI) hat sein äußerst umweltfreundliches Fracht- /Passagierschiff, die Tachibana-Maru, an Tokai Kisen in der Werft Shimonoseki Shipyard and Machinery Works geliefert.

Das bahnbrechende Schiff weist eines hocheffizienten Hybridantrieb auf, der laut MHI eine hervorragende Energieeinsparung, geringere Umweltbelastung und Verbesserung des Komforts und der Sicherheit der Passagiere gewährleistet.

Das 118 Meter lange, 17 Meter breite und 8,95 Meter hohe Schiff mit einer Bruttotonnage von 5.681 erreicht eine Betriebsgeschwindigkeit von 19 Knoten pro Stunde und hat seinen Betrieb auf der Route zwischen Tokio und den Izu- Inseln bereits aufgenommen.

MHI hatte im März 2013 mit dem Bau des fortschrittlichen Schiffs begonnen. Das technische Highlight des Schiffs ist ein Antriebssystem mit gegenläufigem Hightech-Tandem-Hybrid-Propeller (CRP), der von den Ingenieuren von MHI entwickelt wurde. Das System besteht aus Einwellen-Schiffsschrauben, die von einem niedrig-tourigen Dieselschiffsmotor und Azimuth- Elektroantriebspropellern angetrieben werden, dank derer es möglich ist, die Richtung der Antriebskraft frei zu ändern. Im Vergleich zu herkömmlichen Doppelwellen-Antriebssystemen ermöglicht das neue System eine Reduzierung von Anschlussteilen wie Skegs, Wellenhalterungen und Ruder. Darüber hinaus verringert es den Wasserwiderstand und verbessert die Energiespareffizienz, indem in Buchten und Kanälen, in denen geringere Fahrgeschwindigkeiten erforderlich sind, ausschließlich energieeffiziente, niedrig-tourige Dieselenergie eingesetzt wird.Das neue Antriebssystem ermöglicht es der Tachibana-Maru, eine 15,6 % höhere Treibstoffeffizienz zu erreichen als die Salvia-Maru, ein ebenfalls von MHI gebautes und von Tokai Kisen betriebenes Fracht- /Passagierschiff. Zudem ermöglicht die Verwendung einer elektronisch gesteuerten Kraftstoffeinspritzung es dem niedrig-tourigen Hauptdieselmotor, eine höhere Verbrennungseffizienz zu erreichen, wodurch sichergestellt wird, dass die Tachibana-Maru weniger Kohlendioxid und Stickstoffoxide ausstößt. Das Schiff ist ebenfalls mit einem System ausgestattet, das die Wärmeenergie der Abgase effizienter nutzt.

Die Fähigkeit des Antriebssystems, die erforderliche Leistung mit nur einer Welle zu erreichen, wobei die Last zwischen einem einzigen Dieselmotor und einem elektrischen Antriebssystem verteilt wird, gewährleistet dank der Reduzierung des Lärmpegels und der Vibrationen einen höheren Passagierkomfort. Darüber hinaus kann das Azimuth-Elektroantriebssystem in Verbindung mit dem Bugstrahlruder als Heckstrahlruder verwendet werden, um die Sicherheit und Schnelligkeit beim Ablegen und Anlegen zu erhöhen.

Corvus Li-on stattet neue Hybridfähre mit Modulen aus

Corvus Energy und die spanische Werft La Naval haben die Vergabe eines Energiespeichervertrags für eine fortschrittliche neue Hybridfähre bekannt gegeben.

Die neue Fähre mit dem Namen Texelstroom wird für das niederländischen Fährunternehmen TESO gebaut und zwischen der Insel Texel und dem niederländischen Festland eingesetzt werden. Die Texelstroom steht für eine neue Schiffsgeneration für den Transport von bis zu 1.750 Passagieren und 350 Fahrzeugen. Die Fähre wird entweder mit schwefelarmem Biodiesel oder Erdgas betrieben und zur Reduzierung ihrer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen darüber hinaus mit Solarmodulen mit einer Fläche von mehr als 700 m2 ausgerüstet. Das fortschrittliche Energiemanagementsystem der Texelstroom verwendet 252 48V-Lithium-Ionen-Module der Baureihe AT6500 von Corvus Energy.

Die Speicherkapazität von 1,6 MWh wird zur Erhöhung der Effizienz der Fähre und zur Ersatzversorgung eingesetzt. Diese hohe Batteriereserve bedeutet, dass die gesamte Fähre in einem Notfall allein mit Batteriestrom betrieben werden kann. Dieses Energiespeichersystem (ESS) ermöglicht es den Konstrukteuren darüber hinaus, kleinere Generatoren vorzusehen, da die Batterien ebenfalls zur Bereitstellung kurzer Einschalt- und Ausschaltfähigkeiten eingesetzt werden können. Das durch Lloyds’s Register zugelassene System von Corvus Energy ist das erste typgeprüfte ESS für Schiffe, das heute auf dem Markt ist.

„Wir freuen uns sehr, dass das Energiespeichersystem von Corvus Energy für dieses innovative und ultramoderne Schiff ausgewählt wurde“, meinte Andrew Morden, amtierender CEO von Corvus Energy. „Wir sind sehr stolz, mit La Naval einen Partner gefunden zu haben, mit dem wir die Texelstroom zur weltweit umweltfreundlichsten Fähre machen können.“

Cees de Waal, der Direktor von TESO, fügte hinzu, „Die Investitionen von TESO in die Texelstroom beweisen unser ständiges Engagement für die Erhöhung der Effizienz unserer Systeme. Diese Effizienzgewinne werden nicht nur dem Unternehmen und unseren Kunden in Form von reduzierter Kosten zugutekommen, sondern auch der Umwelt in Form von reduzierten Emissionen.“ Das anpassbare und modulare ESS von Corvus bietet Schiffssystemintegratoren und Konstrukteuren eine alternative Energiequelle, um Systeme neu zu gestalten und deren Komplexität und Kosten zu reduzieren.

Markteinführung elektrischer Außenbordmotoren

Elco Motor Yachts bringt eine neue Motorreihe mit 3,73 und 5,22 kW auf den Markt, die alle Vorteile der anerkannten elektrischen Innenbordmotoren des Unternehmens bieten. Die neue Produktreihe wird später in diesem Jahr durch ein weiters Modell mit einer Leistung von 7,38 kW ergänzt.

Die Außenbordmotoren wurden darauf ausgelegt, das wachsende Interesse sowohl von Freizeit- als auch kommerziellen Bootsfahrern an sauberen, leisen und kraftstoffsparenden Antrieben zu erfüllen. Laut Elco eignen sich die elektrischen Außenbordmotoren ideal für eine Vielzahl maritimer Anwendungen, von Ausflügen auf Barkassen, Ponton-Booten oder Hausboten bis zur Erkundung der Küstengewässer auf Schleppern und Segelbooten. Die neuen Motoren können auch kommerziellen Betreibern große Vorteile bieten, die den Lärm und die Wasserverschmutzung kontrollieren und gleichzeitig die Kraftstoff- und Wartungskosten senken wollen. Zusätzliche Vorteile schließen das Wegfallen von Abgasen, leisere Motoren, eine bessere Klimabilanz, minimale Wartungsanforderungen und niedrigere Gesamtbetriebskosten ein.

„Unsere Innenbordmotoren lassen schon seit Langem kommerzielle und Freizeit-Bootsliebhaber, denen die Erhaltung unserer Wasserstraßen am Herzen liegt, in den Genuss umweltfreundlicher Technologien kommen“, erklärte Steve Lamando, CEO von Elco. „Wir sehen diese neue Reihe elektrischer Außenbordmotoren als vielversprechende Chance, noch mehr Bootsfahrern zu beweisen, dass die Umstellung auf eine „grüne Technologie“ der beste Weg ist sicherzustellen, dass die nächste Generation von Bootsliebhabern unsere natürlichen Ressourcen ebenfalls genießen kann.“

August 2014


Shipyard De Hoop zeigt erste schnelle Versorgungsschiffe in Hybridversion

Shipyard De Hoop hat die ersten beiden von sieben völlig neuen schnellen Versorgungsschiffen (Fast Supply Intervention Vessel, FSIV) mit Hybridantrieb vorgestellt, die speziell für den effizienten Transport von Deckfracht und Passagieren zu Offshore-Ölfeldern konzipiert wurden.

Die beiden neuen Schiffe mit den Codenummern 455 und 456 erzeugen dank des hochmodernen diesel-elektrischen Hybridantriebs geringere Emissionen und verbrauchen weniger. Bei niedriger Geschwindigkeit und beim Manövrieren ist bei den FSIV nur ein Dieselmotor in Betrieb, der einen Generator antreibt. Dieser erzeugt den Strom für die beiden Elektromotoren, die über Getriebe die Propellerwellen und ein Bugstrahlruder antreiben. Laut Shipyard De Hoop sorgt eine derartige Anordnung bei geringen Geschwindigkeiten von bis zu 12 Knoten und bei der dynamischen Positionierung für erhebliche Treibstoffeinsparungen. Bei hohen Geschwindigkeiten werden die beiden Dieselmotoren der FSIV mit den jeweiligen Getrieben gekoppelt und liefern den beiden Propellern bis zu 4700 kW Leistung.

Die Schiffe der DP2-Klasse sollen bis zu 100 sitzenden Fahrgästen und auf Deck montierter Fracht von bis zu 150 Tonnen Platz bieten. Der 100 m² große Bereich, in dem die Passagiere untergebracht sind, ist mit bequemen Sitzgelegenheiten, einem Selbstbedienungsbuffet und reichlich Gepäckraum ausgestattet. Auch On-Demand-Musik- und Video-Unterhaltungsmöglichkeiten sind vorhanden.

Der komplett aus Stahl gebaute Multi-Knickspantrumpf der FSIV ist für sparsamen Betrieb im Transit- und DP-Modus optimiert. Die leichte Stahlkonstruktion wurde anhand der Lloyd's-Regularien für Hochgeschwindigkeitswasserfahrzeug konzipiert und gebaut. Durch den Einsatz von hochfestem Stahl in Kombination mit modernen Herstellungsverfahren konnten Gewichtseinsparungen erzielt werden.

Die beiden ersten FSIV von Shipyard De Hoop sind jetzt ausgeliefert, die restlichen fünf Schiffe sollen im Verlauf des Jahres folgen. Die Stahlrümpfe von YN453, YN455, YN457 und YN459 werden in der CSR-Anlage in Rotterdam gebaut und am Stammsitz von De Hoop in Lobith ausgestattet. Die übrigen Rümpfe werden von den Groningen Shipyards in Waterhuizen hergestellt und im De-Hoop-Werk in Foxhol ausgestattet.

Technische Daten: Hybrid-FSIV von Shipyard De Hoop
Hauptenergieerzeugung:
Länge:
Innenbreite:
Seitenhöhe:
Konstruktionstiefgang:
Bruttotragfähigkeit:
Geschwindigkeit:
Größe Arbeitsdeck:
Zwei Einheiten Caterpillar 3516
55,17m
9,00m
4,50m
3,20m
210 tonnen
20 Knoten
190m2

Hochentwickelter neuer Lithium-Schwefel-Akku wird für die Schifffahrt vorbereitet

OXIS und MSP haben Pläne angekündigt, in etwa 12 Monaten einen neuen Hightech-Akku auf den Markt zu bringen, der speziell für die Schifffahrt konzipiert und entwickelt wird.

Bei dieser Zusammenarbeit bringt MSP umfangreiches Know-how in der Fertigung von Akkus und Hybrid-Energieversorgungs- sowie -Antriebssystemen für maritime Anwendungen ein, während OXIS seine weitreichende Erfahrung mit der Akkuzellen-Technologie und im Besonderen mit der Entwicklung von Lithium-Schwefel-Akkus beisteuert.

Laut OXIS wird das vielseitige Akkusystem von 20 kWh bis über 50 kWh skalierbar sein und mehrere konfigurierbare Spannungsausgänge bereitstellen, die nicht nur Elektromotorboote antreiben, sondern auch zum Betrieb von Klimaanlagen und Navigationssystemen genutzt werden können. Der Akku wird auf eine Genehmigung der Lloyd’s Register Group ausgelegt.

Bei einem Gespräch über diese Pläne meinte Huw Hampson-Jones, CEO von OXIS: „Ich freue mich, diese Partnerschaft mit MSP bekanntgeben zu können. MSP besitzt eine hervorragende Tradition im Bau von Elektrobooten verbunden mit fundierter Erfahrung mit Akkus. Das Unternehmen beschäftigt ein hochqualifiziertes Team, das ideale Akku-Lösungen für Elektroboote entwickelt. Wir sind sehr glücklich, dass sich dieses qualitäts- und sicherheitsorientierte Team für die Lithium-Schwefel-Technologie von OXIS entschieden hat. Die inhärente Sicherheit der Zelltechnologie von OXIS und ihr geringes Gewicht bieten MSP einen großen Wettbewerbsvorteil bei Akkusystemen für die Schifffahrt.“

Simon Patterson, CEO von MSP, fügte hinzu: „Die Lithium-Schwefel-Technologie ist die ideale Lösung für die Schifffahrt, da sie Sicherheit und Leichtbau miteinander verbindet. Die Akkutechnologie von OXIS bietet höchste Sicherheit, die unsere Kunden auch verlangen. Die Entwicklung eines Akkusystems mit einer Genehmigung von Lloyd's wird eine außerordentliche Leistung darstellen. Dadurch wird nicht nur das Vertrauen der Branche in das Produkt nachgewiesen, sondern auch die Versicherungsprämien werden sinken. Zudem sind Lithium-Schwefel-Zellen bereits leichter als die leichtesten Lithium-Ionen-Akkus, und die Senkung des Gesamtgewichts bietet signifikante Verbesserungen sowohl der Kapazitätsleistung als auch der Effizienz der Akkutechnologie.“

Komplett neue Hubplattform erhält diesel-elektrischen Hightech-Antrieb von NES

Gulf Marine Services, einer der weltweit größten Anbieter von selbstfahrenden Hubschiffen, hat seine Flotte erweitert um die dritte Hubplattform der S-Klasse des Unternehmens mit einem hochmodernen diesel-elektrischen Antriebssystem und einem Automatisierungspaket von Norwegian Electric Systems.

Das Gesamtpaket umfasst Dieselmotoren, Generatoren, Schaltanlagen, Transformatoren, Strahlrudermotoren, Antriebe mit variabler Frequenz und ein komplettes IAS-Automatisierungsuntersystem. Auch die Systemintegration und das Engineering sind enthalten. Der vollständige Lieferumfang für 5603 SHARQI umfasst 4 Stromerzeugungsaggregate von Norwegian Electric (1800 U/min, 1300 kW, 1635 kVA, 690 V), 6 MSB und EMSB, 4 Strahlrudermotoren von Norwegian Electric (1200 U/min, 825 kW, 690 V), 4 Quadro-Antriebe von Norwegian Electric (825 kW, 690 V), 1 komplettes Automatisierungssystem Havyard IAS (SFI 792), 10 Verteilungstransformatoren von Norwegian Electric, Berechnungen und Engineering, Projektmanagement, Dokumentation, Studien/Analysen der Elektrik sowie Inbetriebnahme und Probefahrten.

Im Gespräch über die neueste Zusammenarbeit von NES mit Gulf Marine Services meinte Paul Winson, Vertriebsleiter des Antriebsentwicklers und -anbieters: „Es ist eine Ehre für uns bei Norwegian Electric Systems, weiterhin das Vertrauen eines so großartigen Unternehmens wie Gulf Marine Systems zu genießen. Beim weiteren Wachstum von Gulf Marine Services hoffen wir, eine starke Partnerschaft zu bilden und dem Unternehmen weiterhin zu liefern, was es erwartet.“

Juli 2014


CO2-neutrale Megayacht-Tender mit Hybridantrieb erstmals auf der Expo vorgestellt

Der SWATH Electra Glide Limousine Tender, der auf der Electric & Hybrid Marine World Expo 2014 erstmals vorgestellt wurde, soll der weltweit erste CO2-neutrale solar-hybride Superyacht-Tender sein, der die ökologischen Vorteile solarelektrischer Nachhaltigkeit mit dem Seekrankheit verhindernden Komfort eines SWATH-Schiffs verbindet, das die Vertikalbewegung minimiert.

Angetrieben von zwei 300-PS-Elektroaußenbordern von Regen erreicht der Tender eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Knoten. Dennoch ist dieser innovative Hochleistungstender nach Angaben des Herstellers viel umweltverträglicher, ergonomischer und praktisch geräuschlos. Im Gegensatz zum Antrieb durch einen Verbrennungsmotor ist er über den gesamten Geschwindigkeitsbereich äußerst effizient. Bei 8 Knoten ermöglichen die 50 kW-Lithium-Polymer-Akkus eine CO2-neutrale Reichweite von bis zu 40 Seemeilen. Die Solarmodule mit einer Tagesleistung von jeweils 20 kW erzeugen jährlich bis zu 7 MW und liefern somit bei 16 Knoten genügend Energie, um über 1000 Seemeilen CO2-neutral zurückzulegen.

Im normalen Pendelbetrieb zwischen Schiff und Land erzeugt das Solbian-Solarmodul des Tenders die gesamte benötigte Energie. Für den Fall, dass mehr Energie erforderlich sein sollte, stehen verschiedene Dieselaggregate mit bis zu 85 kW Leistung zur Auswahl. Diese erhöhen die Reichweite des Tenders und verbessern den Hotelservice, während die Akkus in weniger als einer Stunde wiederaufgeladen werden.

Der von Nedship gefertigte Tender zeichnet sich durch den Luxus einer Stehhöhe von 2 Metern aus und durch eine voll ausgestattete Bordküche und Bar. Damit kann der Tender auch für Tagesexpeditionen eingesetzt werden, bei denen aufgrund des SWATH-Doppelrumpfs das Stranden in abgelegenen Gebieten möglich ist.

Richard Sauter, Konstruktionsleiter, erläutert, „Der CO2-neutrale SWATH Electra Glide Tender läutet eine Ära des umweltfreundlichen Yachtsports ein, in der CO2-neutrale Solarenergie als Standard und die minimalen Vertikalbewegungen sowie die großzügig bemesse Standhöhe als selbstverständlich angesehen werden.“

Technische Daten:
Länge
Breite
Tiefgang
Stehhöhe
Elektrische Leistung
Solarleistung
Antrieb
Option für Reichweitenverlängerung
Höchstgeschwindigkeit
Reisegeschwindigkeit bei Elektroantrieb
Reichweite bei Elektroantrieb
CO2-neutrale Reichweite
Passagiere
Bauweise
9,5 m
3,4 m
0,65 m
2 m
Plug-In-Lithium-Polymer-Akkus (50 kWh) von ESTechnologies
2-kW-Solarmodul von Solbian
2x300-PS-Elektroaußenborder von ReGenNautic
85-kW-Aggregat von Volvo/ReGenNautic
45 Knoten
8 bis 20 Knoten
40 sm bei 8 Knoten
jährlich 1000 sm bei 16 Knoten
12 bis 14
Kohlefaserverstärktes Epoxidkomposit

LaNaval erhält Zuschlag für hybridelektrisches Fährenprojekt

Die spanische Werft LaNaval hat einen wegweisenden Vertrag über die Konstruktion einer neuen hybridelektrischen Fähre für das niederländische Unternehmen Royal NV Texels Eigen Stoomboot Onderneming (TESO) abgeschlossen.

Die unter dem Namen Texelstroom fahrende Fähre steht für eine neue Schiffsgeneration für den Transport von bis zu 1750 Passagieren und bis zu 350 Fahrzeugen. Genauso wichtig aber ist, dass diese bahnbrechende Fähre mit 135 m Länge und 28 m Breite entweder mit Diesel oder Erdgas in Verbindung mit Akkutechnologie angetrieben wird, die einen wichtigen Bestandteil des innovativen Energiemanagements des Schiffes darstellt. Darüber hinaus wird Texelstroom mit Solarmodulen mit einer Fläche von mehr als 7000 m² ausgerüstet sein.

Die neue Fähre wird im Dauerbetrieb zwischen den Häfen von Den Helder im Norden der Niederlande und der Insel Texel eingesetzt. Laut LaNaval hat sich die spanische Werft dank der technischen und wirtschaftlichen Führungsstellung im harten Wettbewerb durchgesetzt und von TESO den Zuschlag für den Auftrag für die Texelstroom erhalten. Das auf zwei Jahre angesetzte Projekt soll einen Umfang von mehreren Millionen Euro haben sowie etwa 600.000 Stunden Arbeit/Entwicklung umfassen.

Neue Akkumodule für die Schifffahrt präsentiert

Der Batteriehersteller Saft hat erstmals seine neue Serie von Lithiumionen-Akkus namens Seanergy vorgestellt. Diese sollen die bewährte Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Super-Lithiumionen-Eisenphosphat-Chemie (SLFP) im Rahmen einer integrierten Lösung speziell für Antriebe in der zivilen Schifffahrt bieten.

Die neue Palette umfasst verschiedene Module zur Energieerzeugung, deren Flexibilität und Anpassungsfähigkeit hocheffiziente, kostengünstige Akkusysteme ermöglichen. Damit werden vollelektrische und Hybridantriebe für unterschiedliche Schiffe wie Arbeitsschiffe, Fähren, Offshore-Versorgungsschiffe, Kreuzfahrtschiffe und Frachtschiffe denkbar.

„Geräuschloser, sauberer und kosteneffizienter Betrieb ist inzwischen ein zentraler Schwerpunkt in der Schifffahrtindustrie“, meint Didier Jouffroy, Produkt- und Anwendungsmanager für maritime Anwendungen bei Saft. „Darauf hat Saft mit der Entwicklung seiner Seanergy-Produktpalette reagiert, die die Vorteile unserer modernen SLFP-Batteriechemie im Rahmen von sicheren, zuverlässigen und flexiblen Modulen bietet.“

Laut Saft wird der Trend zu elektrischen Antrieben von den Bedürfnissen der zivilen Schifffahrtindustrie getrieben, die so ihre Nachhaltigkeit und Energieeffizienz unter Beweis stellen möchte. Dies bedeutet, dass sie sich noch schneller an die immer strengeren Umweltauflagen anpassen muss, mit denen Emissionen und Lärmentwicklung reduziert werden sollen, ohne gleichzeitige Effizienzsteigerungen zu vernachlässigen. Daraus resultieren neue Konzepte im Schiffbau, die nun innovative Akkutechnologie für den vollelektrischen Antrieb und Hybridsysteme vorsehen. Dabei arbeiten die Akkus in Kombination mit Dieselgeneratoren oder möglicherweise Gasturbinen und Elektromotoren.

Die wichtigsten Vorteile der SLFP-Technologie von Saft für Anwendungen in der Schifffahrt sind die verbesserte Sicherheit, das geringe Gewicht, die kompakte Größe, die hohe Effizienz, die lange Lebensdauer bei Betrieb und Ladevorgängen, das schnelle Wiederaufladen und die hohe Leistungsabgabe – sowohl kontinuierlich wie auch gepulst – sowie die Fähigkeit, eine Spannung von bis zu 1000 V zu liefern.

April 2014


Siemens Antriebstechnologie für neues Schiff von Hyundai

Siemens Drive Technologies hat die Lieferung einer integrierten und hochmodernen dieselelektrischen Lösung für Antrieb sowie Stromerzeugung für ein Mehrzweck-Offshore-Konstruktionsschiff bekanntgegeben, das Hyundai Heavy Industries in der weltgrößten Werft mit Sitz in Ulsan, Südkorea, für das Unternehmen Toisa baut.

Dieses Schiff wird später von Sealion Shipping Ltd. verwaltet werden, einer weltweit agierenden Reederei und Servicegesellschaft, und soll für eine Vielzahl von Offshore-Arbeiten, darunter Unterwasser-Installationen in bis zu 3500 Metern Tiefe, eingesetzt werden. Die integrierten Siship-Antriebslösungen von Siemens tragen dazu bei, die Zuverlässigkeit und Beweglichkeit des Schiffes zu erhöhen sowie den Kraftstoffverbrauch und damit die Betriebskosten zu senken.

Laut den Partnern wird Toisa mit dem neuen Offshore-Konstruktionsschiff neue Standards hinsichtlich Manövrierfähigkeit und Kapazität setzen. Das Wasserfahrzeug ist für vielfältige Offshore-Arbeiten, darunter Tiefstwasser-Installationen und Baumaßnahmen für die Öl- und Gasbranche, die Verlegung von Rohren und Kabeln unter Wasser oder den Betrieb von ferngesteuerten Tiefseefahrzeugen (ROV), ausgelegt. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an Beweglichkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit des Schiffes. Siemens liefert deshalb sowohl für den Antrieb des Schiffes (Siship Drive LV) als auch für die Stromerzeugung an Bord (Siship Power MV) integrierte Lösungen.

Mit Siship Drive LV kommt eine dieselelektrische Antriebslösung zum Einsatz, die optimal auf die Konstruktion des Schiffs zugeschnittene Komponenten umfasst. Die Propellergondel, die einziehbaren Ruderpropeller und das Bugstrahlruder werden von insgesamt fünf 3,4 Megawatt und zwei 2,5 Megawatt starken Motoren in Kombination mit sieben Siship-Frequenzumrichtern in Marineausführung angetrieben. Die Umrichter sind speziell für die rauen Einsatzbedingungen hinsichtlich Temperatur, Vibrationen und Feuchtigkeit an Bord von Offshore-Schiffen ausgelegt. Das optimale Zusammenspiel der Motoren und Umrichter trägt zu einer schnellen Reaktionsfähigkeit der verschiedenen Antriebe bei und erhöht auf diese Weise die Beweglichkeit des Schiffs. Dadurch wird ein präzises Manövrieren möglich. Darüber hinaus werden durch das integrierte Antriebssystem eine hohe Motorleistung und ein hoher Wirkungsgrad erzielt.

Das Bordstromnetz wird von sechs Dieselgeneratoren mit jeweils vier Megawatt Leistung gespeist. Da die Generatorleistung permanent an den tatsächlichen Energiebedarf angepasst wird, lässt sich gerade beim wechselhaften Schiffsbetriebsprofil eines Mehrzweck-Offshore-Konstruktionsschiffes der Treibstoffverbrauch signifikant senken. Das ebenfalls von Siemens gelieferte Leistungsmanagementsystem garantiert eine stabile Stromerzeugung und sorgt dafür, dass jederzeit sowie an jedem Ort die notwendige Energie zur Verfügung gestellt werden kann.

Wärtsilä bestätigt neuen PSV-Auftrag für die Arktis

Ein neuer Versorger (PSV), der speziell für den Einsatz unter harten arktischen Bedingungen gebaut wird, soll von Wärtsilä konstruiert und angetrieben werden. Der Auftrag stellt den ersten bestätigten Vertrag für die neue Reihe von PSV-Schiffen für den Arktiseinsatz von Wärtsilä Ship Design dar.

Wärtsilä wird ein integriertes Paket liefern, das die Maschinen, elektrischen Systeme und Automatisierungsanlagen enthalten wird, darunter das patentierte Wärtsilä Low Loss Concept (LLC). Dieses hochredundante dieselelektrische System bietet zusätzliche Zuverlässigkeit und garantiert einen kontinuierlichem Betrieb bei verschiedenen Ausfallmodi.

Das Schiff wird im Auftrag von REM Offshore AS, dem norwegischen Flottenbetreiber, in der Werft Kleven in Norwegen gebaut. Der Versorger wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte von 2015 ausgeliefert werden und die neuesten Entwicklungen des bewährten, von Wärtsilä Ship Design konstruierten Schiffstyps VS 485 enthalten.

„Die einzigartige Position von Wärtsilä als Komplettanbieter für den Schifffahrtssektor wurde mit diesem Vertrag, der sowohl die Schiffskonstruktion als auch eine umfassende Antriebslösung einschließt, erneut bekräftigt. Durch diesen bedeutenden Auftrag sind wir unserem Ziel ein Stück näher gekommen, auf dem Markt für Schiffe der Eisklasse eines der führenden Unternehmen zu werden“, erklärte Magnus Miemois, Vice President of Solutions von Wärtsilä Ship Power.

Åge Remøy, CEO von Rem Offshore AS, fügte hinzu: „Die Ölkonzerne suchen vermehrt im Norden Russlands, in Grönland, der Barentssee und in anderen arktischen Gewässern nach Öl. Dazu werden Schiffe benötigt, die speziell für diese Bedingungen entwickelt wurden. Wärtsilä hat unter Beweis gestellt, dass das Unternehmen diesen Bedarf effizient bedienen kann.“

Das Schiff wird für den Einsatz in der Arktis verstärkt und ausgestattet, wobei der Rumpf und das Antriebssystem gemäß der DNV-Eisklasse ICE 1B ausgelegt werden. Diese Eisklasse bestätigt, dass das Schiff über die Kraft, Leistung und Ausstattungen verfügt, um unter arktischen Bedingungen betrieben werden zu können. Darüber hinaus wird das Schiff für kaltes Klima entsprechend den grundlegenden Richtlinien zur Winterfestigkeit der DNV-Klasse ausgerüstet. Diese Richtlinien schließen Anforderungen zur Gewährleistung der Sicherheit und des Schiffsbetriebs im Eis, unter vereisenden Bedingungen und bei niedrigen Temperaturen ein. Die neue Schiffskonstruktion von Wärtsilä ergänzt die äußerst beliebte Serie 485 um eine arktische Option, die Effizienz und einen hohen Redundanzgrad mit der Einsatzfähigkeit in der Arktis vereint.

Dank des LLC von Wärtsilä wird das Schiff die höchstmögliche Environmental Regularity Number (ERN) 99.99.99 erhalten. Die ERN-Einstufung stellt die Fähigkeit eines Schiffs dar, seine Position und den normalen Betrieb unter bestimmten Wetterbedingungen aufrechterhalten zu können. Damit ist Wärtsilä der erste Anbieter, der eine derart hohe ERN anbieten kann.

Corvus-Technologie für neue Hybrid-Fähren von Scandlines

Corvus Energy, ein Austeller auf der Electric & Hybrid Marine World Expo, wurde von Scandlines als Lieferant des Energiespeichersystems (ESS) für die nächsten drei Hybridfähren des Unternehmens ausgewählt.

Auf der Grundlage des Erfolgs der ersten Hybridfähre von Scandlines, der MF Prinsesse Benedikte, werden bei den nächsten Hybridantrieben wieder die ESS-Technologie mit einer Leistung von 2,7 MWh eingesetzt, bei der moderne Lithium-Polymer-Akkus AT6500 von Corvus Energy mit Antriebssystemen von Siemens kombiniert werden. Die neu umgerüsteten Hybridfähren werden erheblich reduzierte Treibhausgasemissionen, geringere Wartungskosten, eine optimierte Motorleistung und damit wesentlich niedrigere Betriebskosten erzielen.

Die Fähren M/V Deutschland, M/V Schleswig-Holstein und M/V Prins Richard, die neben der MF Prinsesse Benedikte auf der Vogelfluglinie zwischen Puttgarden und Rødby operieren, werden die größte derzeit betriebene Flotte an Hybridschiffen bilden. Die Fähren sind auf dieser wirtschaftlich wichtigen Fährverbindung zwischen Dänemark und Deutschland ganzjährig rund um die Uhr im Einsatz und legen auf beiden Seiten im 30-Minuten-Takt ab.

Das System wurde vor Kurzem auf einer Überfahrt mit mehreren Führungskräften von Scandlines, Vertretern der dänischen Regierung, Ingenieuren von Lloyd‘s Register und leitenden Angestellten von Corvus Energy an Bord ausführlich getestet. Ohne Vorankündigung wurden die Dieselaggregate bewusst abgeschaltet. Das ESS von Corvus Energy erkannte sofort den Leistungsverlust der Aggregate und füllte die Lücke nahtlos. Sämtliche Systeme des Schiffs wurden zu 100 % mit Strom versorgt, ohne dass auch nur die Lichter flackerten.

„Die Module mit einer Leistung von 2,7 MWh sind die zuverlässigsten und sichersten Akkus der Welt, die für den Betrieb von Haus- und Antriebssystemen ausgelegt sind“, erklärte CEO Brent Perry von Corvus Energy. „Siemens nutzt als Systemintegrator die Gelegenheit dieser Partnerschaft als Modell, um eine nahtlose, kundenspezifische Lösung für aktuelle und künftige Fährflotten rund um den Globus zu entwickeln. Wir fühlen uns geehrt, zusammen mit hochgeschätzten Partnern wie Siemens und Scandlines erneut die Energiespeicherlösung für eine derart hochkarätige und wichtige Flotte bereitzustellen.“

Fassmer und AG Ems bauen Helgoland-Fähre

Die Fassmer-Werft in Berne und AG Ems, die Muttergesellschaft der Reederei Cassen Eils mit Sitz in Emden, haben einen Vertrag über den Bau einer neuen Fähre für den Inselverkehr von und nach Helgoland unterzeichnet.

Nach ihrer Fertigstellung im Mai 2015 wird die Fähre einen ganzjährigen Inselversorgungsverkehr von Cuxhaven in Niedersachsen zur Nordseeinsel Helgoland für rund 1000 Passagiere und 10 Container bereitstellen. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 Knoten (37 km/h) wird das neue Mehrzweckschiff durch LNG (Liquefied Natural Gas) angetrieben und nutzt spezielle Stabilisatoren, um seine Funktion bei hohem Seegang sicherzustellen.

Bisher hat Imtech Marine einen Auftrag für eine Reihe von elektrischen Systemen und elektronischen Komponenten erhalten und wird die Automatisierungstechnik, Schaltanlagen, Motorstarter, Stromverteiler, Beleuchtung und das komplette Kabelnetz des Schiffs liefern. Darüber hinaus wird das Unternehmen die Navigations- und Kommunikationsausrüstung des Schiffs bereitstellen.

 

MESSEZEITEN
Dienstag, 6. Juni 10:30 - 18:00
Mittwoch 7. Juni 10:30 - 19:00 *
Donnerstag 8. Juni 11.00 - 17:00

*kostenlose Cocktailparty
von 17.30 bis 19.00 Uhr

Halle 12, RAI Amsterdam, Europaplein, 1078 GZ Amsterdam, Niederlande

Electric & Hybrid Marine Awards
Veranstaltungsort

Electric & Hybrid Marine World Expo 2017 (Halle 12)
RAI Amsterdam
Europaplein
1078 GZ Amsterdam
Niederlande


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Zukünftige 
Ausstellungsdaten:

Electric & Hybrid Marine World Expo 2018
Daten: 27-29 Juni 2018
Ort: Halle 12, RAI Amsterdam, Niederlande

Zukünftige 
Ausstellungsdaten:

Electric & Hybrid Marine World Expo 2019
Daten: 25-27 Juni 2019
Ort: Halle 12, RAI Amsterdam, Niederlande

Zukünftige 
Ausstellungsdaten:

Electric & Hybrid Marine World Expo 2020
Daten: 23-25 Juni 2020
Ort: Halle 12, RAI Amsterdam, Niederlande